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Pergola – Sonnenschutz und Dekoelement im Garten

Pergolen sind mehr als nur Sonnenschutz. Sie dienen als Rankhilfe für Pflanzen und sind dekorativ.

Was versteht man unter Pergola?

Pergolen dienen als Gerüste für Kletterpflanzen, die ein dichtes Schattendach entfalten. Bis in den Herbst laden die luftigen Lauben zu einem geschützen Aufenthalt mit Sonnenschutz im Freien ein. Sie können freistehen, eine Terrasse bedachen, den Garteneingang zur Haustür überbrücken oder den Autostellplatz beschatten.

Ist eine Pergola genehmigungspflichtig?

Für eine Sonnenschutz Pergola ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig, weil sie kein festes Dach hat und keine Brandgefahr darstellt. Ausnahme: Wenn sie überdacht als Carport genutzt werden soll.

Selbstverständlich muss man den nötigen Abstand zum Nachbargrundstück einhalten. Die Pflanzen dürfen weder Nachbars Garten beschatten, noch seine Gebäude beeinträchtigen. Sie dürfen auch keine Sichtbehinderung zur Straßenausfahrt darstellen.

Materialien für die Pergola

Eine Pergola lässt sich aus Holz, Stein oder Metall bauen. Möglich sind auch Kombinationen verschiedener Materialien, wie etwa Pfosten aus Stein und Sparren aus Holz. Die Baustoffe sollte zu jenen im Garten passen.

Die Konstruktion muss zudem der Bepflanzung entsprechen: Ein leichter Drahtaufbau ist für schwere Kletterpflanzen langfristig zu schwach. Die Baustoffe müssen zudem wetterfest und tragfähig sein – immerhin laden die Pflanzen ein zentnerschweres Gewicht auf.

Rund ums Jahr wirken Niederschläge und die Sonne auf das Material ein. Das vertragen auf Dauer nur witterungsbeständige oder imprägnierte Baustoffe.

Pergola aus Holz

Wer einer rustikalen, natürlichen Holzkonstruktion den Vorzug gibt, ist mit Lärchen- oder Eichenholz gut beraten. Diese Hölzer sind auch ohne Imprägnierung recht haltbar.

Das Streichen mit einem Holzschutzmittel ist weniger wirksam, weil Lackfarben mit der Zeit abblättern und Lasuren ausgewaschen werden oder ausbleichen. Die Nachbehandlung ist schwierig, weil die Kletterpflanzen bis dahin eine dichte Decke bilden.

Bei Holzkonstruktionen ist wichtig, dass die Pfosten über der Erde stehen. Bei Bodenberührung beginnt die Verrottung schnell.

Die Pfosten stehen am besten auf Pfostenankern aus verzinktem Metall, die je nach Typ in den Boden einbetoniert oder gerammt werden. Die Holzbalken lassen sich einfach und sicher mit Winkelverbindern aus verzinktem Metall montieren.

Die Metallverbindungsteile verschwinden mit der Zeit unter der Pflanzendecke. Im Fachhandel oder Baumarkt sind vorgefertigte Holzbauteile erhältlich, die nach plan zusammengefügt und befestigt werden.

Pergola mit Steinsäulen

Wesentlich haltbarer als Holzpergolen sind Konstruktionen aus Naturstein oder Betonformteilen. Säulen aus Granit, Marmor oder einem anderen Naturgestein haben ihren Preis.

Günstiger sind Betonformteile, es gibt sie als einfache Quader oder in Form von Säulen. Alternativ kann man die Säulen auch aus Steinen mauern und beispielsweise mit Holzbalken oder Metallträgern überspannen.

Pergola Sonnenschutz als Metallkonstruktion

Weniger wuchtig wirkt eine Metallkonstruktion. Stahlträger aus Winkelprofilen oder Rohren sind äußerst stabil und wesentlich leichter als Steinsäulen oder Holzpfosten.

Auch davon gibt es fertige Elemente, die sich beliebig zusammenstellen lassen. Alternativ erschafft der Kunstschlosser exklusive Konstruktionen nach Maß. Eine Metallpergola braucht jedoch immer einen Rostschutz.

Tipp: Wie viel Pflege braucht die Pergola?

Eine besondere Pflege braucht die Pergola nicht. Nur den Kletterpflanzen tut ein regelmäßiger maßvoller Auslichtungsschnitt im Spätwinter gut, wobei dürres und erfrorenes Holz beseitigt wird.

