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Profitieren Sie von Förderungen bei Ihrer Haussanierung

Noch mehr Förderung: Renovierer dürfen sich über mehr finanzielle Unterstützung freuen – sei es in Form von Fördergeldern oder als Steuererleichterungen.

Fördermittel für Sanierung

Es gibt zwei Förderschwerpunkte, bei denen die Politik Eigentümern bei der Sanierung ihres Hauses unter die Arme greift:

  1. Die energetische Sanierung, um das Haus zukunftsfit zu machen. Das bringt nicht nur die Energiewerte, sondern auch die Finanzierung schneller in den grünen Bereich.
  2. Zweiter Förderschwerpunkt sind der barrierefreie Umbau und der Einbruchschutz.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus: Hauseigentümer werden mit Steuervorteilen und Zuschüssen für energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum belohnt.

Förderung Hausbau

Sie bauen ein Eigenheim? Auch beim Hausbau können Sie von verschiedenen Förderprogrammen profitieren. Erfahren Sie mehr über die KfW Förderung von Effizienzhäusern.

Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG – diesen Namen bzw. diese drei Buchstaben müssen alle Bauherren und Renovierer sich merken, wenn es um Fördergeld geht!

Die zahlreichen alten Förderprogramme der KfW-Förderbank und der BAFA werden nun in drei übersichtlichen Förderprogrammen zusammengefasst, was eine einfache, weil gebündelte Antragstellung ermöglicht.

  1. Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG WG gilt für Wohngebäude, die neu gebaut und voll saniert werden.
  2. Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG EM gilt für Einzelmaßnahmen bei der Sanierung.
  3. Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG NWG gilt für alle Nichtwohngebäude.

Es gibt entweder einen reinenZuschuss (Antrag über die BAFA) oder eine Kreditvariante mit Tilgungszuschuss (Antrag über die KfW-Förderbank).

  • Ein Kredit mit Tilgungszuschuss empfiehlt sich, wenn Sie eine Finanzierung benötigen.
  • Der reine Zuschuss hingegen eignet sich für Bauherren und Renovierer, die genügend Eigenkapital besitzen und keine Finanzierung benötigen. 

Die BEG EM Zuschussvariante ist bereits seit Anfang Januar 2021 bei der BAFA zu beantragen. Alle anderen können seit dem 1. Juli 2021 beantragt werden. Bis Ende Juni 2021 wurden alle Anträge für effiziente Neubauten von Einfamilienhäusern und anderen Wohngebäuden wie bislang über die KfW-Förderprogramme „Energieeffizient Bauen“ bei der KfW gestellt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die neuen Förderungen seit 2021 – eingeteilt in Neubau und Renovierung. Bei der Renovierung unterscheiden sich Gesamtmaßnahmen und Einzelmaßnahmen. Die Daten über die Förderungen werden laufend aktualisiert.

Generell gilt: Je höher die Effizienz, desto höher der Zuschuss.

Förderung bei Sanierung in Form von Steuerersparnis

Besonders attraktiv ist der Steuerbonus für Einzelmaßnahmen, wie z. B. die Wärmedämmung, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind. Sie können für einen befristeten Zeitraum mit maximal 20 Prozent der Aufwendungen von der Steuer abgesetzt werden, verteilt auf drei Jahre.

Wie hoch ist die steuerliche Förderung für Sanierungen?

Bei Einzelmaßnahmen kann der Hausbesitzer 40.000 Euro über drei Jahre steuerlich geltend machen.

Das sind 20 Prozent von maximal 200.000 Euro Investionssumme pro Wohneinheit. Gefördert werden die Dämmung von Wänden, Decken und Dächern sowie der Austausch von Fenstern und Außentüren und Einbau einer Lüftungsanlage und die Erneuerung bzw. Optimierung einer Heizungsanlage. Für die Durchführung der Maßnahmen gelten technische Mindeststandards. Eine Fachbescheinigung muss vorliegen.

Für die energetische Baubegleitung und Fachplanung sind generell 50 Prozent der Kosten steuerlich abzugsfähig.

Der Abzug erfolgt von der jeweils individuellen Steuerschuld des Hauseigentümers. Sie wird über die jeweilige Einkommenssteuererklärung bei Ihrem Finanzamt geltend gemacht. 

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Förderung für die Sanierung bietet auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, für die Sanierung. 

