Licht ins Dunkel

Das Einfamilienhaus von Familie Larsen liegt am Stadtrand von Kopenhagen. Es wirkt unscheinbar und unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von den Nachbargebäuden. Tritt man allerdings durch die Haustür, öffnet sich der Blick in helle, lichtdurchflutete Räume, denn die Bewohner nutzten die Renovierung des Dachs für den Einbau von großzügigen Dachfenstern und Tageslicht-Spots.

Ein Einfamilienhaus aus dem Jahre 1969, wie es für Dänemark typisch ist: eingeschossig, mit flachem Satteldach, dessen darunterliegender Dachboden zu niedrig ist, um als Wohnraum genutzt zu werden. Die Räume im Inneren wirkten ursprünglich eher abweisend und dunkel. „Das Badezimmer hatte vor dem Umbau nur zwei winzige Fenster und in der Küche mussten wir selbst an sonnigen Sommertagen immer Licht anmachen“, beschreibt Lone Larsen die Situation vor dem Umbau. Auch der Flur war dunkel und das innen liegende Gästebad verfügte weder über natürliches Licht noch über Lüftungsmöglichkeiten. Selbst im Wohnzimmer war es trotz der großzügigen, nach Westen ausgerichteten Terrassentüren meist düster. Als nun das 40 Jahre alte Dach erneuert werden musste, nutzen die Larsens die Gelegenheit und sorgten für mehr Tageslicht in ihren vier Wänden.

Um Licht ins Innere des Einfamilienhauses zu bringen, wurden die Zimmerdecken von Küche und Esszimmer sowie in beiden Bädern und im Eingangsbereich mit Lichtschächten zum Dach hin geöffnet und mit Dachfenstern von Velux ausgestattet. Diese bringen nicht nur viel natürliches Licht in die Räume, sondern sorgen auch für ein gesundes Raumklima mit viel frischer Luft. Zudem sind die Zimmer dank der eingebauten Lichtschächte höher und wirken großzügiger. So wurden in der Küche zwei Dachfenster übereinander in einem Lichtschacht in der Raummitte montiert. In Verbindung mit den beiden ebenfalls neu installierten, großen Dachfenstern über dem Esstisch des angrenzenden Esszimmers sorgen sie dafür, dass der gesamte Koch-Ess-Bereich nun hell und luftig wirkt. „Das Esszimmer hat sich völlig verändert und obwohl es vorher nicht besonders dunkel war, ist es seit dem Einbau der Dachfenster viel attraktiver und wirkt deutlich geräumiger“, freut sich Sören Larsen über den Gewinn an Wohn- und Lebensqualität. „Jetzt können wir jeden Morgen mit freiem Blick in den Himmel frühstücken und die Helligkeit genießen.“

Licht und Luft

Auch im Badezimmer profitieren die Larsens von ihrem Umbau. Viel Tageslicht und eine ausreichende Lüftung – zum Beispiel nach dem Duschen – gewähr-leisten nun zwei übereinander eingebaute Dachfenster im Hauptbadezimmer. Im ehemals fensterlosen Gästebad wurde ebenfalls ein Dachfenster eingebaut und sorgt hier nicht nur für Helligkeit, sondern auch für frische Luft. Damit natürliches Licht auch bis in den ehemals vollständig dunklen Kellerflur gelangt, wurde im Eingangsbereich ein Dachfenster eingebaut. Es versorgt Treppe und Kellerflur mit Tageslicht und verwandelt den zuvor recht düsteren Weg ins Untergeschoss in einen freundlichen Bereich. Einzig im zentral gelegenen Flur wurden keine Dachfenster installiert. Hier sorgen zwei Tageslicht-Spots von Velux selbst an trüben Tagen für ausreichend Helligkeit. Bei diesen wird das Tageslicht jeweils durch Scheiben auf dem Dach über reflektierende Lichttunnel direkt in den innen liegenden Flur geleitet. Somit können die Bewohner tagsüber auf künstliche Lichtquellen verzichten und eine natürliche und angenehme Lichtatmosphäre genießen. Der Tageslicht-Spot kann eine Fläche von bis zu 9 m² aufhellen, was in etwa der Leistung einer 60-Watt-Glühlampe entspricht. „Unser dunkler Flur ist jetzt tagsüber sehr hell, sodass ich tatsächlich ab und zu kontrolliere, ob das Licht auch wirklich ausgeschaltet ist“, schmunzelt Lone Larsen. Bei Dunkelheit kann dann, einer Lampe gleich, die mitgelieferte Glühbirne im Spot eingeschaltet werden. So wird der Tageslicht-Spot ebenfalls als Kunstlichtlampe genutzt, ohne dass man eine zusätzliche Deckenlampe anschaffen muss.

