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Gesunde Luft dank Lüftungsanlagen

In Wohnräumen, wo wir uns mehrheitlich aufhalten, sollte die Luft unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden dienen. Lüftungsanlagen helfen dabei.

Luft besteht nicht ausschließlich aus Sauerstoff und Stickstoff – leider mischen sich in Innenräumen auch immer wieder Schadstoffe darunter, die man weder sehen noch riechen kann. Aber messen, und das selbst in sehr geringen Konzentrationen. 

Emissionen aus Bauprodukten sind keine Seltenheit. Denn Lösemittel, Formaldehyd, Weichmacher und viele andere Stoffe emittieren aus Farben, Lacken, Bodenbelägen oder Dämmstoffen. Diese können mit Raumluftmessungen relativ einfach und kostengünstig gemessen werden. 

Richtwerte für Schadstoffe in der Raumluft

Der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) beim Umweltbundesamt hat deshalb eine Vielzahl von bundeseinheitlichen Richtwerten veröffentlicht, unterhalb denen eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten ist beziehungsweise ab denen die Ursachen ermittelt und abgestellt werden sollten. Gesetzliche Grenzwerte für private Innenräume gibt es aber nicht.

Die Mengen, um die es geht, sind winzig klein aber trotzdem für unsere Gesundheit bedeutsam. Die Experten sprechen von Millionstel Gramm pro Kubikmeter Raumluft, abgekürzt µg/m³. Für Formaldehyd liegt der Empfehlungswert des Umweltbundesamtes zum Beispiel bei 100 µg/m³.

Immer häufiger tauchen solche Angaben auch bei Nachweisen zur gesundheitlichen Qualität von Gebäuden auf. So lassen einige renommierte Fertighaushersteller ihre Häuser nach Fertigstellung vor Ort auf Formaldehyd und flüchtige organische Verbindungen (VOC) analysieren. Auch bei Baustoff- und Gebäudelabeln finden sich entsprechende Messwerte.

Raumluftmessung

Doch Messung ist nicht gleich Messung. Darauf weisen Experten von TÜV Rheinland hin. Um die Ergebnisse sinnvoll auswerten zu können, müssen die Messungen nach den entsprechenden Normen vorgenommen werden. Außerdem haben die Raumtemperatur und das Lüftungsverhalten vor und während der Messung einen großen Einfluss auf das Ergebnis.

Ist es zum Beispiel deutlich unter 20 Grad, reduzieren sich die Emissionen vieler Schadstoffe. Das Ergebnis wird entsprechend verfälscht, bei normalen Raumtemperaturen kann es dann zu Richtwertüberschreitungen kommen. Sinnvoll kann es sein, die Räume etwa 15 Minuten intensiv zu lüften, anschließend zu verschließen und nach acht Stunden eine Raumluftmessung durchzuführen.

Erst auf einer solchen Basis kann man nach den Ursachen forschen und sinnvolle Empfehlungen für eventuelle Sanierungsarbeiten aussprechen. Auch auf die Messgeräteausstattung und die Ausbildung des Dienstleisters muss man achten. Billige Produkte geben allerhöchstens Hinweise in die ein oder andere Richtung. Das gilt auch für preiswerte Messstäbchen aus der Apotheke zum Selbermessen.

Eine gute Raumluftmessung auf VOC und Formaldehyd inklusive Messung durch einen sachkundigen Probenehmer und Auswertung in einem akkreditierten Labor mit anerkannten und gerichtsfesten Mess- und Analyseverfahren kostet in der Regel nicht unter 600 Euro. Um verlässlich saubere und gesunde Luft zum Atmen zu haben, sicherlich gut investiertes Geld.

Tipp: richtig Lüften

Wer keine Lüftungsanlage besitzt und dennoch für gute Raumluft sorgen möchte, der sollte verstehen wie man richtig lüftet. Wir erklären in unserem Beitrag richtig Lüften worauf es ankommt. 

Die ideale Luftfeuchtigkeit

Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt 40 bis 60 Prozent. Ist die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch, kann sich Schimmel bilden. Gründe für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit können Baumängel oder Bauschäden (z.B. ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen, undichtes Dach, rissiges Mauerwerk) oder ganz einfach mangelhaftes Lüften sein. Denn selbst wenn keine Baumängel vorliegen, entsteht Luftfeuchtigkeit ganz einfach durch die im Raum befindlichen Personen.

