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Haustüren – Sicherheit, Design und moderne Technik

Innen wohnlich, außen designstark und dazwischen sichere Technik: Die moderne Haustür zeigt sich rundherum von ihrer besten Seite.

Die Haustür prägt die Optik des Hauseingangs.Sie kann ein extravagantes Statement setzen – oder sich unauffällig in die Fassade des Hauses einfügen.

Moderne Türen sind in der Regel aus Holz, Aluminium oder Kunststoff gefertigt, verfügen über eine wesentlich bessere Wärmedämmung und Schalldämmung als alte und sind vielfältig in Form und Farbe.

Ihr Stil, der romantisch, minimalistisch, klassisch oder modern sein kann, sollte zum Stil des Hauses passen. Lichtausschnitte in geometrischen Formen, eventuell kombiniert mit zusätzlichen raumhohen Verglasungen oder großen Fenstern in der Außenwand, schaffen in vielen Eingangsbereichen eine helle, freundliche Atmosphäre.

Doch Eingangstüren sind nicht nur eine Art Visitenkarte des Eigenheims. Sie müssen auch einiges aushalten und verschiedene technische Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Wärmedämmung
  • Schallschutz
  • Sicherheit

Bei der Wahl des Materials für die Haustür sollten neben äußerlichen Gesichtspunkten auch Wärme- und Schallschutz, Witterungsbeständigkeit und Stabilität eine Rolle spielen.

  • Haustüren aus Kunststoff erreichen sehr gute Dämmwerte, aber nur mäßigen Schallschutz bei hoher Stabilität, geringem Pflegeaufwand und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Mit natürlichem Charme, hohem Schallschutz, ausgezeichnetem Wärmeschutz sowie einem robusten Äußeren punkten Echtholztüren, die jedoch regelmäßig gestrichen und eingeölt werden müssen.
  • Als äußerst robust, aber auch hochpreisig, erweisen sich Haustüren aus Aluminium. Sie sind wetterfest, einbruchhemmend, benötigen wenig Pflege und gewährleisten – bei entsprechender Füllung – einen guten Wärme- und Schallschutz.

Durch dünne oder wärmeleitende Materialien, fehlende Füllungen oder eingebaute Briefschlitze wird über eine Haustür Wärme nach außen geleitet. Gut gedämmte Haustüren sorgen dafür, dass wertvolle Heizenergie im Hausinneren bleibt. Wichtig bei der Auswahl ist der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz UD-Wert. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser die Wärmedämmung.

Moderne Haustüren sorgen für Sicherheit

Selbstverständlich muss eine Eingangstür die Bewohner und ihr Hab und Gut schützen. Neben Terrassentüren und Fenstern sind Haustüren nach wie vor ein beliebter Einstiegsweg für Einbrecher. Doch auch das Design sollte ansprechend sein und die Massivität nicht sofort ins Auge fallen. Neben einem smarten Sicherheitssystem zur Kontrolle der Besucher ist eine mechanische Verriegelung unentbehrlich. 

Bei den Verriegelungtechniken wird zwischen Einfachverriegelung und Mehrfachverriegelung unterschieden, wobei die Mehrfachverriegelung die sicherere Variante ist, denn dort greift die Verriegelung an mehreren Stellen innerhalb der Haustüre.

Ein geprüftes Sicherheitsschließblech mit Mauerverankerung sowie ein passgenauer Türzylinder mit Sicherungskarte gehören zum Basisschutz. Darüber hinaus empfiehlt sich etwa der Einbau von zusätzlichen Türschlössern. Bei mechanischen Mehrfachverriegelungen verriegelt sich die Haustür bei Zuziehen automatisch. Und wer mit einem Panzerriegelschloss gleich beide Seiten der Tür sichert, signalisiert schon von außen eine massive Sicherheitstechnik.

