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Der Balkon – Rückzugsort im Freien

Ein Balkon ist neben einem Garten oder einer Terrasse ein optimaler Rückzugsort, um den Alltagsstress vergessen zu können. So kann ein Balkon nicht nur ein Ort zum Entspannen und Sonnen sein, man kann hier auch Küchenkräuter züchten oder Grillen. 

Outdoorliving liegt schon seit Jahren im Trend. Denn die Menschen möchten vor allem eins: im Frühjahr, Sommer und manchmal auch im Herbst so viel Zeit wie möglich draußen verbringen. Ob beim Abend mit Freunden, dem Essen mit der Familie oder dem entspannten Nichtstun. Und das so bequem wie möglich und am besten bei jedem Wetter. Das Wohnen im Freien soll dabei in Sachen Komfort dem Indoorwohnzimmer in nichts nachstehen.

Gegen zu viel Sonne am Mittag hilft Beschattung in Form von Markisen, Sonnensegeln oder Sonnenschirmen, steuerbar auch vom Liegestuhl aus per Fernsteuerung. Gegen die abendliche Kühle hilft eine Feuerstelle, ob urwüchsiges Lagerfeuer für die romantische Stimmung oder verbunden mit einem kulinarischen Grillerlebnis.

Die Essenszubereitung im Freien ist vom kleinen Barbecue bis zur professionellen Outdoorküche gewachsen. Zudem gehören auf den Balkon gemütliche Loungemöbel, die auch mal einem Sommerregen standhalten, die passende Beleuchtung mit Windlichtern und Lampions sowie Accessoires als schmückendes Beiwerk.

Der Balkon wertet eine Wohnung daher nicht nur optisch auf, sondern bietet besonders Stadtbewohnern mehr Wohnkomfort. Auch ein nachträglicher Anbau eines Balkons ist in vielen Fällen problemlos möglich. 

Doch bei der Planung gilt es einiges zu berücksichtigen: neben Größe und Statik kommen auf Bauherren auch Entscheidungen in Sachen Bodenbelag und Geländer zu. Alternativ lässt sich je nach Wohnsituation auch eine Dachterrasse, die viel Privatsphäre bietet realisieren. 

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Sie Ihren Balkon wetterfest machen, wie Sie Wärmebrücken verhindern und welche Bodebeläge für einen Balkon in Frage kommen. Außerdem zeigen wir, wie Sie schnell, einfach und creativ schöne Balkonmöbeln bauen können. 

Der Balkon muss wetterfest sein

Im Sommer kann man auf dem Balkon die Sonne genießen oder einen Abend ausklingen lassen. Damit dieser Luxus keinfrühzeitiges Ende findet, müssen kleine Mängel und Schäden rechtzeitig erkannt und behoben werden, da sie sich sonst zu einem größeren Problem und Bauschäden aufsummieren können.

Dabei darf auch die Brüstung nicht unbeachtet bleiben: Abplatzende Farb- oder Lackschichten können den Anfang des Verfalls signalisieren. Auch Konstruktionsfehler bei Holzbalken können zu Dauernässe führen und Schimmelbefall auslösen. Stahl- und Eisenträger werden durch Rost beschädigt. Eine regelmäßige Wartung ist essenziell, da schon kleine Risse im Belag das Eindringen von Wasser ermöglichen können. In den Wintermonaten können Frostabplatzungen größere Schäden verursachen.

Um Wasserschäden zu vermeiden, sollte ein Balkon über ein Gefälle von ungefähr 2 Prozent verfügen. Nur so kann das Wasser schnell genug ablaufen. Hierbei ist vor allem die Schwelle der Balkontür besonders zu beachten, da sie eine Schwachstelle in der Abdichtung darstellen kann. Ist der Übergang zwischen Außen- und Innenbereich nicht durch eine Schwelle geschützt, empfiehlt sich ein Gitter, um Regenwasser abzutransportieren. Dabei verlaufen kleine Wasserschächte unter dem Bodenbelag, die das Wasser in eine Regenrinne abführen.

Drainagematten unter dem Belag dienen der sicheren und dauerhaften Wasserabführung und sind besonders für große Flächenabdichtungen geeignet. Bauschutzmatten sind wasserundurchlässig und schützen den Untergrund vor Nässe und Frostschäden. Sie sind einfach zu verlegen und können unter Platten, Holzfliesen, Stelzlagern und Kies verwendet werden.

Bei gefliesten Belägen auf dem Balkon können kleine Rissen entstehen. Um solche Schäden zu reparieren, muss die Stelle lediglich gereinigt und anschließend imprägniert werden. Ohne regelmäßige Wiederholung kann es zu neuen Schäden kommen. Sollte der Boden durch kleine Ausbesserungen nicht mehr zu retten sein, ist eine Komplettsanierung der Fliesen notwendig. Dazu können die alten Fliesen entweder entfernt oder als neuer Untergrund, nachdem sie grundiert wurden, verwendet werden.

