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Präzision und „Bellezza“

Vom Baum zum Haus: Die Rubner Gruppe liefert Holzhäuser aus einer Hand. Dabei vereint das Südtiroler Unternehmen mitteleuropäische Verlässlichkeit mit italienischen Design-Ansprüchen. 


Die Rubner Gruppe wird in dritter Generation geführt – und die vierte steht bereits in den Startlöchern. Die Leidenschaft für Holz ist geblieben. Präsident Peter Rubner und sein Sohn Michael Rubner teilen eine Vorliebe für Balsamico-Essig.

Was das mit Holz zu tun hat? Sehr viel. Denn der Sirup aus spät gelesenen weißen Trauben lagert mehrere Jahre zusammen mit Balsamessig und Wein in verschiedenen Holzfässern. Die unterschiedlichen Holzarten verleihen dem Balsamico dabei seinen Geschmack und seine Farbe. „Die Reihenfolge der Holzarten – von Eiche bis Maulbeere – spielt eine wichtige Rolle“, erklärt Peter Rubner im so genannten Balsamico-Raum. 

Grünes Bewusstsein schärfen

Die besondere Kammer ist das Schmuckstück im neuen, von Rubner gebauten dreistöckigen Einfamilienhaus von Michael Rubner. Das Besondere: Das Holz stammt aus dem eigenen Wald.

„Die Veränderung von der Wegwerfgesellschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die so wie in der Natur alles Material immer wieder verwenden kann, wird beim Bauen nur mit Holz gelingen“, ist Peter Rubner überzeugt.

Holz In The City

Nicht nur in ländlichen Gegenden, sondern zunehmend auch in Städten wächst der Wunsch nach Holzbauwerken, die gesunde Wohnräume bieten. Die Vorteile von Holz: es ist leicht, stabil, wärmedämmend, Kohlenstoff speichernd und nachwachsend. Ein erneuerbarer Stoff also, der sich für den Hausbau bestens eignet. Auch mehrgeschossige Wohnbauten etwa in Innenstädten, wo Baufläche knapp und teuer ist, sind möglich. 

Die Häuser in Holzbauweise lassen sich im Nachhinein beliebig erweitern und umgestalten. Denn Holz ist anders als etwa Beton sehr flexibel. Dabei muss es nicht zwingend der „Holz-Look“ sein. Der natürliche Werkstoff lässt sich vielseitig mit anderen Materialien wie Aluminium, Glas oder Putz kombinieren. 80 Prozent der Bauherren wählen eine Putzfassade.

Entsprechend seinem Standort Südtirol, wo zwei unterschiedliche Kulturen verschmelzen, vereint Rubner mitteleuropäische Verlässlichkeit mit südländischem Flair. „Die italienische Bellezza“, wie Stefan Rubner, Vizepräsident der Rubner Gruppe, es ausdrückt. „Der Sinn für Design und Innovation in Verbindung mit der Sorgfalt und Präzision von Qualitätsarbeit hat uns zur Nummer eins in Italien gemacht.“ 

Ingenieurholzbau bis nach Asien

25.000 Projekte hat das Ingenieurholzbau-Unternehmen Rubner Holzbau mit Produktionsstandorten in Ober-Grafendorf (A), Brixen und Calitri (I) sowie Niederlassungen in Augsburg (D) und Chassieu (F) bereits umgesetzt. Zum Portfolio gehören nicht nur Privathäuser, sondern auch individuelle Großbauten wie Einkaufszentren, Hotels, Bildungseinrichtungen und Sportzentren.

Rubner Holzbau ist weltweit tätig. In der Karibik entstand beispielsweise ein Fünf-Sterne-Resort. „Hier wollten natürlich alle Monteure hin“, schmunzelt Stefan Rubner. Sogar einen Flughafen hat Rubner Holzbau jüngst auf den Philippinen errichtet. Der Mactan Cebu International Airport ist der erste Flughafen Asiens mit einem Tragwerk und einer Dachkonstruktion komplett aus Brettschichtholz. Hier war perfektes Timing gefragt. Schließlich wurden die einzelnen, werksseitig vorgefertigten Bauteile von Ober-Grafendorf über den Rhein-Main-Donau-Kanal und Antwerpen auf die Philippinen verschifft. 