Zusätzlich spielt das in der Haustür eingebaute Schloss und das entsprechende Schließblech eine wichtige Rolle. Die meisten heute verwendeten Einsteckschlösser basieren auf einem Stiftprinzip: verschiedene Stiftabfolgen blockieren den Schließzylinder. Nur bei einer (mit dem Schlüssel herzustellenden) bestimmten Stiftabfolge öffnet sich der Mechanismus.

Machen sich Einbrecher am Eingang zu schaffen, muss die Tür in der Regel bis zu fünf Minuten überstehen, bis der Einbruchversuch aufgegeben wird. Dabei dürfen Tritte, Hämmer, Brecheisen und Schraubenzieher der Eingangstür nichts anhaben. Dementsprechend ist es wichtig, dass eine neue Haustür eine sichere Grundausstattung aufweist: Mehrfachverriegelung, Sicherheitsbeschlag und ein aufbohrsicherer Schließzylinder sollten auf jeden Fall zum Standard gehören.

Ebenfalls wirkungsvoll ist ein mechanisch selbstverriegelndes Mehrriegelschloss. Die Tür wird nach dem Zuziehen durch mindestens zwei Fallenriegel automatisch verschlossen und dadurch gegen Einbruchsversuche gesichert. Die Türzarge muss sicher in der Wand befestigt sein, sonst bringt die beste Verriegelung nichts.  Ein Absperren per Schlüssel ist dementsprechend nicht mehr nötig und bringt einen Vorteil bei der Versicherung, da diese bei nicht geschlossener Haustür im Falle eines Einbruchs nicht zahlt. 

Tipp: Widerstandsklassen von Haustüren

Haustüren werden in unterschiedliche Widerstandsklassen (Resistance Class) eingeordnet:

RC 1 N: Bauteile weisen einen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt auf (Treten,
Springen, Hochschieben). Hebelwerkzeuge können allerdings effektiv gegen die Tür eingesetzt werden.
RC 2: Die Tür muss mindestens drei Minuten gegen Einbruchversuche standhalten. Werkzeuge wie Schrauben­dreher und Zange können abgehalten werden.
RC 3: Muss bis zu fünf Minuten Schutz bieten. Mehrere Werkzeuge müssen dabei aufgehalten werden.
RC 4: Hält bis zu zehn Minuten stand und ist gesichert gegen Schlagaxt, Stemmeisen und Hammer.
RC 5: Hier muss die Tür 15 Minuten die Angriffe mit Bohrmaschine oder Stichsäge überleben.
RC 6: Die höchste Widerstandsklasse bietet bis zu 20 Minuten Schutz und hält Stichsägen und Winkelschleifer ab.

Foto: Hörmann

Ein guter Schutzbeschlag muss eine hohe Schlagfestigkeit aufweisen und im besten Fall mit einem Profizylinder mit integriertem Ziehschutz (Zylinderabdeckung) ausgestattet sein.

Türbänder sollten durch Spezialbefestigungsplatten sicher im Türprofil verankert werden, damit die Bänder nicht einfach rausgebrochen werden können. Eine Aushebelsicherung durch eingebauten Keilfalz bietet zusätzlichen Schutz auf der Bandseite. Sollte in der Tür Glas enthalten sein, muss es sich um Sicherheitsglas handeln.

Generell wird für Haustüren ein Sicherheitsstandard der Widerstandsklassen RC 2 oder RC 3 empfohlen. Je höher die angegebene Klasse, desto mehr Zeit und Aufwand benötigen Einbrecher, um sich Zugang zum Haus zu verschaffen. 

Das Polizei-Netzwerk „Zuhause sicher“ empfiehlt für alle Türen, durch die man ins Haus gelangen kann, Widerstandsklasse RC 2. Kaum ein Krimineller riskiert, so lange an Ort und Stelle zu verweilen. Eine gute Beleuchtung, Videokameras (Vorsicht, wirklich nur den privaten Bereich überwachen!) und evtl. eine Alarmanlage können den Abwehreffekt der Haustür effektiv unterstützen.

