Hohe Förderung für Dämmung

Wer sich für eine gute Dämmung entscheidet, wird belohnt. Denn seit 2020 gibt es noch höhere Förderungen für energieeffiziente Häuser.

Hohe staatliche Förderungen:

Mit hohen Förderungen wird eine gute Dämmung beim Hausbau und bei der Sanierung belohnt. Denn von der Dämmung eines Hauses – konkret im Bereich Fassade, Dach und Geschossdecken – hängt die Energieeffizienz des Gebäudes ab. 

Je weniger Energie durch die Außenbauteile eines Hauses nach draußen verloren geht, desto weniger muss für die Raumheizung aufgewendet werden. Das entlastet den Geldbeutel des Hausbesitzers und senkt den CO2-Ausstoß, was wiederum dem Klima zugutekommt. Und genau deshalb belohnt der Staat Bauherren und Renovierer, die auf Dämmung setzen.

Wer sein Haus gut dämmt, profitiert nicht nur von niedrigen Heizkosten, sondern schafft auch eine spürbare Verbesserung beim Wohnkomfort. Für die Dämmung eignet sich insbesondere Mineralwolle als Dämmmaterial. Mineralwolle gibt es als Glaswolle oder Steinwolle.

Hausbesitzer und Bauherren, die in eine Wärmedämmung mit Mineralwolle investieren, sparen in der Folge deutlich an Energiekosten, sodass sich die Investition schnell rechnet. Und nun greift der Staat noch allen, die in Dämmung investieren, mit Förderung deutlich unter die Arme.

Für das Dämmen von Wohngebäuden stehen zahlreiche Förderprogramme des Bundes oder der Länder zur Auswahl. Gefördert werden sowohl Bauherren, die komplett neu bauen, als auch die Eigentümer bestehender Immobilien, die im Rahmen einer energetischen Sanierung die Energieeffizienz ihres Hauses verbessern möchten.

Und besonders positiv ist die Nachricht, dass seit Januar 2020 die Konditionen der Förderung noch deutlich attraktiver ausfallen. Sowohl der Kreditrahmen als auch Tilgungszuschüsse wurden erhöht. Neu hinzu kam die Möglichkeit, die Kosten für die Dämmung bis zu einer gewissen Höhe nun auch von der Steuer absetzen zu können. Insgesamt lassen sich für nachträgliche Dämmmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden bis zu 40.000 Euro Steuern sparen oder bis zu 48.000 Euro an Zuschüssen vom Staat kassieren.

Steuern sparen beim Dämmen

Wer sein Haus energetisch saniert, kann bis zu 40.000 Euro von seiner Steuerlast abziehen – also bares Geld sparen. Diese Förderung für die Sanierung gibt es ganz neu seit Anfang 2020, sie wurde im Zusammenhang mit dem Klimapaket der Bundesregierung eingeführt und läuft bis 31. Dezember 2029.

Voraussetzungen:

  • Die Eigentümer besitzen ihr Wohnhaus bereits mehr als zehn Jahre
  • und bewohnen es auch selbst (sogenanntes selbstgenutztes Wohneigentum)
  • Wichtig ist, dass das Haus privat bewohnt, also weder vermietet noch gewerblich genutzt ist.

Eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen kommt für die Steuererleichterung in Frage:

20 Prozent der investierten Sanierungskosten von maximal 200.000 Euro können die Renovierer dann über die nächsten drei Jahre verteilt absetzen. Und zwar: je sieben Prozent der Investionssumme im ersten Jahr und zweiten Jahr und sechs Prozent der Investionssumme im dritten Jahrr – ergibt unterm Strich maximal 40.000 Euro Steuerersparnis.

Entweder – oder:

Renovierer müssen sich allerdings entscheiden, ob sie Förderung von der KfW erhalten möchten oder den Steuerabzug für ihre Sanierung in Anspruch nehmen wollen. Beides geht nicht.