Die Größe der Kletterhilfe setzt ihnen ohnehin Grenzen. Bei empfindlichen Kletterpflanzen wie etwa bei Kiwis, Weinreben oder Kletterrosen ist nach der Pflanzung ein Frostschutz empfehlenswert. Mit den Jahren nimmt ihre Frosthärte zu, sodass sie keinen Schutz mehr brauchen.

Pergolabepflanzung

Das Wesentliche für den Pergola Sonnenschutz ist die Begrünung. Die Pflanzen müssen dem Pergola-Typ angepasst sein. Eine leichte Pergola aus Metall verträgt nur schwache Kletterer, insbesondere Kletterrosen oder Jasmin. Eine Säulenhalle aus Granit braucht dagegen schon einen fülligen Weinstock oder einen wuchernden Knöterich.

Tipp: Welche Pflanzen für die Pergola?

Grundsätzlich unterscheidet man vier verschiedene Typen von Kletterpflanzen: 

  1. Selbstklimmer, wie etwa die Jungfernrebe, der Efeu oder die Kletterhortensie krallen sich mit Haftwurzeln am Gerüst fest. Sie sind mehr für Wände und Mauern geeignet, bezwingen aber auch Pergolen, um sich oben flächig auszubreiten und den Pergola Sonnenschutz zu garantieren.
  2. Ranker, wie die Waldrebe oder der Wilde Wein brauchen ein dünnes Geflecht aus Maschendraht oder aus Zweigen, um sich daran hochzuziehen. Wer eine Pergola mit dicken Pfosten damit bepflanzen möchte, muss sie mit entsprechenden Kletterhilfen wie Drähten oder Schnüren versehen oder den Pflanzen durch Aufbinden nach oben helfen.
  3. Das gilt auch für Spreizklimmer, insbesondere für Kletterrosen und den Winterjasmin. Diese Typen sind eigentlich Sträucher mit langen Trieben. Bei freiem Stand ohne Kletterhilfe entwickeln sie breite Büsche. Am Spalier spreizen sie sich ein und können nach oben wachsen.
  4. Die Schlinger entwickeln keine Haftwurzeln. Sie sind aber sehr gut für Pergolen geeignet, denn sie winden sich auch um dickere Pfosten und kriechen so nach oben. Die Triebe verholzen mit den Jahren und stabilisieren sich so selbst.

Kombination der Kletterpflanzen für die Pergola

Sehr gut lassen sich die verschiedenen Arten und Sorten auch kombinieren. Schlinger und Ranker passen zum Beispiel hervorragend zusammen. Die Schlinger winden sich selbst ohne zusätzliche Kletterhilfe an den Säulen oder Pfosten hoch und geben den Rankern Halt, die sonst ein Gerüst aus Maschendraht oder Schnüren bräuchten.

Optimal passen auch Nutz- und Schmuckpflanzen zusammen. Wer nicht nur Blüten, sondern auch Früchte für den natürlichen Sonnenschutz haben will, pflanzt Weinreben, Kiwis oder Kürbisse, die besonders zur einjährigen Begrünung geeignet sind, weil sie schnell wachsen und reichlich Früchte entwickeln.

Tipp: Diese Pflanzen eignen sich zur Begrünung der Pergola

Mehrjährige Pflanzen für einen effektiven Sonnenschutz sind z.B.: 

  • Ranker: Scheinrebe, Waldrebe, Wilder Wein, Weinrebe
  • Spreizklimmer: Kletterrosen, Winterjasmin, Brombeeren
  • Schlinger: Kiwi, Strahlengriffel, Akebie, Pfeifenwinde, Baumwürger, Knöterich, Geißblatt, Blauregen, Hopfen
  • Selbstklimmer: Efeu, Selbstklimmerwein, Trompetenblume, Kletterhortensie, Spindelstrauch

Einjährige Pflanzen sind z.B.: 

  • Ranker: Glockenwinde, Kürbis, Kalebasse, Wicke, Zaunrübe
  • Schlinger: Hopfen, Prunkwinde, Bohne

Winterharte Pflanzen für die Pergola

Quer durch das Kletterpflanzensortiment gibt es nur wenige immergrüne Arten. Wer also auch im Winter grüne Blätter auf seiner Pergola sehen möchte, ist auf den Efeu, den immergrünen Spindelstrauch, das immergrüne Geißblatt oder den immergrünen Brombeerstrauch angewiesen. Die anderen sind nur im Sommer grün.

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