Ergänzend gibt es Sensoren, die einen Glasbruch oder die Öffnung der Haustür melden. Auch eine motorische Mehrfachverriegelung erschwert einen Einbruch. Beliebt ist zudem eine Magnetverschlussüberwachung, die Alarm meldet, sobald die Haustür geöffnet werden. Diese Sicherheitsvorkehrung ist fast unsichtbar in den Rahmen eingebettet. 

Überhaupt müssen die vielen Funktionen der Haustüren keine optischen Einbußen mit sich bringen. Neuartige, teilweise farbige Designs, die sich dem Stil des jeweiligen Hauses anpassen, versprechen optische Raffinesse bei gleichzeitig funktionaler Ausstattung. Mit Verglasungen, individuell ausgewählten Farben und Beschlägen erhält jede Haustür ihren eigenen Look.

Generell gilt: Einbruchhemmende Türen sind nur sicher, wenn sie nach Anleitung des Herstellers fachgerecht montiert werden. Lassen Sie sich daher nach abgeschlossenem Einbau immer eine Montagebescheinigung aushändigen!

Tipp: Einbruchschutz

Sie möchten ihr Haus vor Einbrechern schützen? Wir haben alle relevanten Informationen zum Einbruchschutz für Sie gesammelt:

Foto: Residium

Stil und Material von Haustüren

Die Entscheidung für ein Material ist weit mehr als eine Stilfrage. Stabilität, Witterungsbeständigkeit, Pflegeaufwand und Preis bestimmen die Wahl. Wichtig ist außerdem der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz UD-Wert. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser die Wärmedämmung.

Die verschiedenen Haustür-Materialien im Vergleich

 VorteileNachteile
Stahl 
  • geringe Dicke
  • gute Sicherheit
  • pflegeleicht, robust, langlebig
  • je nach Füllung guter Wärmeschutz
 
 
  • vergleichsweise schlechte Ökobilanz
 
Aluminium 
  • gute Sicherheit
  • pflegeleicht, robust, langlebig
  • vielfältige Designmöglichkeiten
  • je nach Füllung guter Schall- und Wärmeschutz
 
 
  • hoher Preis
 
Holz 
  • Nachhaltigkeit
  • guter Wärmeschutz
  • guter Schallschutz
  • natürliche Optik
 
 
  • vergleichsweise hoher Pflegeaufwand
 
Kunststoff 
  • günstiger Preis
  • große Farbvielfalt
  • je nach Füllung guter Wärmeschutz
 
 
  • ggf. Verfärbungen durch Sonneneinstrahlung
  • geringer Schallschutz
  • vergleichsweise schlechte Ökobilanz
 

Haustüren aus Alu, Stahl, Holz oder Kunststoff

Aluminiumtüren benötigen wenig Pflege. Sie sind stabil, langlebig, reinigungsfreundlich und korrosions- und witterungsbeständig. Ein Nachstreichen ist auch nach Jahren nicht erforderlich. Dabei sind sie in zahlreichen Farben erhältlich. 

Im Laufe der Zeit können starke Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit zu Schwierigkeiten beim Öffnen und Schließen von Haustüren führen. Verbundsysteme jedoch sorgen ganzjährig für eine reibungslose Bedienung. Die hohe Stabilität von Aluminium sorgt zudem für höchsten Einbruchschutz bis Widerstandsklasse RC 3. Allerdings sind die Wärmedämmwerte von Aluminiumhaustüren je nach Füllung unterschiedlich gut, reichen jedoch bis zum Passivhausstandard.

Eine Kombination mit Holz bietet sich insbesondere hinsichtlich einer behaglichen Optik an. Wem Nachhaltigkeit am Herzen liegt, für den könnten Aluminiumhaustüren aus recyceltem Aluminium die richtige Wahl sein.

