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Ökologisch bauen

Immer mehr Bauherren liegt das ökologische Bauen am Herzen, denn sie möchten, dass ihre Familie in einem wohngesunden Haus lebt. Wir zeigen, worauf es beim ökologischen Bauen ankommt.

Bleibende Werte

Nachhaltigkeit und Klimaschutz gewinnen nicht nur für Gesellschaft und Politik insgesamt immer mehr an Bedeutung, sondern sind auch für die einzelnen Bauherren zunehmend von Belang.

Angesichts von Jahrhundertflut und Klimadebatte sind die Zeiten vorbei, da der umfassende ökologische Ansatz beim Hausbau als Luxus abgetan werden konnte. Wo es um ein derart langfristig angelegtes Projekt geht, sind die Zielsetzungen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit kaum mehr voneinander zu trennen.

Ökologisches Bauen setzt auf nachhaltige und wohngesunde Baustoffe, die weder die Menschen noch die Natur oder das Klima durch den Bau belasten.

Wenn beim Hausbau Materialien zum Einsatz kommen, die Schadstoffe abgeben, können die Bewohner darunter leiden. Deshalb achten immer mehr Bauherren auf die wohngesunde Planung ihres Eigenheims.

Ökologisch bauen: Fertighausbau

Fertighäuser übernehmen eine Vorreiterrolle beim ökologischen Bauen genauso wie in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Denn die in Holzbauweise gefertigten Häuser tragen zu einem klimafreundlichen Lebensumfeld bei.

Generell unterliegt der Hausbau in Deutschland vielen Vorgaben. Dazu gehören auch ökologische und energetische Anforderungen. Inbesondere die Fertighausbranche beschäftigt sich mit den Themen Bauökologie und Klimaschutz. Denn viele Fertighaushersteller verpflichten sich nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) freiwillig zu einem umfassenden Nachhaltigkeitsverständnis und einem mehrstufigen Qualitätssystem, das über die baurechtlichen Anforderungen hinausgeht. Das gilt sowohl für das fertige Gebäude als auch für dessen Planung und Produktion. So verpflichten sich die Hersteller u.a. zur Schonung von Ressourcen sowie zu strengen Material- und Qualitätskontrollen.

Insgesamt umfasst das Regelwerk 36 Qualitätsversprechen, die sich auf folgende Nachhaltigkeitskriterien beziehen:

  • Prozessqualität
  • ökologische Qualität
  • ökonomische Qualität
  • technische Qualität
  • funktionale und soziokulturelle Qualität

Viele Fertighaushersteller haben sich seit Jahrzehnten auf gesundes und ökologisches Bauen spezialisiert. Um den vielfältigen Ansprüchen gerecht zu werden, setzt die Fertighausindustrie auf den natürlichen und nachwachsenden Rohstoff Holz.

Bei der Gewinnung, Verarbeitung und Instandhaltung des natürlichen Baumaterials wird weitaus weniger Energie benötigt und CO2 freigesetzt als bei mineralischen oder metallischen Baumaterialien. Auch ein etwaiger Rückbau und ein Recycling können eines Tages klimafreundlicher vollzogen werden.

Der Fertighaushersteller Baufritz zum Beispiel überprüft und kontrolliert auf Wunsch zum Beispiel bereits das unbebaute Grundstück auf mögliche Gesundheitsrisiken wie Radongas. Anschließend verwendet das Unternehmen nur schadstoffgeprüfte, sichere Baumaterialien.

Auf den Einsatz von PU-Bauschäumen und Materialien wie Mineralfaser-Dämmstoffe, PVC- oder Laminat-Bodenbeläge sowie lösemittelhaltige Farben und Kleber verzichtet Baufritz konsequent. So ist zu 100 Prozent ein wohngesundes Zuhause garantiert.

Schadstofffrei wohnen

Gesundheitsexperte und Baubiologe Stefan Schindele von Baufritz spricht über schadstofffreies, gesundes Wohnen.

Immer mehr Architekten und Haushersteller versprechen ökologisch zu bauen, doch bei genauerem Hinsehen fallen Unterschiede auf. Ökologisch bauen und planen heißt nachfragen und nachrechnen:

  • Woher kommen die Baustoffe? 
  • Wie viel fossile Energie steckt in ihnen? 
  • Welche Schad- und Giftstoffe geben sie in welcher Phase ihres Lebenslaufs ab?
  • Wie erfolgt die Entsorgung?