Die technischen Mindestanforderungen

Tipp: Das Wichtigste auf einen Blick

Warum bietet die KfW Zuschüsse fürs Dämmen?

Eine andere Möglichkeit, an Förderung für Wärmedämmung im Rahmen einer energetischen Sanierung oder eines Hausbaus zu kommen, bietet die KfW, die staatliche Förderbank.

Seit Januar 2020 wurden die Kreditrahmen und die Tilgungszuschüsse deutlich aufgestockt. Hierdurch sollen besondere Anreize für energieeffiziente Sanierungen und besonders energiesparende Neubauten geschaffen werden. Dabei gilt: keine Energieeffizienz ohne Dämmung.

Für welche Dämmung gibt es eine KfW-Förderung?

Entscheidend ist der Energiestandard des Hauses, unabhängig davon, ob komplett neu gebaut oder eine Wohnimmobilie gekauft wird. Dafür kommt bei der KfW das Kreditprogramm Nr. 153 in Frage.

Wer einen Altbau energetisch saniert, kann für einzelne Maßnahmen Förderung erhalten – dazu zählen beispielsweise die Dämmung von Fassade, Dach und Geschossdecken –, aber auch für eine große, umfassende Renovierung.

Wie sieht die Förderung für Dämmung konkret aus?

Zur Förderung für die Sanierung eines Altbaus zum KfW-Effizienzhaus bzw. für den Kauf von saniertem Wohnraum im KfW-Effizienhausstandard bietet die KfW eine maximale Kreditsumme von 120.000 Euro pro Wohneinheit an. Der neue Tilgungszuschuss umfasst jeweils 12,5 Prozent. Im besten Fall, bei einem KfW-Effizienzhaus 55, beträgt dieser maximal 48.000 Euro pro Wohneinheit.

Wer keinen Kredit der KfW in Anspruch nehmen möchte, kann auch eine Förderung für die Sanierung eines Altbaus zum KfW-Effizienzhaus oder für Einzelmaßnahmen erhalten: Der Zuschuss beträgt bis zu 40 Prozent der Investitionssumme.

Wer beispielsweise mit Mineralwolle sein Dach, seine Fassade oder seine Kellerdecke dämmt, bekommt eine Förderung. Solche energetischen Maßnahmen werden mit maximal 10.000 Euro pro Einzelmaßnahme belohnt. Achtung: Als Voraussetzung für die KfW-Förderung ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten Pflicht.

KfW-Kreditprogramm Energieeffizient Sanieren Nr. 151/152

KfW-Kredite werden nicht direkt ausgezahlt, sondern laufen über Ihre Hausbank. Voraussetzung ist: Die Maßnahmen dürfen noch nicht begonnen, ein Kauf noch nicht stattgefunden haben. Die Höhe des Tilgungszuschusses ist gestaffelt, je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard – von KfW 55 bis KfW 115. Ein Tilgungszuschuss bedeutet, dass diese Summe nicht getilgt, also nicht zurückgezahlt werden muss. Ein echtes Geldgeschenk für Renovierer.

Die Förderung gilt für selbstgenutztes Wohneigentum, aber auch vermietetes. Es muss sich um Bestandsgebäude handeln, für die vor dem 1.1.2002 der Bauantrag erstellt oder die Bauanzeige erstattet wurde.

Welche Voraussetzungen gelten für eine KfW-Förderung für Dämmung?

Bauherren: Bauherren, die sich ihr Eigenheim komplett neu bauen lassen, müssen die Bestätigung eines Sachverständigen vorlegen, aus der hervorgeht, welchen Energieeffizienz-Standard das zu erstellende Gebäude erfüllt. Auch beim Kauf eines neu gebauten Hauses muss dieser Nachweis erbracht werden, am besten als Vertragsbestandteil.

