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Heizung – Wärmepumpe, Fußbodenheizung und mehr

Von Wärmepumpe bis Gasheizung – die Technologien sind vielfältig. Erfahren Sie mehr über unterschiedliche Heizungen.

Die Heizung ist ein besonders zentraler Punkt beim Hausbau und der Haustechnik. Während früher meist zur Öl- oder Gasheizung gegriffen wurde, nutzen viele Neubauten heutzutage erneuerbare Energien oder Hybridsysteme. Doch auch fossile Energieträger können effizient genutzt werden. 

KfW und BAFA Förderung für Heizungen

Gemäß des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) fördert der Bund den Austausch alter, klimaschädlicher Heizungsanlagen. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Förderung umso höher ausfällt, je mehr erneuerbare Energien man verwendet. 

Die Anträge können entweder über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die KfW gestellt werden. Die Fördersätze sind identisch. Der Unterschied liegt in der Bereitstellung der Gelder:

  • BAFA: Investitionszuschüsse, d.h. Gelder werden überwiesen
  • KfW: Tilgungszuschüsse, d.h. Gelder werden in Kombination mit zinsgünstigen Krediten vergeben. Die Kreditrückzahlung verringert sich um den Zuschuss.

Abhängig von der alten Heizung und der neuen Anlage, die diese ersetzt, sind Fördersätze von 20-50 Prozent der Investitionskosten möglich. Hinzu kommt ein möglicher Bonus von 5 Prozent, wenn die Maßnahmen als Teil eines individuellen Sanierungsfahrplanes durchgeführt werden. Auch die Fachplanung und Baubegleitung können gefördert werden.

Alle Infos zum Thema haben wir verständlich und übersichtlich für Sie zusammengefasst: KfW und BAFA Förderung für Heizungen.

Wärmepumpe – nachhaltig Heizen

Wärmepumpen erfreuen sich großer Beliebtheit, besonders in Effizienzhäusern. Es gibt sie in verschiedenen Versionen, die unterschiedliche Wärmequellen nutzen.

Flächenheizung: Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung spendet sanfte und angenehme Wärme, indem sie den Fußboden erhitzt. Sie ist sowohl für Neubauten als auch für Altbauten erhältlich und kann nachträglich installiert werden. Grundsätzlich wird zwischen wasserführenden Fußbodenheizungen und elektrischen Fußbodenheizungen unterschieden. 

Flächenheizung: Wandheizung und Deckenheizung

Wandheizungen und Deckenheizungen sind genau wie Fußbodenheizungen Flächenheizsysteme. Sie benötigen nur geringe Vorlauftemperaturen und sind deshalb für die Verwendung mit erneuerbaren Energien geeignet. Die Heizschlangen werden unter dem Putz angebracht und erwärmen so Flächen wie Wand und Decken. 

Infrarotheizung

Moderne Infrarotheizungen überzeugen durch Optik und Funktion zugleich. Die dünnen Paneele können beispielsweise in Spiegeln "versteckt" sein, sodass kein Heizkörper mehr sichtbar im Raum ist. Zudem spenden Infrarotheizungen angenehme Strahlungswärme. Unbehagliche Konvektionswärme gehört so der Vergangenheit an. 

Solaranlagen und Solarthermie

Mithilfe von Solaranlagen lässt sich die kostenlose Energie der Sonne zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung nutzen. Besonders häufig werden sie als Hybridheizung in Kombination mit einer Gasheizung eingesetzt.

Effizientes Duo: Hybridheizung

Die Hybridheizung wird vor allem in Altbauten immer beliebter. Ihr Vorteil: zwei Heiztechniken ergänzen sich perfekt und schaffen es so rund ums Jahr den Energiebedarf zu decken. Besonders die Kombination aus Brennwertheizung und Solaranlage eignet sich ideal für die Heizungserneuerung im Altbau. 

Dabei muss nämlich nicht komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet werden. Stattdessen werden diese durch Brennwerttechnik effizienter und nur bei Bedarf (z.B. wenn die Sonne nicht scheint oder bei kalten Temperaturen) genutzt. Die Solaranlage dient als umweltfreundliche Unterstützung der Heizung und zur Warmwasserbereitung. 

Brennwertheizung

Die Brennwertheizung nutzt fossile Brennstoffe und wird sowohl in Neu- als auch Altbauten genutzt. Sie ist dabei deutlich effizienter als alte Gas- oder Ölheizungen, da sie zusätzlich die Energie der Abgase nutzt. In der Realität wird sie heutzutage primär als Gasheizung verwendet. Öl spielt als Energieträger eine deutlich untergeordnete Rolle. 

Ölheizung

Die Ölheizung rückt immer weiter in den Hintergrund, da fossile Brennstoffe viel klimaschädliches COausstoßen und zudem nicht unendlich verfügbar sind. Dennoch sind Ölheizungen noch in vielen Gebäuden verbaut und verboten werden sie nach aktuellem Kenntnisstand auch nicht. 