Einige gern verwendete Materialien wie Polystyrol-Dämmplatten setzen im Brandfall hochgiftige Stoffe frei. Sanierung und Entsorgung sind ein teures Vergnügen.

Ein Blick auf die Abfallverordnungen der eigenen Kommune verschafft deshalb Klarheit, wie welche Baustoffe zu entsorgen sind. Hohe Gebühren und strengen Regelungen sprechen für sich: Auf den Deponien wird es zunehmend eng. Bei umweltverträglichen Materialien bleiben auch diese Probleme aus.

Ökologisch bauen mit Baufritz

Der Haushersteller Baufritz gilt als Pionier in Sachen ökologisches Bauen. Wir stellen sechs ökologische Häuser des Herstellers vor:

Foto: Baufritz

Die Zeiten in denen der ökologische Ansatz beim Hausbau als Luxus oder Spinnerei abgetan wurde, sind längst vorbei. Bei langfristig angelegten Projekten wie einem Hausbau sind Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit kaum noch voneinander zu trennen.

Lassen Sie sich deshalb vorher von Experten, Verbraucherverbänden und Herstellern ausführlich beraten und machen Sie sich Gedanken, was Ihnen wichtig ist und welche Folgen eine Entscheidung für oder gegen eine Maßnahem auf Dauer bringen. 

Ökologisch bauen ohne Schadstoffe

Wenn die Raumluft muffig, stechend oder unangenehm riecht, sind oft Schadstoffe die Ursache. Doch was ist ein Schadstoff und ab wann wird er zum Problem? Bei diese Frage geht es nicht nur um Chemikalien, sondern auch um scheinbare „Naturprodukte“. Denn für sensible Menschen können zum Beispiel Emissionen von Schimmelpilzen oder auch aus Holz oder Naturfarben eine Belastung darstellen. Deshalb beraten Experten seit Jahren über Grenz- und Empfehlungswerte für den Hausbau.

Zertifikate von unabhängigen Instituten geben Aufschluss darüber, ob die verwendeten Materialien im Haus schädliche Stoffe abgeben. Einige Hersteller bieten deshalb kostenlose Raumluftmessungen für ihre Neubauten an. So können Bauherren sich sicher sein, dass die Raumluft im neuen Zuhause gesundheitlich unbedenklich ist.

So entfernen Sie Schimmel

Wir haben Tipps, wie Sie Schimmel entfernen und vorbeugen können. Foto: Getty/AndreyPopov

Radonschutz

Radon kommt je nach Region in unterschiedlichen Konzentrationen vor, ist sehr gesundheitsschädlich und setzt den Körper beim Einatmen krebserregenden Alphastrahlen aus. Sogenannte Radonbrunnen leiten das aus dem Boden ins Haus eindringe radioaktive Radongas ab.

Wir zeigen Ihnen, in welchen Gebieten Sie darauf achten sollten und wie Sie sich schützen können: Radonbrunnen bauen.

Was sind ökologische Baustoffe?

Natürliche Baustoffe wie Holz sind immer eine gute Wahl, wenn es um Nachhaltigkeit und Ökologie geht. Holz ist grundsätzlich der wohl am vielfältigsten einsetzbare Naturbaustoff überhaupt, denn er ist sowohl für die Konstruktion des Hauses an sich, als auch für zahlreiche Bereiche des Innenausbaus geeignet. 

Doch auch bei der Fassaden- und Wandgestaltung können Bauherren auf natürliche Baustoffe (z.B. Holz, Lehm oder Kalk) zurückgreifen. Das beeinflusst das Raumklima positiv, da diese weniger Schadstoffe als synthetische Produkte abgeben.

Darüber hinaus gibt es auch bei der Wahl der Dämmstoffe einiges zu beachten. Neben klassischen Dämmstoffen können Hausbesitzer sich heutzutage beispielsweise auch für Holzspäne oder Zellulosefasern entscheiden.

Was sind natürliche Baustoffe?

Von Holz über Lehm bis Kalksandstein: Wir erklären, wasnatürliche Baustoffe auszeichnet. Foto: stock.adobe.com/Thomas Söllner

Ökologisch wohnen und Wasser sparen

Durch den fortschreitenden Klimawandel wird Wasser auch in Deutschland zunehmend knapper. Deshalb ist es sinnvoll, die Bodenversiegelung, sprich den Verlust von Sickerfläche, die durch den Hausbau entsteht, zu kompensieren. Das kann beispielsweise durch eine Dachbegrünung geschehen. 