Die Fördersummen erhöhen sich um weiter 5 Prozent, wenn die Maßnahmen im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans iSFP durchgeführt werden. Beispiel: Wird im Rahmen eines iSFP eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, beträgt die staatliche Förderung nicht 45 Prozent, sondern 50 Prozent der Investitionskosten. Der Hausbesitzer zahlt also nur die Hälfte. 

Wird eine alte Ölheizung durch eine Biomasseanlage ersetzt, kann die Förderung bis zu 55 Prozent betragen, da es noch zusätzlich einen Innovationsbonusn Biomasse geben kann.

Wird ein altes Haus energetisch verbessert und einer der fest definierten KfW Effizienzhaus Standrads erreicht, winken ebenfalls großzügige Fördergelder. Bei Erreichen des KfW Effizienzhaus 40 Standards sind dies satte 45 Prozent. 

Wer mindestens 55 Prozent seines erforderlichen Energiebedrafs mit erneuerbaren Energien abdeckt, kommt in die EE-Klasse. Bei einer Sanierung bedeutet dies eine um weitere 5 Prozentpunkte höhere Fördersumme.

Die KfW erhöht ihre Investitions- und Tilgungszuschüsse auch für Sanierungsmaßnahmen zum Effizienzhausstandard. Mehr Informationen zu den Förderkonditionen finden Sie auch in der IVPU-Broschüre "Förderprogramme für die energetische Sanierung" auf www.daemmt-besser.de.

Steuervorteile oder KfW-Förderung

Der Hausbesitzer muss sich allerdings zwischen Steuervorteilen und KfW-Förderung entscheiden. Eine Kombination beider Fördermaßnahmen ist nicht möglich.

Bevor die Entscheidung für eine finanzielle Unterstützung getroffen wird, sollten drei wichtige Kriterien beachtet werden:

  1. Zunächst gelten für die förderfähige Dämmung von Bauteilen wie Dachflächen, Wände oder Geschossdecken technische Anforderungen, die erfüllt und nachgewiesen werden müssen. Beim Steuerbonus reicht hierfür die Fachunternehmererklärung des ausführenden Handwerkers, bei der KfW ist eine Energieberatung Pflicht. 
  2. Ebenfalls empfiehlt sich für einen effizienten baulichen Wärmeschutz eine Hochleistungsdämmung, wie Sanierungslösungen mit PU-Dämmung. Sie reduzieren den Wärmedurchgang auf ein Minimum und erfüllen die Anforderungen an die Förderung mit schlanken Aufbauten. Das schafft Platz und nach der Sanierung mehr Raum fürs Wohnen. 
  3. Zu beachten ist auch, dass die Steuerermäßigungen im Rahmen der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden können. Ein Antrag vor Beginn der Arbeiten ist nicht erforderlich. Die KfW-Förderung hingegen muss in jedem Fall vor Beginn der Sanierung von einem Energieberater beantragt werden.

KfW Förderung für Renovierer

Kredite und Tilgungszuschüsse im Programm Energieeffizient Sanieren (151)

Förderung für die Sanierung eines Altbaus zum KfW-Effizienzhaus bzw. für den Kauf von saniertem Wohnraum:

max. Kreditbetrag 120.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW   55     48.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW   70     42.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW   85     36.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW 100     33.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW 115     30.000 Euro

max. Tilgungszuschuss* KfW Denkmal   30.000 Euro

*pro Wohneinheit

Seit 1. Januar 2020 werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr gefördert.

Kredite und Tilgungszuschüsse im Programm Energieeffizient Sanieren (152)

Hier geht es um die Förderung energetischer Einzelmaßnahmen, wobei kein KFW-Effizienzhausstandard erreicht wird.

max. Kreditbetrag   50.000 Euro

max. Tilgungszuschuss*   10.000 Euro

*pro Wohneinheit

Seit 2020 wird die Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen nahezu komplett vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) übernommen. Nah- und Fernwärme sowie Optimierungen an der bestehenden Heizungsanlage sind direkte KfW-Förderungen.