Entkoppelungsmatten schützen die Fliesen vor dem Untergrund, während ein Profil, das flächenbündig zu den Matten eingebaut wird, Staunässe verhindert. Mit Abdichtband wird an Kanten das Eindringen von Nässe verhindert. Holz sollte durch eine Dauerschutz-Lasur, die bis zu fünf Jahre hält, geschützt werden. Dabei wird nicht nur das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert, sondern auch der Naturton erhalten.

Der Balkon als Wärmebrücke

Bei einem Balkon kann eine sogenannte Wärmebrücke entstehen. Wird eine Balkonplatte in das Mauerwerk eingesetzt und dabei nicht ausreichend isoliert, kann Heizwärme über die Platte entweichen. Die angrenzenden Bauteile kühlen schnell ab und Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert und bildet dadurch eine hervorragende Grundlage für Schimmelbefall.

Die Balkonplatte muss dementsprechend in die Schutzhülle des Hauses einbezogen werden. Eine wasserdichte Dämmung beispielsweise aus Hartschaum empfiehlt sich dafür besonders. Sollte die gesamte Stahlbewehrung des Balkons beschädigt sein, leidet die Statik des gesamten Bauteils darunter und ein genereller Neubau ist zwingend erforderlich.

Als Ersatz empfiehlt sich ein vorgestellter Balkon, der entweder auf zwei oder vier Stützen aufliegt und lediglich zur Stabilität in der Außenwand des Hauses verankert wird. Die Gefahr einer Wärmebrücke wird durch diese Bauweise erheblich verringert. 

Der passende Bodenbelag für den Balkon

Wärme und Harmonie stehen im Mittelpunkt der Balkontrends. Dabei geht es den Designern auch darum, weniger konventionelle Kunststoffe zu verwenden und dafür den Fokus auf recycelbare und nachhaltige Materialien zu richten. Für Terrassen und Balkone als erweitertes Wohnzimmer eignen sich dabei zahlreiche Bodenbeläge.

Echtholz wirkt besonders edel und natürlich, ist aber unter umständen recht pflegeintensiv, da es das ganze Jahr über Wind und Wetter ausgesetzt ist. Sofern die Statik es zulässt sind jedoch auch Steinplatten eine Option als Bodenbelag für den Balkon. Diese sind langlebig, witterungsbeständig und vergleichsweise pflegeleicht. Wer die Optik von Holz mag, jedoch die Pflege scheut, der kann sich für Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe als pflegleichte langlebige Alternative zu Dielen aus Echtholz entscheiden.

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Balkonverglasung

Befindet sich ein Haus an einer vielbefahrenen Straße, kann der Lärmpegel auf dem heimischen Balkon unerträglich laut werden. Möchte man dieses Problem umgehen, empfiehlt sich eine Verglasung des Balkons. Dadurch kann Lärm, Regen und Wind effektiv abgehalten werden.

Trotzdem kann man den Balkon sowie die dahinterliegenden Räume problemlos belüften. Spalten zwischen den Glaselementen gewährleisten eine dauerhafte Luftzirkulation. Zudem lassen sich die einzelnen Elemente verschieben und bequem von der Innenseite reinigen. Insgesamt ein deutlicher Mehrwert.

Individuelle Balkonmöbel aus Altholz

Upcycling liegt im Trend. Zahlreiche Do-it-yourselfer zaubern einzigartige Ergebnisse aus alten Lampen, Büchern, Weinkisten oder Einmachgläsern. Die Idee: Alltagsgegenständen nicht nur einen neuen Look, sondern auch eine neue Funktion zu verleihen.

Auf diese Weise entstehen persönliche Lieblingsstücke, die ganz auf die eigenen Bedürfnisse ausgelegt sind. Für etwas größere Projekte eignen sich besonders Baubohlen, die ursprünglich direkt von der Baustelle kommen. Doch auch ohne persönlichen Kontakt zu einem Gerüstbauer lässt sich der Traum von individuellen Gartenmöbeln verwirklichen!

Der Holz- und Farbenspezialist Osmo produziert auch Creativ Baubohlen, die den Charme alter Baubohlen besitzen und vielseitige Einsatzmöglichkeiten bieten.

Im Gegensatz zu alten Gerüstbrettern sind die Creativ Bohlen in Fichte bereits mit einem schützenden Anstrich vorbehandelt. Dadurch eignen sie sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Mit der passenden Schnittkanten-Lasur können zudem die Schnittflächen nachbehandelt werden.

Auf diese Weise entstehen – einfacher und schneller als mit Original-Bohlen – kreative Einzelstücke. Denn Creativ Baubohlen lassen sich einfach verbauen, ohne eine aufwendige Behandlung und Splitter in den Händen. Ob Bänke, Bars, Hocker, Tische, Sofas oder Strandkörbe – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

In den Farben Weiß oder Anthrazit fügen sie ich formschön in jedes vorhandene Ambiente ein und setzen doch gekonnt Akzente. Ihre sägeraue Oberfläche versprüht robusten Charme und wirkt angenehm „unperfekt“. Das macht sie besonders bei jungen Leuten beliebt.

Fakt ist jedoch: Jeder, der gern selbst Hand anlegt, wird seine Freude mit den Baubohlen der unbegrenzten Möglichkeiten haben. Und auf das, was man selbst gebaut hat, kann man besonders stolz sein.

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