Energiespareffekt

Die eingebauten Dachfenster und die resultierende Helligkeit verleihen dem Haus einen besonderen Charakter und sorgen für gute Laune bei den Larsens. Zugleich tragen sie dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren, denn im Winter müssen die Larsens dank der wärmenden Sonnenstrahlen durch Dachfenster weniger heizen. Zudem können sie in den tageslichtdurchfluteten Räumen auch an trüben Tagen meist auf künstliches Licht verzichten, sodass sich der Stromverbrauch für die Beleuchtung um etwa acht Prozent reduziert hat. Zugleich spielen die Dachfenster eine zentrale Rolle bei der Be- und Entlüftung des Gebäudes. Wind- und Temperaturunterschiede zwischen außen und innen und die unterschiedliche Höhe der Fenster bewirken den sogenannten Kamineffekt. Warme, verbrauchte Luft zieht nach oben durch die Dachfenster ab und frische Luft strömt von unten durch die Fassadenfenster nach. Diese natürliche Belüftung gewährleistet eine gute Frischluftzufuhr und sorgt für eine entscheidende Verbesserung der Luftqualität. „Insbesondere wenn wir viele Gäste zu Besuch haben oder nach dem Kochen merken wir einen deutlichen Unterschied zu vorher“, so Lone Larsen. „Die Räume wirken viel frischer und komfortabler.“

Intelligenter Hitzeschutz

Damit es im Sommer nicht zu warm im Inneren wird, wurden alle Fenster mit Hitzeschutz-Markisen ausgestattet. Sie stoppen die Sonnenstrahlen bereits vor den großflächigen Fensterscheiben und lassen die Larsens auch im Sommer nicht ins Schwitzen kommen. Zudem werden alle Hitzeschutzelemente durch ein Sensorsystem automatisch gesteuert. Durch das intelligente Zusammenspiel von Sensoren und einem regelmäßigen Abgleich von Sonnenlicht und Außentemperatur entscheidet das System selbstständig, ob geöffneter oder geschlossener Sonnenschutz dem Raumklima zuträglicher ist. Dadurch sorgt das System im Sommer automatisch für angenehme Temperaturen im Inneren. Der Umbau hat sich für Familie Larsen auf jeden Fall gelohnt. „Es ist unglaublich, was Licht aus einem Haus machen kann, das vorher eher dunkel und ungemütlich war“, so das Fazit von Sören Larsen.

Professionelle Tageslichtplanung

Lage und Größe von Lichtschächten und Dachfenstern wurden mittels einer professionellen Tageslichtplanung bestimmt. Basis hierfür ist die Berechnung des Tageslicht-Quotienten. Dieser international anerkannte Wert trifft eine Aussage darüber, wie viel des von außen einfallenden Tageslichts im Innenraum nutzbar ist. Demnach muss beispielsweise ein Raum mit einem Tageslichtquotienten von durchschnittlich zwei Prozent für bestimmte Tätigkeiten zusätzlich mit Kunstlicht angereichert werden. Ein Raum mit über fünf Prozent ist dagegen bereits besonders intensiv von Tageslicht durchflutet.

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