Zu geringe Luftfeuchtigkeit entsteht meistens durch starkes Heizen und mangelnde Lüftung. Zwar schadet trockene Raumluft nicht der Bausubstanz, wohl aber unserer Gesundheit, denn wenn die Luftfeuchtigkeit weniger als 30 Prozent beträgt, haben Viren und Bakterien leichtes Spiel. Trockene Raumluft kann außerdem zu gereizten und trockenen Schleimhäuten führen.

Schimmel ist ein Problem, das oft unterschätzt wird. Was nicht gut ist, denn Schimmel kann allergische Reaktionen hervorrufen. Schimmel gedeiht in feuchtem Milieu und entsteht daher fast immer (nur) in feuchten, schlecht belüfteten Räumen. Manchmal sind auch Baufehler (z.B. Kältebrücken) oder Bauschäden (z.B. Rohrbruch) für die Bildung von Schimmel verantwortlich.

Lüftungen

Wem das manuelle Lüften zu lästig ist oder wer schlicht nicht die Möglichkeit hat, regelmäßig zu lüften, kann sich für ein automatisches Lüftungssystem entscheiden. Das Prinzip ist bei allen Systemen gleich: Ventilatoren oder Lüftungsgeräte saugen die verbrauchte Luft ab und fügen frische hinzu.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Lüftungen für Wohnräume:

  • Einzelraumlüftungen, auch dezentrale Lüftung gennant
  • zentrale Lüftungsanlagen

Einzelraumlüftung

Bei Einzelraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, auch „dezentrale Lüftungsanlagen“ genannt, handelt es sich um Wandgeräte für Badezimmer, Küchen, Wohnräume, die über ein Rohr Luft von außen ansaugen und über einen kleinen Wärmetauscher leiten. Die Frischluft wird mit der warmen Abluft vorgewärmt und danach in den Raum geblasen. 

Zentrale Lüftungsanlagen

Zentrale Wohnungslüftungsanlagen dienen zur Versorgung mit frischer Außenluft und zur gleichzeitigen Entsorgung der Abluft. Sie bestehen aus einer Zentraleinheit mit Ventilatoren und Filtern (für Feinstaub, Pollen und Insekten), die sich auf dem Dachboden oder im Technikraum befinden kann, sowie zwei separaten Kanalsystemen.

Über das eine wird verbrauchte und geruchsbelastete Luft aus WC, Bad und Küche abgesaugt, über das andere wird die Frischluft in Wohnzimmer, Kinderzimmer und Schlafzimmer geleitet. Von dort gelangt sie durch Überströmöffnungen in die Ablufträume. Energieverluste hält dabei ein Wärmetauscher in der Zentraleinheit in Grenzen.

In ihm werden Frischluft- und Abluftstrom aneinander vorbeigeführt, ohne dass sie sich vermischen können, aber so, dass die Wärme der Innenraumluft zu bis zu 90 Prozent auf die kalte Außenluft übertragen wird. Im Sommer andererseits kann nachts die angenehm kühle Außenluft am Wärmetauscher vorbei direkt ins Haus gelangen („Sommer-Bypass“). 

Das Prinzip ist einfach, aber die Installation sehr aufwändig. Für den Betrieb ist der Einbau von etwa 10 Zentimeter starken Lüftungsrohren in Decken und Wände notwendig. Bei Neubauten ist das noch relativ einfach umzusetzen, bei Modernisierungen wird es schon schwieriger und dadurch teurer.

In Altbauten mit extrahohen Decken besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, die Decken um ca. 15 Zentimeter abzuhängen. Bei Altbauten mit normaler Deckenhöhe hingegen müssten Decken und Wände aufgestemmt werden. Schon deshalb ist in solchen Häusern der Einbau von Einzellüftungsanlage eher zu empfehlen.