Renovierer: Wer für die Sanierung, zum Beispiel für eine nachträgliche Dämmung der Fassade mit Steinwolle oder Glaswolle Förderung erhalten möchte, benötigt das Sanierungskonzept eines Energieeffizienz-Experten. Der Energieberater begleitet zudem die Maßnahme und erstellt nach Fertigstellung der Sanierung die benötigte „Bestätigung nach Durchführung“ im KfW-Zuschussportal. Damit steht der Auszahlung der Förderung nichts mehr im Weg.

Die seit 2020 deutlich erhöhten Förderungen machen Investitionen im Bereich energetischer Sanierung noch lohnender. Dabei zahlt sich eine nachträgliche Verbesserung der Dämmung des Gebäudes besonders aus. Eine Dämmung mit Mineralwolle, egal ob an Dächern, Wänden oder Geschossdecken, erfüllt alle technischen Anforderungen.

Wo gibt es weitere Informationen zur KfW-Förderung für Dämmung?

Informieren können Banken und Kreditinstitute, Energieberater und die KfW selbst:

  • Kreditprogramm 151/152 Energieeffizient Sanieren
  • Kreditprogramm 153 Energieeffizient Bauen
  • Zuschussprogramm 430 Energieeffizient Sanieren

 

Tipp: Kostenlose Whitepapers zum Download

Einen Überblick zu den Neuerungen der über die KfW geförderten Sanierungsmaßnahmen bieten außerdem die kostenlosen Whitepapers:

 

Förderung mit Energieberater

Für jedes Förderprogramm der KfW gilt als Voraussetzung, dass ein Energieberater mit in die Maßnahme einbezogen ist. Aber auch ohne Vorgabe der KfW ist das Hinzuziehen eines Experten ratsam, denn er kann sowohl in Bezug auf die Art der Maßnahmen als auch bezüglich der Kosten optimal beraten.

Eine verlässliche Aufstellung der Kosten dient als Vorlage sowohl für das Gespräch mit der Bank, dem Förderinstitut sowie dem Steuerberater.

Die KfW übernimmt 50 Prozent der Kosten eines Experten für Energieeffizienz und gewährt einen maximalen Zuschuss bis 4.000 Euro. (Förderprogramm Energieeffizienz-Experte Zuschuss Baubegleitung Nr. 431).

Finden können Sie die Experten in einer Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena). Für die Absetzung von der Steuer müsste ein Hausbesitzer nicht zwangsläufig einen Energieberater mit ins Boot holen, es wird aber dringend empfohlen.

Welche Dämm-Maßnahmen sind am Haus sinnvoll?

Je nachdem, für welche Dämm-Maßnahmen Sie sich entscheiden und wie gut die bereits vorhandene Dämmung ist, unterscheidet sich auch die Menge der Energie, die eingespart werden kann. 

Vor allem das Dach bietet eine große Fläche, durch die bis zu 30 Prozent Energie entweichen kann. Somit kann die nachträgliche Dachdämmung viel Energie und somit Heizkosten sparen. 

Auch über unzureichend gedämmte Fassaden kann beispielsweise bis zu 25 Prozent der Heizenergie entweichen. Führen Sie aus diesem Grund eine Fassadendämmung mit Mineralwolle durch, sind die Ersparnisse enorm. Falls Sie gerne barfuß laufen, könnten Sie zusätzlich die Kellerdecke dämmen. Dadurch ist der Boden nicht länger kalt, die Wärmeverluste und die Heizkosten sinken und die Wohnqualität steigt. Ein besonderer Vorteil der Kellerdeckendämmung liegt darin, dass sie schnell und einfach selbst durchgeführt werden kann.  

Bei Gebäuden mit unbeheizten Dachgeschossen kann man auch die oberste Geschossdecke dämmen. Dadurch kann die Heizungswärme nicht mehr nach oben entweichen, wodurch die Wohnräume behaglicher werden. 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Alle Beiträge rund um die Dämmung mit Mineralwolle finden Sie hier: 

News Bauteile