Investitionszuschüsse im Programm Energieeffizient Sanieren (430)

Wer keinen Kredit der KfW in Anspruch nehmen möchte, kann auch eine Förderung für die Sanierung eines Altbaus zum KfW-Effizienzhaus oder für Einzelmaßnahmen erhalten:

max. förderfähige Investitionskosten 120.000 Euro 

                        bei Einzelmaßnahmen   50.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW   55   48.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW   70   42.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW   85   36.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW 100   33.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW 115   30.000 Euro

max. Investitionszuschuss* KfW Denkmal   30.000 Euro

*pro Wohneinheit

max. Investitionszuschuss bei Einzelmaßnahmen   10.000 Euro

Seit 1.1.2020 werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr gefördert.

Ergänzungskredit im Programm Energieeffizient Sanieren  (167)

Ergänzend zum BAFA-Zuschuss fördert die KfW neben Solarthermie, Biomasse (Holz, Pellets) und Wärmepumpen nur noch Gasbrennwertheizungen, die mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Ölheizungen, auch in Kombination mit erneuerbaren Energien, werden nicht mehr gefördert.

Voraussetzung für die Nutzung der KfW-Förderung:
Energieeffizienzexperte – Zuschuss Baubegleitung (im Programm 431)

Die KfW übernimmt 50 Prozent der Kosten eines Experten für Energieeffizienz, max. Zuschuss bis 4.000 Euro pro Vorhaben. Zu finden in der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Förderungen BAFA

Wer bei der Heizungsmodernisierung auf erneuerbare Energien setzt, profitiert.

Der Zuschuss fällt je nach Maßnahme unterschiedlich hoch aus:

  • für Hybridheizung aus erneuerbaren Energien bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten
  • für Gasheizung kombiniert mit erneuerbaren Energien, die mind. 25 Prozent der Heizlast abdecken, bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Gasbrennwertheizung  plus erneuerbare Energien bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Solarthermie bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Pellet-/Holzheizung bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Wärmepumpe bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten

Plus: Austauschprämie für alte Ölheizungen 

  • komplett durch erneuerbare Energien ersetzt bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten
  • ersetzt durch Gas und bis zu 40 Prozent der erneuerbare Energien förderfähigen Kosten

Einen Wegweiser für die Heizungsförderung finden Sie auf www.wolf.eu.

Steuerersparnis für energetische Sanierung

Wer nicht auf KfW- oder BAFA-Förderungen zurückgreift, kann einen Steuerabzug für Sanierungen geltend machen.

Seit 2020 sind die Kosten für die Sanierung selbstgenutzten Wohneigentums (älter als zehn Jahre) steuerlich abzugsfähig. Der Energiestandard muss sich verbessern, ein Fachunternehmen mit der Durchführung beauftragt werden.

Über drei Jahre lassen sich insgesamt 20 Prozent der investierten Sanierungskosten sparen und so insgesamt bis max. 40.000 Euro absetzen. Rechnung und Fachunternehmererklärung der Einkommenssteuererklärung beifügen. 

max. Investitionssumme 200.000 Euro:

1. Jahr   7 % der Investionssumme absetzbar

2. Jahr   7 % der Investionssumme absetzbar

3. Jahr   6 % der Investionssumme absetzbar

Das sind die Bedingungen für die steuerliche Förderung von Renovierungen:

  • Das Haus muss älter als zehn Jahre sein, gerechnet vom Beginn seiner Herstellung an.
  • Das Haus muss vom Eigentümer selbst bewohnt sein, nicht vermietet.
  • Es muss sich um energetische Maßnahmen handeln, wie die Wärmedämmung von Fassaden, Wänden, Dächern oder Decken, die Erneuerung der Fenster oder Haustüren, die Erneuerung oder der Einbau einer Lüftungsanlage, die Erneuerung einer Heizung oder die Optimierung einer bestehenden Heizung, der Einbau von smarter Technik zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. 
  • die Förderung gilt für eine oder mehrere solche Maßnahmen. Egal, ob diese gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt werden.
  • Die steuerliche Förderung greift für Renovierungen, die ab dem 01. Januar 2020 begonnen werden. Die Sanierung muss spätestens zum 31. Dezember 2029 beendet sein.
  • Die steuerliche Förderung wird von der Steuerschuld des Hausbesitzers abgezogen. Es mindert seine Einkommensteuerschuld.
  • Die steuerliche Förderung wird nicht bei Eigenleistungen gewährt, sondern nur, wenn die Renovierung von einem Fachbetrieb ausgeführt wurde.

