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Beton mischen – so geht's!

Für Renovierer und Heimwerker: Wir zeigen wie Sie selbst Beton mischen können.

Beton ist ein vielseitiger Baustoff, der für moderne Konstruktionen kaum zu ersetzen ist. Oft ist er der Hauptbestandteil in einem Verbundwerkstoff. Wir zeigen wie Sie Beton mischen können. 

Beton als Baustoff ist seit der Antike bekannt. So ist die nebenstehende Kuppel des Pantheons in Rom ein frühes Zeugnis der Beton-Baukunst. Später in Vergessenheit geraten, feierte der Beton im 20. Jahrhundert ein großes Comeback – meist mit hässlichen Folgen für die Innenstädte.

Beton kann aber viel mehr: Als Spannbeton für Autobahnbrücken, als Sichtbeton für tragende Wände und natürlich als Fundament. Beton ist überall da, wo etwas dauerhaft und sicher halten muss. Deshalb kommt er auch bei Heimwerken häufig zum Einsatz und Beton mischen ist gar nicht schwer.

Beton, Stahlbeton und Fundament

Beton ist ein Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung oder Betonzuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und Wasser. Für die Herstellung von Zement muss vergleichweise viel Energie aufgewendet werden. Aus Kalkstein und Ton brennt man Portland Zement Klinker, die dann fein zermahlen Zement ergeben.

Fest wird der Beton durch die Auskristallisierung der Klinkerbestandteile vom Zement, wodurch sich kleinste Kristallnadeln bilden, die sich fest ineinander verzahnen. Dieser Prozess kann dauern, generell wird aber davon ausgegangen, dass nach 28 Tagen eine sogenannte Normfestigkeit erreicht ist.

Prinzipiell unterscheidet man in zwei Formen: Bewehrter, das heißt mit Moniereisen zur Stützung versehener Beton und unbewehrter Beton. Bewehrter Beton oder Stahlbeton ist für hohe Zugbelastungen optimal, beispielweise in Autobahnbrücken oder Decken.

Unbewehrter Beton wird in Fundamenten und Kellerwänden eingesetzt, er muss keine hohen Zugbelastungen aushalten und ist dennoch sehr dicht.

Tipps für Materialien und Mischungsverhältnis

Für ein normales Betonfundament, beispielsweise für ein Gartenhaus, benötigen Sie die folgenden Zutaten, ausgehend von 10 kg Zement:

Kies in der Körnung 0/16 40 kg
Portland Zement PC 35 10 kg
Wasser 5 l

Das Mischungsverhältnis entspricht demnach vier Teilen Kies zu einem Teil Zement. Das Wasser ist in der Regel die Hälfte vom Zement, in unserem Fall 5 Liter.

Die Wassermenge ist dabei aber leicht variabel: Je nach gewünschter Konsistenz kann ein wenig (!) mehr oder weniger Wasser hinzugegegen werden. Das richtige Mischungsverhältnis ist für die Qualität des Beton ausschlaggebend.

Für größere Mengen empfiehlt sich die Verwendung eines Betonmischers.

Anleitung: Beton mischen im Betonmischer

So mischen Sie den Beton im Betonmischer an:

  1. Bei laufendem Betonmischer zwei Drittel des Wassers eingießen
  2. Kies hinzufügen
  3. Zement hinzufügen
  4. restliches Wasser hinzufügen
  5. Den Betonmischer abschließend drei bis vier Minuten laufen lassen

Der fertige Beton sollte gleichmäßig durchmischt und an der Oberfläche leicht glänzend sein. Durch das richtige Mischungsverhältnis erhalten Sie die gewünschte Konsistenz.

Anleitung: Beton mischen im Eimer

Kleine Mengen Beton, beispielsweise als Fundament für ein Vogelhaus oder eine Wäschespinne, lassen sich selbstverständlich auch in einem Bottich oder einem großen Eimer anmischen.

Hierzu empfiehlt sich die Verwendung eines stabilen Bohrmaschinenquirls oder einer Maurerkelle. Manuell müssen sie ein starkes "Rührvermögen" haben – für kräftige Heimwerker aber kein Problem.

So mischen Sie Beton im Eimer:

  1. Kies und Zement gut mischen
  2. Wasser zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
  3. Mischung für drei bis vier Minuten kräftig rühren/quirlen
  4. Fertig!

Die Verarbeitung

Der fertige Beton sollte sofort nach dem Mischen verarbeitet werden. Er befindet sich bereits im Aushärtungsprozess. Je nach Mischungsverhältnis dauert das Aushärten länger oder kürzer.

Je nach Konsistenz des Betons kann er in die vorhandene Form gegossen oder hineingeschaufelt werden. Zur Verdichtung des Betons empfiehlt sich bei größeren Flächen die Bearbeitung mit einer Harke.

Die Nachbehandlung

Die Umweltbedingungen der verschiedenen Jahreszeiten können für Probleme beim betonieren sorgen. Beton darf im Sommer z.B. nicht zu schnell austrocken, während er im Winter nicht gefrieren darf.

Für den sogenannten Hydratationsprozess, der entscheidend für die Festigkeit des Betons ist, muss die Temperatur im Winter über 10 °C liegen. Dies kann beispielsweise mit einer Folie sichergestellt werden.

Im Sommer muss der Beton ggf. bewässert und abgedeckt werden. Das Wasser schützt die Mischung vor zu schneller Austrocknung.

Die Dauer der Nachbehandlung kann, je nach Betonsorte und Witterung, von einem Tag bis zu einer Woche in Anspruch nehmen. Auch das Mischungsverhältnis aus Wasser, Zement und Kies ist entscheidend.

Tipps zur Aushärtungszeit

Beton trocknet nicht, er bindet ab. Das enthaltene Wasser wird größtenteils chemisch während der Hydratation gebunden.

Aushärtender Beton hat zwei Eigenschaften:

  • er schrumpft ein wenig durch den Verlust des Wassers, das sogenannte Schwinden
  • Beton verformt sich unter Last, das sogenannte Kriechen

Die Aushärtungszeit beträgt im Regelfall 28 Tage bis zum Erreichen der Normfestigkeit (nach DIN 1164), kann aber bei dünneren oder dickeren Betonschichten und abweichender Mischung sowie Mischungsverhältnis variieren.

Betonieren in 5 Minuten
: Schnellbeton

Setz-Fix ist der Schnellbeton von Sakret, der seinen Namen verdient. Kein Beton mischen, kein langes Warten, kein aufwendiges Fixieren und ohne schmutziges Werkzeug wie bei herkömmlichem Beton.

Und so funktioniert es: Den Schnellbeton direkt aus dem Sack in das vorbereitete Loch füllen und mit einer herkömmlichen Gießkanne mit Wasser benetzen. Der Fertigbeton bindet schon nach fünf Minuten ab. So kann man schnell und einfach selbst eine Wäschespinne, einen Briefkasten, ein Vogelhaus oder ein kleines Fundament für den Garten erstellen. Ein neuer Zaun ist mit dem Schnellbeton ebenfalls in Windeseile gebaut.

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