Naturstein pflegen, reinigen und imprägnieren

Wind und Wetter sowie die Nutzung durch den Menschen hinterlassen an Natursteinen ihre Spuren. Wir zeigen Tipps zur richtigen Pflege und Reinigung.

Naturstein aufarbeiten

Naturstein ist zwar teurer, dafür aber ein nachhaltiger und langlebiger Baustoff. Seit Jahren liegt er im Trend, nicht nur im Außenbereich an der Fassade und im Garten, sondern auch im Innenausbau. Vor allem Schiefer erlebt in Bädern und Küchen ein starkes Revival.

Naturstein ist vielseitig, immer individuell, aber nicht unbedingt „steinhart“. Arbeitsplatten, Waschtische und Böden werden von Feuchtigkeit, Putzmitteln und Straßenschmutz stark beansprucht. Selbst unsachgemäße Reinigung und Imprägnierung kann zu Beschädigungen führen.

Hier finden Sie zahlreiche Tipps zur Pflege und Reinigung von Natursteinen sowie zur Reparatur von kleineren Schäden.

So entsteht Naturstein

Naturstein wird grob in drei Klassen unterteilt:

  • Magmatite entstehen durch das Erkalten von Magma aus dem Erdinneren.
  • Sedimentgesteine sind verfestigte Ablagerungen unterschiedlicher Gesteinsarten.
  • Metamorphite oder metamorphe Gesteine sind durch Umwandlungsprozesse im Erdmantel aus den ersten beiden Sorten entstanden.

Die zur Gruppe der Magmatite zählenden Diorite, Basalte und Granite gelten als sehr harte Natursteine. Bei den Sedimentgesteinen wie Sandstein, Kalkstein und der für seine Fossileinschlüsse bekannte Solnhofener Plattenkalk handelt es sich um ein eher weicheres und saugfähigeres, aber dafür gut zu bearbeitendes Material.

Sie sind weniger widerstandsfähig, das heißt, ihre Druck- und Abriebfestigkeit ist geringer. Wegen ihrer warmen Farbtöne werden sie allerdings gerne für den Innenbereich gewählt.

Zu der dritten Natursteinart, den Metamorphiten, zählen so unterschiedliche Steine wie Marmor und Schiefer. Diese Einteilung ist selbstverständlich äußerst grob, die Grenzen sind teilweise fließend, die Benennungen durch die Händler zum Teil willkürlich, und schon innerhalb einer Sorte können sich die Eigenschaften merklich unterscheiden.

Die Auswahl sollte sich also nicht nur nach Optik und Bearbeitbarkeit richten. Eine umfassende Beratung ist daher sehr wichtig, denn nicht jeder Stein ist für jeden Einsatz geeignet.

Naturstein reparieren mit Kunstharz und Steinersatzmörtel

Für den Außenbereich, wie Fassade, Dach und Terrasse gilt: Einige durch fehlerhafte Verarbeitung entstandene Mängel wie Kalkausblühungen des Mörtels lassen sich allein mit Wasser entfernen. Die Pflege muss allerdings regelmäßig über eine bestimmte Zeitspanne geschehen, bis der falsch angemischte oder zu satt aufgetragene Mörtel alles abgegeben hat.

Verwitterungs- beziehungsweise Erosionserscheinungen sind schwierigere Fälle. Schon in der Auflösung begriffene Steinoberflächen können manchmal noch durch Verfestigung mittels Kunstharzen gerettet werden.

Wo dies nicht hilft, werden die mürben Teile entfernt und die Fehlstellen mit Steinersatzmörtel gefüllt. Oder man behilft sich mit Puzzlearbeit und setzt gut ausgesuchte Passstücke ein.

Hydrophobierung der Oberflächen sehen Experten kritisch: Dringt doch einmal Wasser ein, kann es nur schwer entweichen und wird bei Frost erst recht zum Sprengsatz. Die Pflege und Reinigung muss dann noch behutsamer erfolgen.

Wie Sie Naturstein richtig schleifen und imprägnieren, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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