Mehr Geld für Gebäudeenergieberatung

Hausbesitzer, die eine energetische Sanierung planen, erhalten mehr Zuschüsse. Der maximale Zuschuss für ein Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus für eine Energieberatung steigt von 800 Euro auf 1.300 Euro. Die Energieberatung ist ohnehin sinnvoll, weil sichergestellt wird, dass die richtige Maßnahmen und diese vernünftig aufeinanderabgestimmt ergriffen werden. Schließlich will der Hausbesitzer am Ende Geld und Energie sparen. Für eine Vor-Ort-Energieberatung gibt es nun 500 Euro mehr Förderung als Zuschuss. Die Förderung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ausbezahlt. 

Wer Förderungen der KfW Förderbank erhalten möchte, muss zwangsweise eine Energieberatung durchführen. Diese ist Voraussetzung für den Erhalt eines zinsgünstigen Kredits bzw. eines Zuschusses im Rahmen einer Förderung. 

Eigentümer von Gebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten erhalten nun maximal 1.700 Euro Zuschuss zur Gebäudenergieberatung. 

Nicht nur die Energieberatung wird bezuschusst, auch die Baubegleitung. Ein Baubegleiter stellt sicher, dass die Sanierung qualifiziert durchgeführt wird. Hier werden durch die Förderung 50 Prozent der Kosten übernommen, maximal 4.000 Euro zahlt die KfW Förderbank. Wird aber parallel ein KfW Kredit oder Zuschuss nicht komplett ausgenutzt, kann die Förderung auf bis zu 90 Prozent, also 7.200 Euro steigen. Je höher der erzielte Energiestandard nach der Sanierung, desto höher die Förderung.

Attraktiver Klassiker der Förderung

Die höchsten Beträge fließen für Hausbesitzer, die sich für die Komplettsanierung ihrer Immobilie zu einem KfW-Effizienzhaus entschließen. Bei den Förderstufen wird berücksichtigt, dass dieses Niveau im Altbau wesentlich schwerer zu erreichen ist. Einen speziellen Status genießt das KfW-Effizienzhaus Denkmal. Hier sind vor allem die Anforderungen niedriger. 

Renovierer müssen sich im Vorfeld bei der KfW Förderbank vor allem das Programm zur Förderung: Energieeffizient Sanieren – Kredit (Nr. 151) näher anschauen.

Die maximale Kreditsumme, die zur Verfügung steht, wurde zum 24. Januar 2020 auf 120.000 Euro erhöht. Interessant an dem Kredit ist nicht nur der niedrige Zinssatz bei langer Laufzeit, sondern vor allem der Tilgungszuschuss, also ein echtes Geldgeschenk. Dieses hängt vom erreichten Energiestandard nach der Sanierung ab.

Wird der Kreditrahmen voll ausgeschöpft werden folgende Tilgungszuschüsse möglich:

  • KfW-Effizienzhaus 55: bis zu 48.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 70: bis zu 42.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 85: bis zu 36.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 100: bis zu 33.000 Euro je Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 115 und Denkmal: bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit
  • Einzelmaßnahmen: bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit

 

Beratung durch Experten

Wird der Förderantrag für ein KfW-Effizienzhaus 55 oder für ein denkmalgeschütztes Haus gestellt, ist die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen zwingend vorgeschrieben.

In allen anderen Fällen der energetischen Sanierung ist es dem Bauherren freigestellt, ob er sich den Expertenrat holt. Immer wird dafür im Programmbereich „Baubegleitung“ ein Zuschuss gewährt: 50 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 4.000 Euro.

Tipp

Das Förderprogramm der KfW ist komplex und wird ständig angepasst. Wer Schwierigkeiten hat, sich zurecht zu finden oder detaillierte Fragen beantwortet haben möchte, ist gut beraten anzurufen. Kompetente Auskunft gibt es bei kostenfreien Servicenummern, von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr. Die Servicenummern finden sich unter Kontakt auf der Homepage der KfW. Foto: KfW-Bildarchiv

Alles für den Klimaschutz

Im Programm „Erneuerbare Energien Standard“ werden Investitionen in Photovoltaikanlagen unterstützt.

