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Terrassenholz im Vergleich

Bangkirai, Douglasie, Bambus oder WPC – welches Material ist die beste Wahl?

Wer eine Terrasse bauen oder renovieren möchte, erfährt hier schnell, welches Terrassenholz am langlebigsten ist, welche Holzart das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und welche Alternative besonders pflegeleicht ist.

Holzterrassen werden immer beliebter und Holz bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen ist es besonders für Heimwerker ein handlicher Baustoff in Haus und Garten. Es lässt sich leicht be- und verarbeiten, wirkt sehr warm, fügt sich wunderbar in den Garten ein und ist relativ preiswert.

Das Wichtigste auf einen Blick

Welches ist das beste Terrassenholz?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für die meisten privaten Bauherren zählen Haltbarkeit, Preis, Pflegeaufwand und Nachhaltigkeit.

Je nach Anforderung gelten folgende Holzarten als besonders empfehlenswert:

  • Robinie: eines der dauerhaftesten heimischen Hölzer
  • Bangkirai: bewährter Klassiker mit hoher Lebensdauer
  • Cumaru und Ipé: extrem langlebige Tropenhölzer
  • Bambus-Terrassendielen: sehr langlebig und nachhaltig
  • Douglasie: günstige Lösung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Accoya: technisch modifiziertes Holz mit sehr hoher Dauerhaftigkeit

Was ist das langlebigste Terrassenholz?

Zu den langlebigsten Materialien für Terrassen zählen:

  • Ipé
  • Cumaru
  • hochwertige Bambus-Terrassendielen
  • Robinie
  • Accoya

Diese Materialien erreichen je nach Produkt und Einbau eine Lebensdauer von 25 Jahren oder mehr. Maßgeblich sind neben der Holzart vor allem Unterkonstruktion, Belüftung und Wasserableitung.

Was ist das billigste Terrassenholz?

Zu den günstigsten Holzarten für Terrassen gehören:

  • Kesseldruckimprägnierte Kiefer
  • Fichte
  • Douglasie

Für private Bauherren ist Douglasie häufig der beste Kompromiss aus Preis, Optik und Haltbarkeit.

Welches Terrassenholz eignet sich am besten?

Eine Holzterrasse wirkt natürlich, angenehm warm und heizt sich bei Sonneneinstrahlung meist weniger stark auf als Stein- oder Betonbeläge. Gleichzeitig ist Holz ein vergleichsweise leicht zu verarbeitender Baustoff und deshalb bei Heimwerkern besonders beliebt.

Bei der Auswahl von Terrassenholz sollte vor allem auf folgende Kriterien geachtet werden:

  • natürliche Dauerhaftigkeit
  • Pflegeaufwand
  • Nachhaltigkeit
  • Preis
  • Optik
  • Rutschfestigkeit
  • Verfügbarkeit

Ein wichtiger Qualitätsmaßstab sind die sogenannten Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350. Sie bewerten die Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Feuchtigkeit. Klasse 1 steht für sehr dauerhaft, Klasse 5 für nicht dauerhaft.

Vergleich der beliebtesten Terrassenhölzer

HolzartHaltbarkeitPflegeaufwandPreisniveau
Robiniesehr hochgering bis mittelmittel
Bangkiraihochgeringmittel bis hoch
Cumarusehr hochgeringhoch
Ipésehr hochgeringhoch
Douglasiemittelmittelgünstig
Lärchemittelmittelmittel
Bambussehr hochgeringmittel bis hoch
Accoyasehr hochgeringhoch

Terrassendielen aus Bangkirai

Bangkirai, auch Yellow Balau genannt, zählt seit Jahren zu den beliebtesten Terrassenhölzern.

Das tropische Hartholz überzeugt durch:

  • hohe Festigkeit
  • gute Witterungsbeständigkeit
  • lange Lebensdauer
  • geringe Rissbildung

Bei fachgerechter Verlegung und regelmäßiger Pflege sind Nutzungsdauern von 15 bis 25 Jahren realistisch. Bangkirai wird der Dauerhaftigkeitsklasse 2 zugeordnet.

Wichtig: Für die Befestigung sollten ausschließlich Edelstahlschrauben verwendet werden, da Gerbstoffe mit verzinkten Metallen reagieren können.

Terrassendielen aus Bambus: Die moderne Alternative

Bambus hat sich in den vergangenen Jahren zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Tropenholz entwickelt.

Moderne, thermisch behandelte Bambus-Terrassendielen erreichen teilweise die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 und werden von vielen Herstellern mit einer Lebensdauer von mehr als 25 Jahren angegeben.

Vorteile:

  • sehr schnelles Nachwachsen
  • hohe Formstabilität
  • hohe Härte
  • gute Nachhaltigkeitsbilanz
  • moderne Optik

Damit ist Bambus heute für viele Bauherren eine interessante Alternative zu klassischen Tropenhölzern.