Haustüren aus Stahl besitzen eine massive Widerstandskraft gegen gewaltsame Einbruchsversuche und tosende Unwetter. Ein Vorteil dieser hohen Stabilität ist, dass die Stahltür tatsächlich dünner gebaut werden kann als andere Modelle. Haustüren der im Privathaus üblichen Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 sind also keineswegs die schweren Kolosse, die man mit Stahltüren assoziiert.

Verzinkt und pulverbeschichtet, kommen auch keine Probleme mit Rost auf. Ihr günstiger Preis macht sie zusätzlich attraktiv. Leider ist aus ökologischer Sicht der Herstellungsprozess sehr aufwendig und rohstoffintensiv.

Etwas mehr Pflegeaufwand muss man bei Holzhaustüren in Kauf nehmen, da sie empfindlicher auf Feuchtigkeit und Temperaturunterschiede reagieren. Dafür punkten sie mit einem sehr hohen Dämmschutz und Nachhaltigkeit und haben einen besonders wohnlichen Charakter, mit dem sie sich schön in ländlichere Umgebungen integrieren.

Hochwertige Nadel- und Laubhölzer wirken als Haustür besonders elegant. Wichtig ist dabei ein Schutzanstrich, damit Wetter der Eingangstür nichts anhaben kann. Gern gewählt wird auch die designstarke Kombination aus Aluminium und Holz.

Vor allem ihr günstiger Preis macht Kunststoff Haustüren attraktiv. Sie sind ebenfalls witterungsbeständig und pflegeleicht. Kunststofftüren sind zudem in der Farbgestaltung sehr flexibel. Ein Risiko ist aber die Verfärbung durch langanhaltende, starke Sonneneinwirkung, etwa bei Südlage. 

Stabilität bringen Stahl- oder Aluminiumverstärkungen im Rahmen. Mit einem umgebenden Stahlkern ist die Kunststoff-Haustür eine optimale Sicherheitslösung. Außerdem sorgt dieser Stahlkern für Stabilität, damit die Tür nicht nur schützend wirkt, sondern auch dauerhaft den Eingang bereichert. 

Für optimalen Wärmeschutz sind moderne Kunststoffhaustüren mit Mehrkammerprofilen ausgestattet. Das sind diverse, thermisch voneinander getrennte Schichten im Türinneren, die häufig aus Stahl sowie Verbundstoffen aus Glasfaser oder auch aus Polyurethanschäumen bestehen. Allerdings ist der Schallschutz eher gering. 

Haustür modernisieren oder erneuern

Durch die Haustür zieht es, die Post im Briefkasten wird bei jedem Regenguss nass und wenn es klingelt, muss man erst einmal die Tür öffnen, um zu erfahren, wer draußen steht – es gibt viele gute Gründe, um über eine Modernisierung des Eingangsbereichs nachzudenken.

Auch wenn vielfach ein ansprechendes Äußeres im Vordergrund steht, dürfen Aspekte wie Energiesparen, Komfort und Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Gerade Letzteres erhält immer mehr Bedeutung.

Der Einbruchschutz lässt sich an vielen Haustüren auch nachträglich effektiv nachrüsten. Sicherheitsexperten unterscheiden zwischen einem Basisschutz und einem mechanischen Grundschutz. Häufig ist bereits der Basisschutz nicht vorhanden, d.h., die Haustür verfügt weder über ein geprüftes Sicherheitsschließblech (mit Mauerverankerung), noch über einen passgenauen Türzylinder mit Sicherungskarte sowie Not- und Gefahrenfunktion bzw. über einen von innen verschraubten Sicherheits-Schutzbeschlag.

Hausbesitzer fahren am besten mit zertifizierten und anerkannten Nachrüstsicherungen (z.B. DIN oder VdS). Die Polizei empfiehlt den Einbau von zusätzlichen Türschlössern. Doch alle Maßnahmen sind nur dann sinnvoll, wenn die Tür selbst ausreichend stabil ist. Alte Türen, die beispielsweise mit Pappwaben ausgefüllt sind, eignen sich nicht, dann wird ein Austausch der Tür gegen ein Modell mit höherer Widerstandsklasse notwendig.