Alle Infos zu dezentralen Lüftungen finden Sie in unserem Beitrag Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Kontrollierte Lüftung – Funktionsprinzip

Mehr Kontrolle: Frische Außenluft wird angesaugt, im Zentralgerät von der
Abluft auf Temperatur gebracht und in Wohn- und Schlafzimmer geleitet.
Foto: Stiebel Eltron

Wärmerückgewinnung

Das Wärmerückgewinnungsgerät Ventus ist eine zentrale Lüftungsanlage:
Nur komplett mit Filtern, Schutzgittern (gegen Nager und Insekten) und Schalldämpfern.
Foto: ZWS

Planung von Lüftungsanlagen

Übliche Vorbehalte unter Bauherren beruhen auf schlechten Erfahrungen – in Hotels, in Kaufhäusern oder im Büro gemacht. Da sind die Anlagen zu laut, blasen einem trockene Luft ins Gesicht, die Kanäle sind ein Mekka für Schimmelpilze und Bakterien. Hinzu kommt ein horrender Stromverbrauch. Längst überwundene Kinderkrankheiten, versichert die Branche, und im Einfamilienhaus mit seinen überschaubaren Dimensionen erst recht kein Thema mehr. Der Haustechniker beziehungsweise Anlagenplaner muss bei der Planung der Lüftungsanlage allerdings Anzahl und Größe der Räume berücksichtigen sowie die Zahl der Bewohner.

Mindestanforderungen an die Lüftungsanlage

Die Lautstärke einer Lüftungsanlage darf im Wohnbereich nicht über 25 dB/A liegen, die Austrittsgeschwindigkeit an den Wurfdüsen nicht mehr als 0,1 m/s betragen. Das Zentralgerät muss wie die Rohre und Kanäle schallentkoppelt eingebaut werden. Handelt es sich um eine Anlage mit Wärmetauscher, sollte das Verhältnis der eingesetzten zur wiedergewonnenen Energie mindestens 1:5 betragen.

Komfortlüftung für Einfamilienhäuser von Erlus

Das Lüftungsnetzwerk Via Vento S präsentiert sich als Komortlüftung, denn sie ist leise und leicht zu reinigen.

Angenehmes Raumklima durch Komfortlüftung

Bei immer dichteren Gebäudehüllen schafft das Lüftungsnetzwerk Via Vento S von Erlus ein angenehmes Raumklima, sorgt für frische Luft und hilft gleichzeitig, Energie einzusparen. Gerüche werden ebenso zuverlässig abgeführt wie überschüssige Luftfeuchtigkeit.

Der neue Dachziegel von Erlus

Erlus bietet neben seiner Komfortlüftung einen neuen Dachziegel an. Er bietet Sicherheit auch für puristische Häuser.

Das Lüftungsnetzwerk der Komfortlüftung passt in jede 17,5 cm starke Wand. Lieferbar ist Via Vento S sowohl als geschosshohe Elemente als auch für die Montagebauweise. Und der Bauherr bleibt bei der Wahl des Lüftungsgerätes flexibel. 

Erlus bietet Via Vento S ein- oder zweizügig mit zusätzlichem Installationsschacht an. Der zweizügige Stein enthält Zu- und Abluft sowie den Installationsschacht für die Haustechnik.

Die senkrechten Schächte „Vento S“ sind aus Beton gefertigt und besitzen durch ihre Masse gute Schallschluckeigenschaften. Innen sind sie mit einer Beschichtung versehen, die eine hygienische Reinigung ermöglicht und gegen das Wachstum von Mikroorganismen ausgerüstet ist. Eine abgestimmte Auswahl an Zu- und Abluftventilen ist zudem verfügbar. Die Komfortlüftung Via Vento S unterstützt so die optimale Wärmeverteilung in alle Räume.

Freie Auswahl beim Lüftungsgerät

Via Vento S ist nicht nur mit allen handelsüblichen, zentralen Wohnraumbelüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung kombinierbar, sondern mit nahezu allen handelsüblichen Ventilen mit einem Durchmesser von 125 mm. Der Vorteil für den Heizungs-und Lüftungsbauer: Er kann sowohl das von ihm gewählte Lüftungsgerät als auch die Außen- und Fortluftführung sowie ggf. die Ventile wie gewohnt einbauen und warten.

Einfache Reinigung

Die Komfortlüftung Via Vento S ist sehr reinigungsfreundlich, da sowohl die Schächte, als auch die Erlus Sechsfach-Querverteiler über zentrale Reinigungsöffnungen für jeden Strang verfügen. Der Bewohner kann die Reinigungen leicht selbst durchführen, da Erlus das Reinigungsset mitliefert. Für die Reinigung sind nur das Reinigungsset und ein handelsüblicher Staubsauger erforderlich. 

Hier finden Sie alle Beiträge zum Thema Lüftungsanlage:

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