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Einbruchschutz – am Neubau und zum Nachrüsten

So schützen Sie Ihr Haus und Ihre Familie mit einer Alarmanlage und mechanischen Sicherheitsmaßnahmen vor einem Einbruch.

Es ist der Albtraum eines jeden, der nach Hause zurückkehrt: Haustür oder Fenster sind aufgebrochen und Gegenstände, die einem lieb und teuer waren, entwendet.

Laut der vom Bundeskriminalamt im April 2020 veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche und damit verbundener Diebstähle in Deutschland um 10,62 Prozent gesunken. Konkret bedeutet das einen Rückgang von 97.504 Fällen in 2018 auf 87.145 in 2019. Das sind die niedrigsten Zahlen seit der Zusammenführung der Werte von Ost- und Westdeutschland im Jahr 1992.

Um sich, seine Familie und seine Besitztümer zu schützen, ist ein effizienter Einbruchschutz nötig. Sowohl Neubauten als auch Eigentums- und Mietwohnungen können schnell und einfach mit effizientem Einbruchschutz nachgerüstet werden.

Unser Zuhause ist schützenswert und dass wir dieser Tatsache auch immer häufiger Beachtung schenken, zeigt die Zahl der Wohnungseinbrüche, die laut der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2018 seit der deutschen Einheit erstmals unter die Marke von 100.000 gefallen ist.

Dieser deutliche, seit 2015 anhaltende Abwärtstrend ist neben einer mechanischen Sicherung des Hauses auch dem immer besser werdenden elektronischen Schutz zu verdanken, zu dem beispielsweise die an einen Bewegungsmelder angeschlossene Außenbeleuchtung, Gegensprechanlagen – eventuell mit Videoüberwachung –, sowie Gefahrenwarnanlagen (GWA) gehören. Auch eine Smart Home Alarmanlage ist eine Option.

Ein guter Einbruchschutz besteht aus mehreren Komponenten: 

  • Mechanische Sicherung
  • Bewegungsmelder
  • Alarmanlage
  • Überwachungskamera

Als mechanische Sicherung bezeichnet man Sicherheitsvorkehrungen an Fenstern, Türen, Lichtschächten und Co. Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Produkte, von Gittern, über abschließbare Fenster bis hin zu Sicherheitsbeschlägen.

Ziel ist es, den Einstieg ins Haus zu erschweren bzw. zu verhindern. Detaillierte Informationen zum Thema finden Sie in unserem Beitrag zur Tür- und Fenstersicherung.

Bewegungsmelder hingegen dienen eher der Abschreckung. Sobald der Einbrecher sich dem Haus nähert, schaltet sich die Beleuchtung automatisch ein und nimmt den Schutz der Dunkelheit. Im Fall der Fälle kann das auch Nachbarn auf das Geschehen aufmerksam machen. 

Moderne Alarmanlagen bieten zusätzlichen Schutz. Ob fest installiert im Neubau oder zum Nachrüsten spielt dabei keine Rolle. Dank moderner Funktechnologie, wie sie in den meisten Smart Home Systemen genutzt wird, kommunizieren Fenster- und Türsensoren sowie Kameras zuverlässig und schnell mit der Zentrale und dem Smartphone des Besitzers. 

Überwachungskameras – egal ob außen oder innen montiert – liefern so Echtzeitbilder. Falls die Kameras selbst nicht bereits Abschreckung genug sind, dienen die Aufnahmen im Nachhinein zum Aufspüren des Täters.

KfW Förderung zum Einbruchschutz

Im Rahmen des KfW-Förderprogramms 455-E können verschiedene Maßnahmen, die dem Einbruchschutz dienen, bezuschusst werden. Die maximale Zuschusshöhe liegt bei 1.600€. Sowohl Eigentümer als auch Mieter können sich für die Förderung qualifizieren. 

Förderfähige Maßnahmen sind:

  • der Einbau von einbruch­hemmenden Haus-, Wohnungs- und Neben­eingangs­türen sowie Garagen­toren und -zugängen
     
  • die Nachrüstung von Haus-, Wohnungs- und Neben­eingangs­türen, Fenster und Fenstertüren sowie einbruch­hemmenden Gittern, Klapp- und Rollläden und Lichtschachtabdeckungen
     
  • der Einbau von Einbruch- und Überfall­melde­anlagen (ausgenommen Infraschallanlagen)
     
  • der Einbau von Gefahren­warnanlagen und Smart Home Anwendungen mit Einbruch­meldefunktion

Voraussetzung für die Förderung ist die Installation durch ein Fachunternehmen. Teilweise ist auch eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, z.B. altersgerecht Umbauen oder energieeffizient sanieren möglich. 

Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Investitionssumme. Investitionen unter 500€ sind grundsätzlich nicht förderfähig. Auch über 15.000€ werden keine Zuschüsse mehr gewährt. 

Investitionskosten         Zuschusshöhe         
500€ bis 1.000€20%
1.001€ bis 15.000€10%

Eine interaktive Karte mit qualifizierten Sicherheitsunternehmen, die Sie rund um den Einbruchschutz beraten und förderfähige Maßnahmen umsetzen können, finden Sie auf der Website der Initiative für aktiven Einbruchschutz: www.nicht-bei-mir.de.

Einbruchschutz an Fenstern und Türen

Der erste wesentliche Baustein beim Einbruchschutz ist die mechanische Grundsicherung. Diese wird gewährleistet durch moderne Sicherheitstüren, die mindestens die Widerstandsklassen RC 2 (Resistance Class 2) oder RC 3 aufweisen.

Was ist der Unterschied zwischen RC 2 und RC 3?

  • Bei der Widerstandsklasse RC 2 muss die Tür einem Einbrecher, der mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile zugange ist, mindestens drei Minuten standhalten.
  • Türen der Widerstandsklasse RC 3 bietet einem zusätzlich mit Kuhfuß und zweitem Schraubendreher ausgerüsteten Täter mindestens fünf Minuten Paroli.

Der Einbruchschutz an Terrassentüren besteht aus einem massiven Schubriegel oder einem Querriegelschloss und schützt deutlich mehr vor Einbrechern. Bei den Fenstern haben sich abschließbare Griffe und außen liegende Rollläden bzw. Gitter als zuverlässiger Schutz gegen Einbruch bewährt. Und Kellerschächte sollten am besten mit einer festen Abdeckung gesichert sein.

Alarmanlage für besten Einbruchschutz

Eine Alarmanlage ist eine sinnvolle Ergänzung zur mechanischen Fenster- und Türsicherung. Der Markt bietet je nach Anwendungsgebiet und Einbausituation verschiedene Systeme.

Als Alarmanlage im Neubau eignen sich beispielsweise Draht- oder Hybridsysteme, während eine Funkalarmanlage eine praktische Lösung zur Nachrüstung sein kann. 

Um neben Sensoren und Überwachungskameras auch weitere Hausgeräte, wie Lichter, Musikanlage und Raffstores einzubauen, eignet sich eine moderne Smart Home Alarmanlage

Tipp: aktuelle Informationen zu Alarmanlagen

Alle Infos rund um Alarmanlagen, den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Systeme sowie eindrucksvolle Video-Beispiele und Informationen zu den Kosten für eine Alarmanlage finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Alarmanlage sowie regelmäßig in unseren Zeitschriften

Einfache Einbruchschutzmaßnahmen

Schöne Erlebnisse möchte man teilen, doch soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram entwickeln sich zu beliebten Werkzeugen für Diebe und Einbrecher. Informationen über Urlaubsfahrten oder teure Einkäufe dienen den Kriminellen als Grundlage bei der Suche nach lohnenden Zielen.

Überhaupt können Sie als Bewohner sich selbst schützen: Wer darauf achtet, dass Fenster, Balkon- oder Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit nicht gekippt oder gar offen sind, dass Rollläden während eines Urlaubes nicht permanent heruntergelassen sind – womit sie längere Abwesenheit signalisieren – und dass draußen keine Aufstieghilfen (Leitern, Mauern u.ä.) den Weg in den ersten Stock erleichtern, lebt schon mal sicherer.

Am besten bittet man Freunde oder Familie darum, den Briefkasten zu leeren und die Position der Rollläden zu verändern. Falls niemand in der Nähe ist, um diese Aufgaben zu übernehmen, können Sie sich auch von Smart Home Systemen helfen lassen.

Auch bei der Bepflanzung des Grundstücks kann schon Vorsorge getroffen werden: Weder vorne noch an der Rückseite sollte das Haus so „zugepflanzt“ werden, dass nicht nur Sie, sondern leider auch Einbrecher sich völlig ungestört fühlen.