Vor dem Kauf von Zusatzsicherungen sollte sich jeder nach seinen persönlichen Sicherheits- und Funktionsansprüchen fragen. Es gibt Produkte in verschiedenen Sicherheitsklassen und mit Zusatzmerkmalen wie der Funktion des Sperrbügels. Er ermöglicht es, die Tür einen Spalt weit zu öffnen, um mit einer Person vor der Tür zu sprechen. Als weiteres Komfortmerkmal kann für das Panzerriegelschloss als auch für das Türzusatzschloss ein gleichschließender Türzylinder geordert werden.

So wird nur ein Schlüssel zur Nutzung des Haustürschlosses sowie des Zusatzschlosses benötigt. Besonderen Komfort bietet der elektronische Antrieb des Schlosses. In diesem Fall genügt der Druck auf eine Funkfernbedienung. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Montage durch einen Fachbetrieb vornehmen zu lassen. Jede Polizeidienststelle hält eine sogenannte Errichterliste mit geeigneten Betrieben bereit.

Reportage: Haustür austauschen

Die alte Haustür der Hausbesitzerin Barbara Biermann aus Weilheim war in die Jahre gekommen. Die Sicherheit und die Wärmedämmung waren nach heutigen Standards nicht mehr ausreichend. So entschied sie sich für den Austausch der alten Holzhaustür

Das neue Modell besteht aus Aluminium. Die Haustür erreich sehr gute Dämmwerte und bietet serienmäßig mit der Widerstandsklasse RC3 einen hohen Einbruchschutz. Zudem wertet sie den Eingangsbereich auch optisch auf.  

Vor dem Haustürtausch wirkte der Eingangsbereich dunkel und wenig einladend. Hinzu kommen die Mängel der alten Haustür in Punkto Sicherheit und Wärmedämmung. Höchste Zeit also die Haustür auszutauschen. 

Frau Biermann entschied sich den Haustürtausch von einem regionalen Hörmann Fachpartner durchführen zu lassen. Foto: Hörmann

Der Profi entfernt das alte Türblatt sowie das Glas aus dem Holzrahmen. Anschließend baut er den Holzrahmen aus, um Platz für die neue Haustür zu schaffen. Foto: Hörmann

Um sicherzustellen, dass der Rahmen später dicht mit dem Mauerwerk abschließt, klebt der Profi ein komprimiertes Dichtungsband rundherum auf die Rückseite des Rahmens. Dieses quillt später auf. Foto: Hörmann

Um zu prüfen, ob alles funktioniert wird das Türblatt probeweise eingehängt. Wenn alles richtig eingestellt ist, kann der Rahmen verschraubt werden. Foto: Hörmann

Nun kann das dreifach verglaste Seitenteil eingesetzt werden. Besonders wichtig ist die Abdichtung zwischen Rahmen und Mauerwerk mit geeigneten Profilen und Dichtstoffen. Foto: Hörmann

Innerhalb nur eines Arbeitstages konnte der Fachmann die alte Haustür austauschen. Das neue Modell aus Aluminium wirkt einladend und modern. Zudem bringt die neue Haustür dank des großen Glaselements mehr Tageslicht ins Innere. Foto: Hörmann

Vordach

Gerade während der kalten Jahreszeit ist ein Vordach von Vorteil. Denn was wäre ein Hauseingang ohne Wetterschutz. So kann man den Hausschlüssel oder das Handy in den Tiefen der Tasche im Trockenen suchen. Eine leichte, von der Fassade abfallende Neigung, eine Leiste am Wandabschluss, Regenrinne und Wasserspeier helfen dabei, Regenwasser und Feuchte vom Gebäude wegzuleiten. Beliebte Materialien für das Vordach sind Aluminium oder Edelstahl, aber auch Acrylglas und Kunststoff.

