Stommel – HAUS BLAUFICHTE

Die Geschichte der Pigahts ist wirklich nicht alltäglich. Ehefrau Angelika stammt aus dem mitteldeutschen Harz, Ehemann Jörg von der Ostseeküste. Von Beruf Erdölingenieur, hat der Hanseat überall auf der Welt zu tun – und die vierköpfige Familie lebte die vergangenen 20 Jahre stets fern der Heimat. Meist in London, Kairo, Oslo und Den Haag.

Und dann kam im letzten Jahr das Angebot der Firma: drei bis vier Jahre „Country Manager Libyen“ in Tripolis. „So ein Angebot sollte man nicht ablehnen“, weiß Jörg Pigaht, die leitende Position in einem internationalen Unternehmen verpflichtet ... Also hieß es wieder einmal Koffer packen. Doch allmählich stellten sich die Eheleute dabei auch die Frage, wo sie ihre Koffer in absehbarer Zeit eigentlich gerne endgültig wieder auspacken würden. Wo sollte der Lebensmittelpunkt liegen? Wo sich später einmal zur Ruhe setzen? Für die Cosmopolitans durchaus sehr offene Fragen. Die Antworten suchten sie, indem sie sich in der Welt umschauten, unter anderem in Irland, Portugal und in Südafrika Landschaften und Bau(land)preise erkundeten – um schließlich in einem kleinen Dorf im Südschwarzwald zu landen! Ein 800-Seelen-Ort, dort, wo die Bäume am höchsten, die Täler am tiefsten sind. Hier fanden sie ihre Kriterien erfüllt: Ruhe, Berge und mit Zürich und Frankfurt die (relative) Nähe zu einem internationalen Airport. Einfach genau der richtige Kontrast zum pulsierenden Leben der Zwei-Millionen-Stadt Tripolis und anderen Metropolen. Pigahts kauften zunächst ein Baugrundstück direkt am Waldrand, dann machten sie sich auf die Suche nach einem passenden Hausbauunternehmen.

 

In Frage kamen für sie in erster Linie Holzhausanbieter. „Der Aufenthalt in Norwegen hat uns geprägt“, erklärt Angelika Pigaht dazu. In einem Holzhaus direkt am Fjord hatten sie „das sehr angenehme Raumklima schätzen gelernt“. Dann sammelten sie per Telefon und Internet Prospekte, besuchten die Musterhäuser ihrer Favoriten und ließen sich schließlich nach eingehenden Gesprächen von vier Firmen konkrete Angebote erstellen. „Die Stommel-Unterlagen stachen uns gleich ins Auge“, erinnert sich Jörg Pigaht. Angesprochen habe sie zunächst das hochwertige Polarkiefer-Holz als Baumaterial sowie die große architektonische Bandbreite der individuell geplanten Stommel-Häuser. Interessant dabei, dass gerade die Weitgereisten beim eigenen Hausbau offenbar größten Wert auf die sprichwörtlich solide deutsche Wertarbeit legten. „Die Firma hat jahrzehntelange Erfahrung und baut perfekt bis ins Detail“, bringt der Bauherr seine Wertschätzung auf den Punkt. Bei einem ersten Beratungsgespräch und einer Besichtigung der Vorfertigung des Holzes auf computergesteuerten Präzisionsmaschinen habe sich der anfänglich gute Eindruck bestätigt. Wobei die Bauherrin die von Stommel patentierte Bauweise mit Elementwänden aus senkrecht gestellten Blockbohlen hervorhebt: „Dieser Wandaufbau überzeugte uns absolut.“ Die sogenannte Senkrechtwand bietet die bekannten Vorzüge einer dampfdiffusionsoffenen Massivholzwand, ist jedoch setzungsfrei und darüber hinaus besonders wärme- und schalldämmend (siehe Kasten). Keine Frage, dass die Bauaspiranten Pigaht auch gleich das für sie entscheidende Thema anschnitten. Sie wollten eine „Komplettlösung aus einer Hand“ sowie „bauen aus der Ferne“. Es war ganz klar, erläutert Angelika Pigaht, „dass wir während der Bauzeit nicht hier sein können“. Sie nämlich lebte noch in Den Haag, ihr Mann phasenweise in London und dann beide bereits in Tripolis. Stommel stellte sich der Aufgabe und nun waren es für die Bauherrschaft noch sieben Schritte bis zum neuen Eigenheim: 1. Vertragsunterzeichnung, 2. Grundstücksbegutachtung, 3. Bemusterung, 4. Baustellenbesuch Rohbau, 5. Baustellenbesuche Innenausbau, 6. Hausabnahme und 7. Einzug.