Terrassendielen als Douglasie: Die günstige Alternative

Douglasie gehört zu den beliebtesten heimischen Terrassenhölzern.

Die Vorteile:

  • vergleichsweise günstig
  • regional verfügbar
  • warme, rötlich-braune Optik
  • leicht zu bearbeiten

Im Vergleich zu Bangkirai oder Robinie ist Douglasie jedoch weniger dauerhaft. Sie wird meist den Dauerhaftigkeitsklassen 3 bis 4 zugeordnet. Mit guter Konstruktion und Pflege sind dennoch Nutzungszeiten von 10 bis 15 Jahren möglich.

Nachhaltiges Terrassenholz: Worauf sollte man achten?

Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte auf eine zertifizierte Herkunft achten.

Wichtige Zertifizierungen:

Beide Systeme stehen für eine kontrollierte und nachhaltige Waldbewirtschaftung. In Deutschland sind mittlerweile große Teile der Waldflächen nach diesen Standards zertifiziert.

Besonders nachhaltig sind häufig:

  • Robinie
  • Douglasie
  • Lärche aus europäischer Forstwirtschaft
  • Bambus
  • FSC-zertifizierte Tropenhölzer

Konstruktiver Holzschutz: Der wichtigste Faktor für die Lebensdauer

Die beste Holzart nützt wenig, wenn Wasser dauerhaft stehen bleibt.

Für eine langlebige Holzterrasse sind entscheidend:

  • ausreichendes Gefälle
  • gute Hinterlüftung
  • kein direkter Erdkontakt
  • funktionierende Entwässerung
  • hochwertige Unterkonstruktion

Viele Schäden entstehen nicht durch die Holzart selbst, sondern durch Staunässe und fehlerhafte Konstruktionen.

Terrassenholz richtig pflegen

Unabhängig von der Holzart verlängert regelmäßige Pflege die Lebensdauer deutlich.

Empfohlen wird:

  1. Schmutz und Grünbeläge entfernen
  2. Dielen gründlich reinigen
  3. Geeignetes Terrassenöl verwenden
  4. Beschädigte Stellen frühzeitig ausbessern

Wer auf den natürlichen Vergrauungseffekt Wert legt, kann viele Holzarten auch unbehandelt altern lassen.

WPC Terrassendielen: Pflegeleichtes Alternative zu Holz

WPC (Wood Plastic Composite) besteht aus Holzfasern und Kunststoff.

Vorteile:

  • splitterfrei
  • pflegeleicht
  • lange Lebensdauer
  • kaum Nachbehandlung erforderlich

Nachteile:

  • weniger natürliche Haptik
  • stärkere Erwärmung bei Sonneneinstrahlung
  • Kunststoffanteil

Für Eigentümer, die möglichst wenig Pflegeaufwand wünschen, kann WPC dennoch eine interessante Alternative sein.

Wer seine Holzterrasse selbst bauen möchte, sollte auf eine solide Basis achten.

Kurzüberblick:

  1. Untergrund vorbereiten
  2. Gefälle einplanen
  3. Wurzelvlies verlegen
  4. Unterkonstruktion montieren
  5. Terrassendielen vorbohren
  6. Mit Edelstahlschrauben befestigen
  7. Fugenabstände von 4 bis 6 mm einhalten
  8. Nach Wunsch ölen

Eine saubere Unterkonstruktion entscheidet oft stärker über die Lebensdauer als die Wahl der Holzart.

FAQ: Terrassenholz

Für die meisten privaten Bauherren zählen Robinie, Bangkirai, Bambus, Cumaru und Accoya zu den besten Terrassenhölzern. Die optimale Wahl hängt von Budget, Pflegeaufwand und Nachhaltigkeitsanspruch ab.

Zu den langlebigsten Terrassenhölzern gehören Ipé, Cumaru, Robinie, Accoya und hochwertige Bambus-Dielen. Bei fachgerechtem Einbau sind Lebensdauern von über 25 Jahren möglich.

Kesseldruckimprägnierte Kiefer, Fichte und Douglasie zählen zu den günstigsten Lösungen für eine Holzterrasse.

Ja. Bangkirai gehört weiterhin zu den beliebtesten Terrassenhölzern und bietet eine hohe Lebensdauer bei vergleichsweise geringem Pflegeaufwand.

Je nach Holzart und Bewitterung meist alle ein bis drei Jahre.

Bambus kann hinsichtlich Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit heute durchaus mit Bangkirai konkurrieren. Moderne Bambus-Terrassendielen erreichen teilweise sogar die höchste Dauerhaftigkeitsklasse.

Robinie, Douglasie, europäische Lärche und zertifizierter Bambus gelten als besonders nachhaltige Optionen.

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