Darüber hinaus trägt ein Vordach auch zu einem hübschen Erscheinungsbild der Eingangstür sowie der Fassade bei. Denn Vordächer halten nicht nur Wind und Regen ab, sie geben darüber hinaus als Gestaltungselement viel her – und mögen sie noch so klein sein.

Im Design sollte das Vordach passend zur Haustür gewählt werden, qualitativ hochwertig und langlebig sein und nicht so oft gewartet werden müssen. Ein leichtes Vordach ist natürlich einfacher zu montieren. Viele Hersteller bieten ihre Produkte als Bausatz an. Wichtig: Die Beschaffenheit der Außenwand muss den Herstellerangaben entsprechen.

Schon der Austausch eines vergilbten Plexiglasdaches durch transparentes Glas, gehalten von eine farbig lackierten Kunstoff- oder Metallrahmen oder in Edelstahl gefasst, verleiht einem Eingang noble Modernität. Das passt nicht zu jedem Haus, aber Ausführungen aus Holz mit Ziegeleindeckung können ebenfalls frisch und jung wirken, wenn ein entsprechender Anstrich gewählt wird oder weitere Extras einen Hingucker daraus machen.

Ein zum Vorbau erweitertes Vordach, das den Vorplatz als solchen gegen den öffentlichen Raum abgrenzt, sorgt für eine besondere Note. Dabei können die vorhandenen Stützpfeiler raumbildend wirken und weitere Zeichen baulicher Art gesetzt werden, beispielsweise ein Podest oder eine Art Brüstungsgeländer. Das wiederum wird durch stilvolle Bepflanzung oder Dekoelemente noch unterstrichen und erhält einen unverwechselbaren persönlichen Touch.

Zugangskontrolle: Schlüssel war gestern

Und wie sieht die Eingangstür der Zukunft aus? Interaktive und bespielbare sowie selbstöffnende Türen sind längst keine Science Fiction mehr. Mit Smart Home Technologien können moderne Haustüren mit einem Handsender oder einer App entriegelt werden. Noch komfortabler wird es mit einem Haustürantrieb. Dieser öffnet und schließt die Haustür automatisch.

Darüber hinaus können Zutrittsberechtigungen für bestimmte Zeiten erteilt werden, beispielsweise für Haushaltshilfe, Pflegedienst oder Feriengäste. Clever ist dafür eine Zutrittskontrolle über ein Codeschloss, in das eine bestimmte PIN eingegeben werden muss, oder über ein Fingerprint-System. Bei Letzterem hat genau der gewünschte Personenkreis Zugang zu Ihrer Immobilie, dessen Fingerprints hochauflösend gescannt und für einen berechtigten Zutritt freigegeben wurden.

Ebenfalls bewährt haben sich Smart-Touch-Systeme mit Transponder, die nach Erkennen der Zugangsberechtigung die Tür automatisch entriegeln. Eine besondere Form der Türentriegelung ist die Technik „LightAccess“, wodurch die Tür entriegelt wird, sobald das Handy an den Zugangscontroller gehalten wird. Dabei können auch Gastzugänge oder dauerhafte Zugänge an Familie oder Freunde geschickt werden. Über ein Web-Interface können die benötigten Codes per E-Mail, SMS oder Messenger-Nachricht verschickt werden.

Um zu entscheiden, wer das Haus betreten darf und wer nicht, ist eine Türkommunikation und Zutrittskontrolle durch Audio und Video ebenfalls eine wichtige Komponente. Gegensprechanlage und Videokamera erhöhen die Sicherheit, wenn man – im Fall der smarten Vernetzung sogar bei eigener Abwesenheit – kontrollieren möchte, wem man die Tür öffnet. Eine Weiterleitung der Daten an das Smartphone kann dabei sinnvoll sein. 

Klingel, Hausnummer und Briefkasten

Beim Hausbau oder der Renovierung müssen sich Bauherren auch Gedanken über die Sicherheitstechnik machen. Klingel samt Gegensprechanlage sollten schon vor der Haustür, wenn möglich vor der Gartenbegrenzung angebracht werden. Das erhöht die Sicherheit, da räumliche Distanz geschaffen wird.