Nichtsdestotrotz entscheiden sich viele Hausbesitzer aus finanziellen Gründen und der Umwelt zuliebe dazu, ihre alte Ölheizung auszutauschen. Wer keine Rundum-Modernisierung inklusive Wärmedämmung, neuer Heizkörper etc. umsetzen möchte, für den kommen Brennwertheizungen in Frage. Diese lassen sich je nach Modell mit Öl oder Gas betreiben und auch mit erneuerbaren Energien kombinieren

Kaminofen

Ein Kaminofen ist wohl die gemütlichste Art der Heizung, denn die Flammen spenden nicht nur Wärme, sondern sorgen auch für ein behagliches Ambiente. Bei den Kaminöfen unterscheidet man generell zwischen Scheitholzöfen und Pelletöfen. Zudem sind auch elektrische Kaminöfen und Ethanol Kamine erhältlich. 

Ein weiterer Vorteil des Kaminofens liegt darin, dass das Heizen mit Holz CO2-neutral ist. Das bedeutet, Holz gibt beim Verbrennen nur so viel CO2 ab, wie es im Laufe seines Lebens aufgenommen hat – genauso viel wie wenn es verrottet. 

Pelletheizung

Pellets werden aus Rest- und Abfallholz hergestellt, bieten dabei aber eine gleichbleibende Qualität, da diese überwacht wird. Dadurch bleiben die Schadstoff- und Feinstaubemissionen klein, was Pellets zu einem sehr umweltfreundlichen Energieträger macht. Grundsätzlich verbrennt Holz CO2-neutral, da es bei der Verbrennung genausoviel CO2 ausstößt wie bei der natürlichen Verrottung. 

Moderne Pelletkessel sind kompakt und lassen sich im Keller oder Technikraum an Stelle des Öltanks aufstellen. Die Lagerung der Pellets ist im Sacksilo oder im Erdtank im Garten möglich. Die Pelletheizung versorgt sich dann selbstständig mit ausreichend Brennmaterial. 

Blockheizkraftwerk

Kann ein Gerät nach dem Prinzip der „Kraft-Wärme-Kopplung“ (KWK) Elektrizität und Wärme liefern, gehört es in die Gruppe der Blockheizkraftwerke, kurz BHKW. Diese Geräte verwerten den eingesetzten Energieträger sehr viel effizienter als das bei getrennter Erzeugung von Strom und Wärme der Fall ist.

In den seit vielen Jahren üblichen BHKW für Gebäude treiben Verbrennungs- oder Stirlingmotoren Generatoren zur Stromerzeugung an, jedoch immer nur dann, wenn Wärme angefordert wird. Sie arbeiten „wärmegeführt“. Je besser nun ein Haus gedämmt ist, desto weniger hat das Kraftwerk zu tun, desto häufiger muss es Zwangspausen einlegen.

Dumm, denn der Strom könnte den mittlerweile teuren Netzstrom im Haushalt ersetzen oder gegen Vergütung ins Netz eingespeist werden. Um längere Laufzeiten und in Summe eine höhere Stromproduktion – und damit eine bessere Wirtschaftlichkeit – zu erreichen, hat man die Geräte verkleinert, hat nach dem Mini-, das Mikro und das Nano-BHKW entwickelt.

Heizkörper

Moderne Heizkörper bieten viele Vorteile gegenüber alten Radiatoren: sie sind leistungsstark, sparsam und optisch ansprechend. Zudem geben sie einen größeren Teil der Wärme als Infrarotstrahlung ab, während alte Radiatoren viel unangenehme Konvektionswärme abgeben.

Zudem sind moderne Heizkörper auf neue Heizungssysteme abgestimmt und können dadurch mit niedrigeren Vorlauftemperaturen bestens umgehen. Der Austausch ist dabei schnell erledigt, da die alten Anschlüsse meist weitergenutzt werden können. Falls nicht, gibt es Adapter. 

Neben Flachheizkörpern und Kompaktheizkörpern gibt es auch formschöne Designheizkörper, die insbesondere, aber nicht ausschließlich im Bad Verwendung finden. Sie dienen meist zugleich als Handtuchwärmer

Heizung erneuern

Wer noch immer mit einem alten Öl- oder Gaskessel heizt, der sollte sich Gedanken über eine Heizungserneuerung machen. Fossile Brennstoffe sind endlich und verknappen Jahr für Jahr. Damit geht eine Preissteigerung einher. Zudem wird der CO2-Ausstoß zukünftig besteuert, um die Klimaziele zu erreichen.

Doch der Staat lässt Hausbesitzer nicht alleine mit der Heizungserneuerung stehen. Der Bund bietet umfangreiche Fördermittel für alle, die sich für eine neue, nachhaltigere Heizung entscheiden. Die Modernisierung sollte dabei unbedingt mit einem Energieberater durchgeführt werden. 

Warmwasser

Die Bereitung von warmem Wasser ist eine wichtige Aufgabe der Heizungsanlage, denn im Haus wird fürs Duschen, Spülen etc. jederzeit Warmwasser benötigt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vier Arten der Warmwasserbereitung

  • zentrale Warmwasserbereitung mit Speicherwasserwärmer
  • zentrale Warmwasserbereitung mit Frischwasserstation im Durchlaufprinzip
  • dezentrale Warmwasserbereitung mit Wasserspeichern und Boilern
  • dezentrale Warmwasserbereitung mit (elektronischen oder hydraulischen) Durchlauferhitzern

Je nach baulichen Begebenheiten und Wasserbedarf eignen sich die Systeme unterschiedlich gut. Auch die Kosten in der Anschaffung sowie dem Betrieb unterscheiden sich stark. Zudem gibt es Möglichkeiten, um die Heizung mittels erneuerbaren Energien zu unterstützen. 

 

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