Rubner Haus Karibik
In der Karibik entstand beispielsweise ein Fünf-Sterne-Resort. Foto: Rubner Haus
Rubner Haus Karibik
Bei der Montage war perfektes Timing gefragt: Schließlich wurden die Bauteile von Kiens in die Karibik transportiert. Foto: Rubner Haus
Rubner Haus Malediven
Auch auf den Malediven waren die Monteure von Rubner Haus schon tätig. Foto: Rubner Haus
Rubner Haus Flughafen
Ein Musterbeispiel für modernen Holzbau: der Mactan Cebu International Airport. Foto: IDA Hong Kong

Rubner Spaceship

Vor dem Hauptsitz der Rubner Gruppe ist ein Ufo gelandet. Selbstverständlich aus Holz. Beim „Spaceship“ handelt es sich um eine zukunftsfähige Neuinterpretation des traditionellen Blockbausystems. Es veranschaulicht die fortschrittliche Architektur mit Holz.

Im Fokus standen u. a. die Minimierung des Energieverbrauchs. So klimatisiert ein Treibhaus am Heck als Wärmequelle den Wohnraum mittels einer natürlichen Belüftung. In die Dachkonstruktion integrierte Photovoltaik-Paneele versorgen die aktiven Systeme mit der notwendigen Energie.

Das „Raumschiff“ ist also eine Art selbstversorgender Organismus und zeigt die Möglichkeiten von Holz in Kombination mit moderner Technik. Das Objekt wurde von Rubner Haus in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Design (IED) in Turin entwickelt und gebaut. Im April wurde es erstmals im Rahmen des Fuorisalone der Mailänder Designwoche präsentiert.

Rubner Spaceship
Ein Treibhaus klimatisiert als Wärmequelle den Wohnraum mittels natürlicher Belüftung. Foto: Rubner Haus
Rubner Spaceship
Das „Spaceship“ ist eine zukunftsfähige Neuinterpretation des traditionellen Blockbausystems. Foto: Renzo Wellinger
Rubner Spaceship
Mit dem "Spaceship" unterstreicht Rubner seinen Anspruch, die Zukunft fest im Blick zu haben. Foto: Renzo Wellinger

Durchatmen

Nachhaltigkeit und gesundes Wohnen sind ein zentrales Versprechen. Der Vollholzhaushersteller der Rubner-Gruppe, holzius, bietet leim- und metallfreie Vollholzelemente für Wohnhäuser. Massive Wand- und Deckenelemente aus Nadelholz werden mit einem einzigartigen und patentierten Konstruktionssystem durch Gratleisten in Schwalbenschwanzform miteinander verbunden.

Auch gedämmt wird mit Holz, genauer gesagt mit gepresster Holzwolle, die auf den Außenwänden ebenfalls ohne Leim fixiert wird. Dadurch werden eine gesunde Umgebung und ein behagliches Raumklima gewährleistet.

Umdenken

Die individuelle Holzbauweise ist also nicht nur gemütlich, sondern auch nachhaltig, flexibel und optisch ansprechend. Es ist eine Investition, die sich nicht nur persönlich bezahlt macht. Denn in Zeiten der Klimaerwärmung sind Umdenken und Handeln gefragt. Bei Rubner ist man jedenfalls für die Zukunft gerüstet.

Vorurteil widerlegt

Selbst Stahl gegenüber hat Holz einen Vorteil: Holz brennt kontrolliert. Das heißt, der Punkt, an dem eine Konstruktion dem Feuer nicht mehr standhält, lässt sich besser berechnen. „Die Stabilität des Gebäudes sinkt im Brandfall nur langsam und im Vergleich zu anderen Baustoffen vor allem abschätzbar“, erklärt Stefan Rubner. 

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