Der bereits erwähnte Ergänzungskredit im Programm „Energieeffizient Sanieren“ richtet den Fokus ebenfalls auf die erneuerbaren Energien. Bis zu 50.000 Euro Darlehen je Wohneinheit können in Kombination mit Investitionszuschüssen aus dem „Marktanreizprogramm“ des BAFA in Anspruch genommen werden. Gefördert werden beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen wie Pelletöfen, Scheitholzkessel oder Wärmepumpen.

Besonders innovative oder besonders effiziente Maßnahmen oder auch Maßnahmenkombinationen werden zudem mit Extra-Boni belohnt. Darüber hinaus gibt es beim BAFA Zuschüsse für den Einbau von Mini-Blockheizkraftwerken bis 20 kW elektrischer Leistung im Gebäudebestand.

Barrierefreier Umbau

Nicht immer sind energetische Fragen der treibende Faktor für Sanierungen. Ältere wollen oder müssen ihr Eigenheim seniorengerecht umbauen, also so umgestalten, dass sie auch bei körperlichen Beeinträchtigungen den Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen können.

Im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ werden deshalb barrierereduzierende Maßnahmen im Bestand durch zinsvergünstigte Kredite je Wohneinheit gefördert.

Hier schließt sich der Kreis, an dessen Anfang das „KfW-Wohneigentumsprogramm“ steht. Über dieses Förderangebot kann jeder, der eine Gebraucht­immobilie zur Eigennutzung erwirbt, einen Kredit erhalten. Bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre erleichtern die Investition, die ganz im Sinne der Politik ist. Schließlich ist Wohneigentum ein anerkanntes und wichtiges Standbein der Altersvorsorge. 

Energetische Sanierung

Die Förderung einer energetischen Sanierung ist so attraktiv wie nie. Gefördert werden energetische Sanierungen als Gesamtmaßnahme von bestehenden Gebäuden, die auf ein Effizienzhaus-Niveau gebracht werden mit bis zu 55 Prozent Zuschüssen. Zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen zählen Einbauten, Umbauten und Optimierungen der Gebäudehülle sowie der Anlagentechnik, also der Heizung des Hauses. Insbesondere gehören dazu:

  • Dämmung von Wänden, Decken, Dach
  • Erneuerung von Fenstern und Haustür
  • Austausch der Heizung
  • Einbau einer Lüftungsanlage
  • Einbau von Energiemanagern, also Geräte zur digitalen Verbrauchsoptimierung der Energie im Haus
  • Einbau eines Wärmespeichers.

Ölheizungen werden nicht gefördert.

Es gelten aber Höchstbeträge für die als förderfähig angerechneten Kosten:
120.000 Euro pro Wohneinheit
150.000 Euro pro Wohneinheit bei Effizienzhaus-EE-Klasse

Tilgungszuschüsse für energetische Sanierung im Standard:
Der Tilgungszuschuss (also der nicht rückzahlbare Teil) hängt von der jeweils erreichten Effizienzhaus-Stufe ab.

  • Effizienzhaus Denkmal 25 % = 30.000 Euro
  • Effizienzhaus 100   27,5 %     = 33.000 Euro
  • Effizienzhaus 85    30 %        = 36.000 Euro
  • Effizienzhaus 70    35 %        = 42.000 Euro
  • Effizienzhaus 55    40 %        = 48.000 Euro
  • Effizienzhaus 40    45 %        = 54.000 Euro

Tilgungszuschüsse für energetische Sanierung mit EE-Bonus:
Bei Erreichen einer Effizienzhaus-EE-Klasse erhöht sich der jeweilige Prozentwert um weitere 5 Prozentpunkte. Vorausgesetzt: neue Heizung, die mind. 55 % des Bedarfs auf Basis erneuerbarer Energien deckt.

  • Effizienzhaus Denkmal EE: bis zu 45.000 Euro
  • Effizienzhaus 100 EE: bis zu 48.750 Euro
  • Effizienzhaus 85 EE: bis zu 52.500 Euro
  • Effizienzhaus 70 EE: bis zu 60.000 Euro
  • Effizienzhaus 55 EE: bis zu 67.500 Euro
  • Effizienzhaus 40 EE: bis zu 75.000 Euro

Tilgungszuschüsse für energetische Sanierung mit iSFP-Bonus:
Wird bei der geförderten Maßnahme ein individueller Sanierungsfahrplan iSFP vollständig umgesetzt und zwar innerhalb von 15 Jahren und wird der dort angegebene Effizienzhaus-Standard auch tatsächlich erreicht, dann gibt es den iSFP-Bonus von nochmals weiteren 5 Prozentpunkte auf den Tilgungszuschuss.
Beispiel: Effizienzhaus 40 mit EE-Klasse und iSFP   55 %        = 82.500 Euro

Wie beim Neubau stehen wahlweise Kredite (derzeit günstige ca. 0,75 %) mit Tilgungszuschüssen und reine Zuschüsse zur Wahl. Zuschüsse und Kredite für Geamtmaßnahmen zu beantragen über die KfW bzw. Hausbank.