Denn durch ein Gründach oder eine entsprechende Bepflanzung der Außenanlagen kann man über die Verwendung von naturnahen Baustoffen hinaus die Bodenversiegelung, also den Verlust an Sickerfläche durch den Neubau, wenigstens zum Teil wieder wettmachen.

Dachpflanzen binden bis zu 20 Prozent der Staub- und Schadstoffpartikel aus der Luft. Die Begrünung schützt die Dachhaut darüber hinaus vor Temperaturschwankungen, Hagel und UV-Strahlung und verlängert damit ihre Lebensdauer.

Alternativ kann eine entsprechende Bepflanzung der Außenanlagen die Versiegelung wenigstens teilweise ausgleichen. Je dichter Bäume und Sträucher im Garten stehen, desto mehr Niederschläge kann ein Grundstück speichern.

Dadurch verbessert sich auch das Mikroklima rund ums Haus, was wiederum den Bewohnern zugute kommt. Eine Brauchwasseraufbereitung und eine Regenwassernutzungsanlage helfen, zusätzliches kostbares Trinkwasser zu sparen, von dem immer noch viel zu viel durch unsere Kloschüsseln rauscht.
 

Regenwasserversickerung

Wer Niederschläge auf dem eigenen Grundstück versickern lässt, unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf – und wird von der Niederschlagsgebühr befreit. Wer obendrein Trinkwasser und die entsprechenden Gebühren sparen will, sammelt und nutzt das Regenwasser für WC, Waschmaschine und Bewässerung. Erfahren Sie mehr über die Regenwasserversickerung.

Wohngesunder Innenausbau

Bei der Innengestaltung sollte man ebenfalls auf wohngesunde Materialien achten. Der günstige Einfluss von naturnahen Wandbeschichtungen und Bodenbelägen auf die Raumluft ist unbestritten. Und an den Wänden machen sich neu entwickelte Produkte wie farbige Lehmputze oder Naturfaserputze aus Viskose, Hanf und Leinen gut.

Alkalische Kalkputze sind schimmelresistent und daher für den Keller bestens geeignet. Nicht nur Allergiker wählen Farben, die auf Basis von natürlichen Bindemitteln wie Knochenleim oder Kasein und mit natürlichen Pigmenten hergestellt werden.

Holzoberflächen sollten möglichst nur mit Wachsen und Ölen behandelt werden, damit die Poren für eine funktionierende Feuchteregulierung der Raumluft offen bleiben. Das ist wichtig, wenn der massive Parkett- oder Dielenboden auf den Dauereinsatz vorbereitet, aber nicht versiegelt werden soll.

Das natürliche Produkt Linoleum, aus Kalk, Holz- und Korkmehl, Leinöl, Harzen und Pigmenten bestehend, ist von sich aus äußerst robust und sogar antibakteriell. Teppiche aus Wolle brauchen keinen chemischen Mottenschutz, ein Extrakt aus dem indischen Neem- Baum tut es auch.

Selbst auf Kleber, Fugendichtmassen und Montageschäume mit bedenklichem Chemiecocktail kann man ververzichten. Es gibt etwa Kleber aus Naturlatex und Silikone auf Wasserbasis.

Warum nachhaltiges Bauen?

Fertighäuser sind darauf ausgelegt, nicht nur ein dauerhaft komfortables und sicheres Zuhause mit geringen Betriebskosten zu bieten, sondern gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein Aspekt, der in Zukunft sicherlich noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Um ökologisches Bauen in Zukunft zu fördern, muss die Neubauförderung langfristig an den Aspekten des nachhaltigen Bauens, eines niedrigen Energiebedarfs, der Verwendung nachhaltiger Baustoffe sowie unter Berücksichtigung des Lebenszyklus des Gebäudes ausgerichtet werden. Die Fertighausbranche sieht sich durch ihr umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis gut vorbereitet, Bauherren eine neue Generation zukunfts- und förderfähiger Gebäude anzubieten, die die politischen Zielanforderungen für 2030 und 2045 fest im Blick haben.

Denn fest steht: Die jetzige Generation an Bauherren und Baufamilien stellt die Weichen für nachhaltiges Bauen, für einen ökologischen und zukunftssicheren Gebäudebestand.

Alle Beiträge rund um das ökologische Bauen finden Sie hier:

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Wer einen Hausbau plant oder einen Altbau saniert, hat in der Regel viele Fragen. bau-welt.de informiert Bauherren und Renovierer über alle wichtigen Themen und gibt hilfreiche Tipps. 

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