Fremde können den Bewohnern von vornherein nicht zu nahe treten. Mauerscheiben vor dem Gebäude oder Steinsäulen, in denen die Technik Platz findet, koppeln Innen und Außen stärker ab als eine Klingel an der Haustür. Der psychologische Effekt der „Unnahbarkeit“ darf nicht unterschätzt werden. Zusätzliche Sicherheit bietet der Einsatz einer Videokamera.

Bereits beim ersten Klingeln können die Bewohner über den Monitor der Hausstation erkennen, wer vor der Tür steht. Bei entsprechender Anlagenkonfiguration kann der Eingangsbereich auf diese Weise komfortabel vom Wohnzimmersessel aus überschau- und bedienbar sein – einschließlich GesichtskontrolleSprechanlage und Öffner.

Bei Hausnummern geht es um Sicherheit und Ästhetik. Im Notfall müssen Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr Ihr Haus schnell finden können. Aber auch die Arbeit von Post- und Paketzustellern wird einfacher und nicht zuletzt haben Ihre Gäste es leichter, wenn Tag und Nacht die Hausnummer gut sichtbar ist.

Darüber hinaus kann eine edle oder gar außergewöhnliche Gestaltung der Hausnummer den Eingangsbereich aufwerten. Ob rustikal, schlicht oder modern, in Edelstahl, Keramik, Glas oder Kunststoff, es gibt zig verschiedene Ausführungen in allen erdenklichen Farben. Wer auf Stil bedacht ist, sucht die Hausnummer passend zu Briefkasten und Haustür aus. Kombinationen aus Hausnummer und Leuchte können ebenfalls eine gute Lösung sein.

Ein weiteres Detail des Hauseingangs ist der Briefkasten. Sie können entweder einen kleinen schlichten an der Fassade anbringen oder eine große freistehende Briefkastenanlage vor dem Haus installieren. Meist werden Briefkästen aus Edelstahl, Stahlblech, verzinktem, pulverbeschichtetem Stahl oder Kunststoff gefertigt. Farbig lackiert in Weiß, Grün, Blau oder Rot werden sie zum Eyecatcher.

Wer ein Landhaus im amerikanischen Stil mit rundum laufender Terrasse baut, setzt einen witzigen Akzent mit einem klassischen U.S.-Mail-Briefkasten. Wer weniger nostalgisch veranlagt ist, kann neben dem Haus eine moderne Packstation einrichten, die mithilfe des Handys geöffnet und verriegelt wird.

Innenansicht und Entrée

Natürlich zählt bei einer Eingangstür nicht nur die Außenwirkung. Schließlich sieht man die Tür im Hausinneren täglich. Während außen häufig glatte Türen gewählt werden, die mit Griffbügeln, Keramik-Oberflächen, Metallapplikationen oder edlen Hölzern aufgewertet werden, ist im Innenbereich oft Natürlichkeit gefragt. Handgeölte Hölzer wirken behaglicher als etwa weiße oder anthrazitfarbige Oberflächen.

Nicht minder wichtig, da bei einem offenen Wohnkonzept stets im Blick, ist die Gestaltung des Eingangsbereichs im Innern. Haben Sie sich für eine farbige Eingangstür entschieden, so sollte der Farbton auch im näheren Umfeld wieder aufgegriffen werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.

Außerdem bietet es sich an, einen Garderobenschrank einzubauen, in dem saisonal nicht genutzte Jacken und Schuhe verschwinden können. An der offenen Garderobe griffbereit sollte für jeden ein Mantel oder eine Jacke hängen. Und wer es beim An- und Auskleiden komfortabel haben möchte, kann sich noch eine Sitzbank ins Entrée stellen.

Haustür Inspiration

Noch mehr Infos zu Haustüren gibt's hier:

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