Wer leichtfertig mit der Sicherung seines Hauses umgeht, riskiert Abzüge bei der Erstattung durch die Hausratversicherung!

Wenn Sie ganz beruhigt in den Urlaub fahren möchten, lassen Sie Ihr Haus vorab von einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle kostenlos prüfen.

Tipp: Einbruchschutz Checkliste vor dem Urlaub

Für einen umfassenden Einbruchschutz sollten Hausbesitzer vor der Abreise checken:

  • Sind alle möglichen Einstiegshilfen wie Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern im Schuppen oder Keller verstaut?
  • Sind alle Fenster richtig verschlossen? Das gilt auch wenn Sie nur kurz das Haus verlassen.
  • Sind die Türen verriegelt, nicht nur ins Schloss gezogen?
  • Ist die Alarmanlage aktiviert?

Auf keinen Fall darf ein Schlüssel in einem Versteck außerhalb des Hauses hinterlegt sein.

Nebelsystem gegen Einbrecher

Einbrecher agieren immer schnell: Ein Blitzeinbruch dauert im Durchschnitt nur wenige Minuten. Allerdings gibt es wirkungsvolle Gegenmaßnahmen, um persönliche Wertgegenstände vor Diebstahl zu schützen.

Das Nebelsystem „White Safe“ hüllt den Raum binnen Sekunden in einen dichten und undurchdringlichen Nebel, der jedem Einbrecher die Sicht versperrt und für völlige Orientierungslosigkeit sorgt. Der Einbrecher kann seine Tat nicht durchführen. Der trockene Nebel löst sich innerhalb von 30-40 Minuten vollkommen auf und hinterlässt weder Geruch noch Schmutz oder sonstige Rückstände.

So schnell ist der Nebel:

Das Nebelsystem lässt sich zum einen mit jeder Einbruchmeldeanlage, und zum anderen mit Sensoren, wie Bewegungs- oder Glasbruchmelder verbinden, die beim Auslösen jeweils die Vernebelung starten. Vorteil einer Einbruchmeldeanlage ist es, dass sie im Falle eines Einbruchs sofort und automatisch Hilfe ruft, beispielsweise durch die Meldung bei einem Wachdienst.

Selbst wenn die Tür offen ist oder die Fensterscheibe eingeschlagen wurde, ist das System absolut wirksam, denn der Nebel dehnt sich bei der Zufuhr von Frischluft nur noch mehr aus und verwirbelt. In vielen Geschäften, Lagerhallen und Büros hat sich das System bereits auf nationaler und internationaler Ebene bewährt. 

Tipps zum Einbruchschutz zusammengefasst

  • keinen Zweitschlüssel unter Blumentöpfen oder Fußabtretern
  • Briefkasten regelmäßig leeren
  • Einstiegshilfen, wie Leitern oder Mülltonnen sicher verschließen
  • Fenster und Türen sicher verschließen
  • keine Urlaubsgrüße auf dem Anrufbeantworter oder Social Media
  • Bewegungsmelder für automatische Beleuchtung installieren
  • Anwesenheitssimulationen durch Zeitschaltuhren oder Smart Home Systeme als Abschreckung programmieren
  • moderne Sicherheitstüren verriegeln sich von selbst
  • Smart Home Systeme mit Sensoren, um offene Türen und Fenster festzustellen
  • Sicherheitsbeschläge für Fenster und Balkontüren nachrüsten
  • hohe Widerstandsklassen bei Fenstern und Türen wählen
  • Alarmanlage einbauen (Drahtalarmanlage für Neubau, Funkalarmanlage zur Nachrüstung)