Neue Förderungen von Einzelmaßnahmen in der Sanierung

Die BEG hat die Förderung von Einzelmaßnahmen, die schrittweise umgesetzt werden, bei energetischen Sanierungen verbessert. Die einzelnen Maßnahmen, für die es eine Förderung gibt, werden genau aufgelistet. 

Auch für Einzelmaßnahmen gibt es einen Tilgungszuschuss. Zu den geförderten Maßnahmen zählen das Dämmen von Dächern, Wänden, Decken und Kellern, der Austausch von Fenstern, eine neue Lüftungsanlage, Sonnenschutzeinrichtungen oder digitale Systeme zur Energieverbrauchsoptimierung.

Der jeweilige Tilgungszuschuss beträgt in der Regel 20 Prozent bei einer maximalen Fördersumme von 60.000 Euro.

Im Bereich der Heizung bieten sich ab 1.7.2021 besonders attraktive Tilgungszuschüsse an:
20 % für Gasbrennwertheizung „Renewable Ready“
30 % für Gas-Hybridheizung 
30 % für Solarthermie-Anlage
35 % für Biomasse, Wärmepumpe, Hybridheizung mit erneuerbaren Energien
40 % für Biomasse Anlage mit max. Emissionswert 2,5 mg/m3
20 % für Optimierung der Heizungsanlage

Wird eine alte Ölheizung ersetzt, gibt's in vielen Fällen noch mehr Förderung:
40 % für Gas-Hybridheizung
45 % für Biomasse, Wärmepumpe, Hybridheizung mit erneuerbaren Energien
50 % für Biomasse Anlage mit max. Emissionswert 2,5 mg/m3

Für Zuschüsse für Einzelmaßnahmen ist das BAFA zuständig. Kredite für Einzelmaßnahmen werden über die KfW abgewickelt.

Förderung BEG: Mehr Geld für Beratung und Baubegleitung

Eine Gebäudeenergieberatung mit Ausstellung eines individuellen Sanierungfahrplanes iSFP führt zu einem iSFP-Bonus in Höhe von 5 Prozent auf die Basisförderung bei Umsetzung einer oder mehrerer Maßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan. Die Gebäudeenergieberatung wird ohnehin schon mit 80 Prozent  der Kosten gefördert, sie macht sich durch den iSFP mehr als bezahlt.  

Für die Baubegleitung bei Effizienzhäusern erstattet der Staat bis zu 50 Prozent der Kosten, max. 5.000 Euro. Bei Einzelmaßnahmen  beträgt der Zuschuss bis zu 2.500 Euro

Die Förderung von Beratung, Fachplanung und Baubegleitung erfolgt zuzüglich zur  Förderung der energetischen Maßnahmen. Die genannten Beträge gelten für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Förderung für Smart Home Technik

Attraktive Zuschüsse winken für Smart Home Technik. Smarte Haustechnik senkt Ihren Energieverbrauch. Sie sorgt für Wohnkomfort und erhöht die Sicherheit in Ihrem Zuhause. Automatisieren Sie Beleuchtung, Lüftung oder Heizung, bekommen Sie dafür eine attraktive Smart Home Förderung vom Staat. Zur Verfügung stehen hohe Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen und steuerliche Vergünstigungen.