 

Am 9. Dezember 2002 unterschrieben Pigahts die Verträge für Haus und Keller, Letzteren baute ein Stommel-Kooperationspartner. Dann folgte die Grundstücksbegehung mit dem Architekten, der die Ideen der Bauherrschaft in Pläne umsetzte und den Bauantrag erarbeitete. Nötige Abstimmungen, Unterschriften etc.? Es ging per Telefon, Fax und internationaler Post! Dann die „Bemusterung“ am Firmenstandort, wobei die komplette Ausstattung des Hauses von der Heizung über die Fensterfarbe bis zu den Türgriffen festgelegt wird. Drei Tage waren die Eheleute vor Ort, bis das umfangreiche Ausstattungsprotokoll fertig war. Jetzt bekamen sie von der Firma noch einen präzisen Bau-Ablaufplan der vorgab, wann was geschehen sollte und Pigahts ließen die Bauprofis machen ... „Wir hatten nie schlaflose Nächte“, versichert die Bauherrin und ihr Mann ergänzt: „Wir zahlten nach Baufortschritt, was also sollte groß passieren?“ Man muss sich das einmal vorstellen. Erdarbeiten, Kellerbau, Hausbau; ein paar Mails und Faxe, einige Telefonate – und als der Bauherr auf einem Flug von Tripolis nach London mal kurz einen Zwischenstopp einlegte, konnte er seine Frau in Libyen anrufen. „Ich sitze schon in unserem Haus, alles ist ganz toll!“ Mitte Juni 2003 war Baubeginn gewesen, Ende August kamen dann erstmals beide gemeinsam zur Stippvisite auf die Baustelle. Es lief gerade der Heizungseinbau und Frau Pigaht erinnert sich. „Das war schon klasse! Alles stimmte und man war voll im Zeitplan.“

 

Das bestätigte sich auch bei einem zweiten Besuch während des Innenausbaus und nach wie vor hatte die Bauherrschaft „mit dem Bau im Prinzip nichts zu tun“. Ihre wichtigste Frage an den Stommel-Bauleiter lautete: „Schafft Ihr den Termin 1.Dezember?“ Tatsächlich fand bereits am 21. November die Hausübergabe mit förmlichem Abnahmeprotokoll statt. „Es gab nichts zu meckern“, freut sich der Bauherr, „nur ein paar minimale Kleinigkeiten, die rasch in Ordnung gebracht wurden.“ Elf Monate von Unterschrift bis Einzug, fünf Monate Bauzeit. Für die Hausbaufirma die reine Routine. Der Ablauf dagegen war auch für sie etwas Besonderes. Und das Ergebnis? „Ich bin in das Haus rein gekommen und habe mich sofort rundum wohl gefühlt“, erzählt Angelika Pigaht. „Das Haus ist vom Wohnklima her absolut spitze“, sagt Jörg Pigaht. In Tripolis schauen sie auf Sand und Meer, hier auf Wald und Wiesen. „Das Grün ist eine Wohltat für die Augen und fürs Gemüt“, sinniert die Hausherrin beim Blick über die Schwarzwaldhöhen. Auch Tochter Janina und Sohn Maurice, zurzeit mit Wohnsitz in Utrecht bzw. München, kommen gerne her. Denn jetzt hat die Familie hier einen gemeinsamen Bezugspunkt, ein Zuhause. Und Pigahts freuen sich schon heute mächtig darauf, in absehbarer Zukunft dauerhaft in ihrem Massivholzhaus zu leben.

Voll senkrecht

Die patentierte Stommel-Elementwand aus senkrecht gestellten, doppelten Blockbohlen mit innerer Zusatzdämmung ist einmalig: Die setzungsfreie Konstruktion erweist sich als besonders tragfähig und bietet eine ganz besondere Ästhetik mit allen Möglichkeiten einer freien, individuellen Architektur. Zum sprichwörtlich guten Holzhaus-Raumklima mit ausgezeichneter Feuchtigkeitsregulierung kommen bei dem insgesamt 37,5 Zentimeter starken Wandaufbau hoher Schall- und Wärmeschutz. „Mit den Massivbaustoffen Holz, Gips und relativ schweren Holzweichfaserplatten als Kerndämmung wird auch der Schutz vor sommerlicher Hitze nochmals deutlich verbessert“, erklärt Firmenchef Franz Stommel seine Erfindung. Enorm wichtig auch das Detail: Die raumseitige Installationsebene für die haustechnischen Installationen vom Wasserrohr bis zum PC- und Telefonkabel lässt die Luftdicht-Ebene der Wand unangetastet.

Hersteller

Stommel Haus GmbH
Sternstraße 28
53819 Neunkirchen-Seelscheid

Tel.: 0 22 47/91 72 30

www.stommel-haus.de