Waldzertifizierung

Da Holz ein Material ist, das aus wertvollen Wäldern stammt, wollen viele Bauherren und Modernisierer mehr darüber wissen: Woher kommt "mein" Bau- und Möbelholz? Wurde durch die Holzernte auch garantiert kein Tropenwald oder sonstiger Naturraum vernichtet? Stammt es aus nachhaltiger Waldwirtschaft?
Eine Antwort auf diese Fragen geben Wald- und Holz-Zertifizierungssysteme wie das FSC- und das PEFC-Siegel. Mit mehreren Millionen Hektar kontrollierter Waldfläche sorgen diese unabhängigen Institutionen für die Stärkung einer schonenden Waldwirtschaft und die Sicherung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden. Dirk Teegelbekkers, Leiter der deutschen PEFC-Geschäftsstelle in Stuttgart, erläutert den Sinn und Zweck der Zertifizierung: "Wir legen strengen Kriterien fest und überwachen sie. Die wichtigsten davon lauten: Um die Pflanzenvielfalt und den Lebensraum der Waldtiere zu schützen, werden Mischwälder geschaffen bzw. erhalten. Kahlschläge sind verboten. Pflanzenschutzmittel sind untersagt. Schwere Forstmaschinen dürfen nur ausgewiesene Gassen benutzen, um den Waldboden zu schützen. So wird die Natur pfleglich behandelt."

Kontrollierte Produktionskette des Holzes

Bauherren und Modernisierer sind bei Produkten, die mit diesen staatlich anerkannten Zertifizierungszeichen gekennzeichnet sind, auf der sicheren Seite. Nicht umsonst fordert auch die Bundesregierung für alle Holzprodukte, die sie beschafft, ein Herkunftszeichen wie PEFC oder FSC ein. Bauunternehmer oder Innenausstatter können dank der Zertifizierung den Wünschen der Verbraucher nachkommen und sicherstellen, dass nur ökologisches Holz zum Einsatz kommt. Dies geschieht über eine durchgängig kontrollierte Produktionskette: Angefangen beim Sägewerk, das Holz aus deutschen Wäldern, meist direkt aus der Region, von Waldbesitzern bezieht, die sich zur Einhaltung strenger Kriterien verpflichtet haben. Jährliche Stichprobenkontrollen durch unabhängige Prüfer gewährleisten den hohen Standard der Bewirtschaftung in diesen Wäldern. Die Kette geht weiter bis zum zertifizierten Holzhausbauer oder Parketthersteller, die ebenfalls durch unabhängige Prüfer kontrolliert werden. So wird gewährleistet, dass nur die Produkte das Herkunftszeichen tragen, die auch tatsächlich aus zertifiziertem Holz bestehen.

Häuser aus Öko-Holz

Bei ihrem Eigenheim legen über 90 Prozent der Deutschen wert darauf, Hölzer aus kontrollierter und schonender Waldbewirtschaftung zu verwenden. Das ergab eine Meinungsumfrage des Emnid-Institutes im Auftrag von PEFC Deutschland e.V. Bei gleichem Preis ziehen 92 Prozent der Verbraucher nachhaltige Holzprodukte vor, die Gruppe der Haus- und Wohnungsbesitzer sogar zu 95 Prozent. Selbst höhere Preise würden mehr als 70 Prozent der Deutschen in Kauf nehmen, um so ihren Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Selbst wer sich für Fenster aus Tropenholz entscheidet, kann bei PEFC und FSC sicher sein, dass dafür kein Urwald vernichtet wurde. Gehen Sie auf Nummer sicher und fragen Sie nach den genannten Zeichen. Schließlich wollen wir mit gutem Gewissen bauen, einrichten und wohnen und nicht mit dem Gefühl leben, dass Natur und Umwelt durch uns Schaden genommen haben könnten.

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