Alarmanlagen sind flexibler Einbruchschutz

Videotechnik, Alarmanlagen und Smart Home – neben der abschreckenden Wirkung geht es vor allem um die Meldung eines Einbruchsversuchs sowie eine Fernüberwachungsfunktion. Aber eine Alarmanlage allein reicht auch nicht aus. Mechanische Sicherungen bilden die unentbehrliche Basis eines guten Einbruchschutzes – die sich aber mit Alarmanlagen und intelligent vernetzter Gebäudetechnik sinnvoll ergänzen lassen. Bei einer Alarmanlage im Smarthome wählen Hausbesitzer in der Regel ein Alarmsystem, bei dem sich die Komponenten via Funk miteinander austauschen. Kontakte an Fenstern und Türen sowie Glasbruchmelder und Bewegungsmelder in den Räumen melden Auffälligkeiten an eine Zentrale im Haus. Wird die Einbruchmeldeanlage scharf gestellt, startet sie bei einem Einbruchversuch ein zuvor festgelegtes Programm. Die Alarmanlage schaltet zum Beispiel eine Sirene an der Fassade ein und kann gleichzeitig via Smartphone den Hausbesitzer, dessen Nachbarn oder Freunde oder einen beauftragten Sicherheitsdienst alarmieren. Häufig ist solches System mit Rauchmeldern kombiniert, die im Brandfall auf Rauchentwicklung reagieren und Alarm auslösen. Einen besonders effektiven Schutz bieten neuere Anlagen mit mechatronischen Meldekomponenten. Dann wird nicht nur akustischer oder optischer Alarm aufgelöst, sondern vor allem den Einbrechern auch auf mechanischem Weg ein Widerstand, wie Verriegelungen, entgegengesetzt.

Eine moderne Alarmanlage lässt sich einfach mit anderen technischen Komponenten im Hauses vernetzen, was die Möglichkeit für viel mehr Szenarien in der Wohnung bietet: Dann wird nicht nur ein Notruf abgesetzt, sondern die komplette Beleuchtung im Haus wird eingeschaltet, die Rollläden werden je nach Programmierung heraufgefahren oder geschlossen. Auslöser für diese Abläufe kann zum Beispiel ein Glasbruchmelder sein, der aktiviert wurde. Solche Abläufe lassen sich auch in Gang setzen, wenn einer der Bewohner den Panikschalter im Schlafzimmer drückt. Solche Alarmsysteme schaffen zusätzliche Sicherheit.

Unbedingt nutzen sollte man die das Prinzip Abschreckung. Einbrecher steigen bevorzugt dort ein, wo keine Probleme zu erwarten sind: in scheinbar unbewohnte Häuser. Durch die Programmierung von Anwesenheitsszenarien kann man in einem Smarthome aus diesem Verhalten positiven Nutzen ziehen.

Sind die Bewohner nicht daheim, übernimmt die Sicherheitstechnik eine Simulation der gewohnten Tagesabläufe: Sie fährt morgens die Rollläden hoch und bei Dämmerung herunter. Abends schaltet sie den Fernseher ein und die dazu passende Beleuchtung. Später geht das Licht in Schlafzimmer und Bad an und nach kurzer Zeit wieder aus – ganz so, als ob Sie zu Hause wären. Auch aus der Ferne lässt sich das Haus kontrollieren: Sind Außenkameras mit Bewegungsmeldern rund ums Haus und/oder in den Innenräumen installiert, sind die Bewohner via Smartphone jederzeit informiert, was sich gerade im Haus abspielt.

Auch Video-Sprechanlagen sorgen für mehr Sicherheit. Häufig testen Langfinger durch Klingeln an der Haustür, ob jemand zuhause ist. Ist eine videoüberwachte Türsprechanlage installiert, sehen und hören die Bewohner vor dem Öffnen der Tür, wer Einlass begehrt. Manche Geräte zeichnen das Videosignal auch auf. So kann man im Nachhinein kontrollieren, wer vor der Haustür gestanden hat. Wer die Türstation in seine vernetzte Haussteuerung integriert, kann auch von unterwegs aus reagieren: Klingelt es an der Tür, wird der Ton auf das Mobiltelefon übertragen und Sie können mit dem Besucher sprechen und ihm gegebenenfalls sogar aus der Ferne das elektronische Türschloss öffnen.

Ein elektronisches Schließsystem macht auch die Haustür vernetzungsfähig. Statt Schlüssel benötigt man nur noch einen Zahlencode, einen Transponder-Chip oder den Zeigefinger. Die biometrische Identifikation schließt laut Herstellerangaben Probleme wie Verlieren, Vergessen oder Missbrauch aus. Geht ein Transponder verloren, genügt die Löschung des Codes aus dem Leser. Praktisch: Auch zeitabhängige Zugangsberechtigungen sind leicht zu realisieren, zum Beispiel für Hauspersonal oder Pflegekräfte. Je mehr technische Komponenten in das häusliche Netzwerk eingebunden werden, desto größer der Gewinn an Komfort und Sicherheit.

Alle Beiträge rund um das Thema Einbruchschutz und Alarmanlagen finden Sie hier:

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