Trittschalldämmung nachträglich

In manchen Häusern hört man noch die Katze, wenn sie quer durch das Zimmer über einem schleicht. Selbst solche Leisetreter, sind sie schwer genug, erzeugen Trittschall. Also heißt es: Entweder Katze raus oder Trittschallschutz rein.

Trittschall in Altbauten

Trittschall ist physikalisch gesehen Körperschall, der zu  Luftschall wird. Wer in seinem Zimmer hin und her geht, hüpft oder krabbelt, der bringt den Boden zum Vibrieren und der Boden wiederum die Luft. Schon fühlt sich der Nachbar oder Mitbewohner im Raum darunter gestört, klopft mit dem Besenstiel gegen die Decke und erzeugt damit physikalisch gesehen dasselbe wie Trittschall. 

In hellhörigen Häusern kann man seine Mitbewohner akustisch auf Schritt und Tritt verfolgen, ob man will oder nicht. Ist auf einer Betondecke ein nicht schwimmender Estrich verlegt, darauf eventuell noch ein Natursteinboden, sind die Stöckelschuhe im ganzen Haus zu hören. Eine Holzbalkendecke kann als Klangkörper wirken.

Es kommt immer auf die Art der Bausubstanz an. Decken dämmen den Trittschall generell umso besser, je schwerer, je flexibler und je vielschichtiger sie sind.

Maßnahmen gegen Trittschall

  • Am wenigsten Aufwand macht es sicher, den Bodenbelag zu ändern, Teppiche zu verlegen, oder Kork- beziehungsweise Linoleumbelag.
  • Fehlt in den Holzbalkendecken eine Füllung, kann man nachbessern: Mauerziegel oder Lehmziegel bieten sich an.
  • Ist der Holzdecke nicht zuviel zu zumuten, ist eventuell eine selbst tragende Decke mit neuem Estrich das Richtige.

Schwimmender Estrich

Auf schweren Böden, deren Schwäche gerade ihre Steifigkeit ist, sollte ein neuer, schwimmender Estrich verlegt werden, das heißt auf einer Dämmschicht aus Schaumstoff, Mineralwolle oder Naturstoffen, und mit Randdämmstreifen von den Wänden getrennt, also schall-entkoppelt. Trockenestrich ist schneller verarbeitet, Fließestrich dämmt wirkungsvoller. Ist damit das gewünschte Dämmmaß noch nicht erreicht, bleibt als dritte Möglichkeit der Ansatz im Stockwerk darunter, die abgehängte Decke. Man sollte jedoch generell diese Arbeiten nicht angehen, ohne vorher Aufwand und Ertrag gegeneinander abzuwägen. Im Zweifelsfall den Experten im Baustoff-Fachhandel, den Bauingenieur oder Architekten fragen.

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Messgrößen für Trittschalldämmung

Bei Auswahl der Materialien ist besonders auf die Steifigkeitsgruppe zu achten (meist zwischen 10 und 50). Je kleiner die Zahl, desto flexibler der Dämmstoff und desto größer seine schalldämmende Wirkung.

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