Keller-Außenabdichtung zuverlässig sanieren

Der Traum von Familie Lehmann – ein über 100 Jahre altes Backsteinhaus. Doch in kürzester Zeit entwickelte es sich zu einem Feuchtigkeits-Albtraum.

Defekte Kellerabdichtung

Schon bei der ersten Besichtigung verliebte sich Familie Lehmann in das rote Backsteinhaus, ein ehemaliger kleiner Bauernhof, Baujahr 1901. Als die Badrenovierung startete, gab’s die böse Überraschung: Beim ersten Hammerschlag fielen die Fliesen reihenweise ab und die Konstruktion der Dusche zerbröckelte vor Schimmel. Vor allem aber: Die nun freigelegten Flächen waren feucht. „Die Handwerker zeigten besorgte Gesichter“, erinnert sich Iris Lehmann.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Bei der Installation der Heizung in der Küche zeigte sich, dass auch der Sockelbereich stark durchfeuchtet war. Die Lehmanns dachten zunächst an einen Leitungsschaden. Doch eine fachmännische Analyse ergab, dass kein Leitungsschaden vorlag. Aber woher kam die Feuchtigkeit? Bei den Lehmanns war die Verunsicherung groß: „Welchen Schaden mit welchem Ausmaß haben wir hier zu bekämpfen?“

Feuchte & Schimmel

Iris Lehmann entdeckte die Firma Isotec, ein Unternehmen, das auf die Beseitigung von Feuchtigkeits- und Schimmelschäden spezialisiert ist. Einen Tag nach der Kontaktaufnahme begann Pietro Costa, technischer Leiter des zuständigen Fachbetriebes Barowski Böttcher GmbH aus Iserlohn, mit der Analyse des Feuchtigkeitsschadens. „Der vorliegende Fall war gravierend“, erklärt Costa. Die erdberührten Kellerwände standen ungeschützt und praktisch ohne Außenabdichtung da. Die ursprüngliche Horizontalsperre war im Lauf der Jahre marode geworden.

  • Alles unter Kontrolle: Beginn der temperaturgeregelten Paraffin-Injektion. Foto: Isotec
  • Das erhitzte und flüssige Spezial-Paraffin wird langsam eingeführt, um sich optimal zu verteilen. Foto: isotec
  • Perfekt saniert: Nachträgliche Horizontalsperre als Schutz vor Nässe. Foto: Isotec

Folge: Bei Regen gelangte die Feuchtigkeit direkt an das Kellermauerwerk. Dieses ist durchzogen von kleinen Poren. Wie ein trockener Schwamm saugen sie die Feuchtigkeit auf und ziehen sie nach oben. Zu allem Überfluss: Für den Fachmann war aufgrund der feuchten Kellerwände klar, dass im Wandaufbau Schimmel sein würde. Entsprechende Probeöffnungen bestätigten dann massiven Schimmelbefall in Wohnzimmer und Büro. „Auf der Wandinnenkonstruktion klebten Polystyrol- und Gipskartonplatten. Diese völlig ungeeignete Beschichtung hat den Schimmelpilzbefall noch gefördert“, unterstreicht der Fachmann. 

Fachgerecht trockengelegt

Die Sanierung begann mit dem fachgerechten Entfernen von Wandaufbau und Schimmelpilz. Danach verbauten die Handwerker Isotec-Klimaplatten. Sie sind in der Lage, überschüssiges Kondensat wie es durch Kochen, heißes Duschen oder Wäschetrocknen entsteht, aufzunehmen, und beugen somit Schimmelbefall vor. Bei ansteigender Temperatur geben sie die Feuchtigkeit wieder an die Raumluft ab und sorgen für ein angenehmes Wohnklima.

Die ISOTEC-Horizontalsperre aus Spezial-Paraffin.

Um zukünftiges Aufsteigen von Feuchtigkeit im Mauerwerk zu verhindern, brachte das Spezial-Team eine nachträgliche Horizontalsperre ein. Dafür wurde der betroffene Wandabschnitt getrocknet und mit Spezialparaffin verfüllt. Dieses Paraffin fließt, wie zuvor das Wasser, in die Poren und Kapillaren des Ziegelmauerwerks und versiegelt dieses dauerhaft. Feuchtigkeit steigt nicht mehr auf.

Eine spezielle Keller-Außenabdichtung stoppt seitlich eindringende Feuchtigkeit, damit diese über das Erdreich erst gar nicht an das Ziegelmauerwerk gelangt. Und im Sockelbereich sorgt nun eine Innenabdichtung für Trockenheit.

Nach zwei Monaten waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Jetzt wartet auf die Lehmanns die letzte Odyssee: Sie versuchen gerichtlich eine deutliche Minderung des Kaufpreises zu erwirken – wegen vorsätzlich verschwiegener Mängel.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Isotec GmbH.

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