Die Bundesförderung für Efficiency Smart Homes

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) fördert der Staat Ihr Smart Home mit attraktiven Zuschüssen (seit 1. Januar 2021) sowie zinsgünstigen Darlehen (seit 1. Juli 2021). Die Förderrate liegt bei 20 Prozent und lässt sich mit einem individuellen Sanierungsfahrplan um weitere fünf Prozent anheben. Voraussetzung ist, dass Sie ein mindestens fünf Jahre altes Haus mit smarter Technik ausstatten. Förderbar sind alle Maßnahmen, die Ihre Energieeffizienz steigern:

• Smart-Metering-, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik

• Luftqualitätssensoren, Fensterkontakte, Präsenzsensoren oder Beleuchtungsaktoren

• Schalttechnik, Tür-, Tor- und Antriebssysteme

• Energiemanagementsysteme

• Notwendige Verkabelungen und Elektroarbeiten

Wichtig ist, dass Sie die Smart-Home-Förderung über das BAFA (Zuschüsse) oder über Ihre Hausbank (KfW-Darlehen) beantragen, bevor Sie Liefer- und Leistungsverträge vergeben. Dazu benötigen Sie die technische Projektbeschreibung (TPB) eines Energieberaters der Energie-Effizienz-Experten-Liste. Außerdem ist ein individueller Sanierungsfahrplan iSFP erforderlich, wenn Sie die um fünf Prozentpunkte höheren Smart Home Zuschüsse nutzen möchten.

Smart Home Förderung vom Finanzamt

Der Steuerbonus für die Sanierung stellt eine interessante Alternative zur Bundesförderung dar. Hier setzen Sie 20 Prozent der Gesamtkosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer ab und erhalten Vergünstigungen von bis zu 40.000 Euro. Die förderbaren Maßnahmen unterscheiden sich zwischen Bundesförderung für effiziente Gebäude und Steuerbonus nicht, dafür bekommen Sie die Smart Home Förderung vom Finanzamt rückwirkend und ohne Energieberater. Antragsberechtigt sind alle, die ein mindestens zehn Jahre altes Gebäude selbst bewohnen.

Alternativ zum Steuerbonus für die Sanierung erhalten Sie über das Finanzamt steuerliche Vergünstigungen für Handwerker. Die Förderrate liegt bei 20 Prozent der Lohnkosten und ist auf 1.200 Euro pro Jahr begrenzt. Eine Kombination beider Boni ist nicht möglich.

KfW-Förderung für Barrierefreiheit und Einbruchschutz

Möchten Sie Smart Home Technik nutzen, um Barrieren abzubauen oder den Einbruchschutz in den eigenen vier Wänden zu erhöhen? In diesen Fällen unterstützt Sie die KfW Förderbank (KfW) mit einer attraktiven Smart Home Förderung. Erhältlich sind Zuschüsse in Höhe von zehn bis 20 Prozent (Programm 455-B bzw. 455-E) sowie zinsgünstige Darlehen (Programm 159) unter anderem für:

• die Bedienung und den Antrieb von Haustüren, Zimmertüren, Jalousien, Rollläden, Fenstern, Haustürkommunikation, Beleuchtungsmaßnahmen sowie Heizung und Klima
• Steuerung und Regelung von Heizung, Licht, Belüftung und Klima
• häuslicher Notruf
• Bewegungsmelder
• Smarthome-Technik zum Einbruchschutz
• die notwendigen Kabel und dazugehörigen Elektroarbeiten.

Antragsberechtigt sind alle, die eine Renovierung eines Wohngebäudes planen und die Smart Home Förderung vor dem Beginn der Arbeiten beantragen. Bei Zuschüssen funktioniert das einfach selbst über das KfW-Zuschussportal – Darlehen beantragen Sie hingegen über die eigene Hausbank. Einen Energieberater benötigen Sie in beiden Fällen nicht.

Über bau-welt.de

Wer einen Hausbau plant oder einen Altbau saniert, hat in der Regel viele Fragen. bau-welt.de informiert Bauherren und Renovierer über alle wichtigen Themen und gibt hilfreiche Tipps. 

Mit unserem Haus-Konfigurator können Sie schnell und einfach nach Ihren persönlichen Suchkriterien nach neuen Häusern suchen, ob Massivhaus oder Fertighaus.

Über den CPZ-Verlag

Der City-Post Zeitschriftenverlag publiziert seit über 40 Jahren Zeitschriften für die Zielgruppe der privaten Bauherren und Modernisierer.

Zum Portfolio gehören u.a. die Zeitschriften Das Einfamilienhaus, Umbauen + Modernisieren und Unser Haus sowie zehn Sonderpublikationen. Erfahren Sie mehr über den CPZ-Verlag. Hier finden Sie unsere Mediadaten.