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Renovierung 90er-Jahre-Bad: Moderner Umbau nach drei Jahrzehnten

Nach 30 Jahren entschied sich die Hamburger Familie für eine Renovierung ihres 90er-Jahre-Bads.

Nach 30 Jahren wirkte der Sanitärraum nicht nur abgewohnt, sondern auch nüchtern, ungemütlich und war mit den Ansprüchen der Familie an Ästhetik und Komfort nicht in Einklang zu bringen. Deshalb entschied sich die Hamburger Familie für die Renovierung ihres 90er-Jahre-Badezimmers.

Renovierung nach 30 Jahren

1990 klingt eigentlich nicht nach Altbau. Und an der Bausubstanz der attraktiven und gut gelegenen Wohnanlage in Alsterdorf, also in Hamburgs grünem Norden, war auch nichts auszusetzen. Doch gerade im Badbereich können drei Jahrzehnte schon ein Quantensprung in Bezug auf Design und Technik bedeuten.

Das vorhandene Badezimmer bot mit seinen acht Quadratmetern Wohnfläche und einem Fenster eine solide Basis. Zudem waren die Sanitärobjekte sowie der Wand- und Bodenbelag ursprünglich einmal nach langlebigen und funktionalen Kriterien ausgewählt worden – das war‘s aber auch.

Noch vor dem Einzug in die Eigentumswohnung sollte der Innenraum einer Renovierung unterzogen werden.

Von Grund auf neu

Eine umfangreiche Modernisierung stand auf dem Plan. Das Projekt wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Die Bauherrin war selbst sehr engagiert bei der Badplanung, der Gestaltung und der Auswahl der Produkte. Den Umbau überließ man aber selbstverständlich den Profis aus dem Fachhandwerk.

Die Renovierung stellte sich als Mammutaufgabe heraus. Allein das Herausschlagen der alten Fliesen musste mit einem Bohrhammer erfolgen und dauerte knapp eine Woche – statt des veranschlagten Tages.

Die Verrohrung musste komplett erneuert werden und natürlich trugen auch die Wünsche nach dem perfekten Design, etwa der Unterputz-Installation der Armaturen, zum Arbeitsaufwand bei.

Neue moderne Familienoase

Die Investition hat sich gelohnt. Auf acht Quadratmetern entstand eine Familienoase, die klares Design gekonnt mit einer wohnlichen Atmosphäre verbindet. Bei der Ausstattung hatten die beiden fast erwachsenen Kinder mehr als ein Wörtchen mitzureden.

Die Entscheidung für eine Badewanne zum Beispiel fällte die Tochter: „Sonst wäre ich gar nicht mit eingezogen“, scherzt sie. Tatsächlich ist das dünnwandige Modell, das so viel Leichtigkeit vermittelt, „extrem gemütlich”, bestätigt die Bauherrin.

Die Wanne besteht aus hochwertigem, titanveredelten Stahl-Email mit einer zusätzlichen Oberflächenveredelung für höchste Stabilität, die sie schlag-, kratz- und abriebfest macht.

Einig war man sich sofort über eine bodengleiche Dusche. Die Regenkopfbrause stand wiederum klar auf der Liste der Kinder, wird jetzt aber auch von der Bauherrin ausgiebig genutzt. Von der Glasabtrennung, die sich an die Wand klappen lässt, profitiert der kleine Raum enorm.

Design Heizkörper als Raumteiler

Geschickt war es auch, den Design Heizkörper als Raumteiler zu positionieren – so kommt er gut zur Geltung, er hätte ohnehin an keiner Wand Platz gefunden. Die kantige, geometrische Form passt perfekt ins moderne Bad.

Und so ist das WC „blickgeschützt“. Das spülrandlose WC ist leicht zu reinigen, die integrierte „Direct-Flush“-Technik sorgt für effektive Flächenbespülung.

Auch Stauraum ist im kleinen Familienbad ein sensibles Thema, das mit dem wandhängenden, horizontal betonten Waschtisch optisch „luftig leicht“ gelöst wurde – gekrönt vom breiten Spiegel mit der umlaufenden Beleuchtung, die per Touch-Sensor bedient wird.

Fliesen als Stilelement

Die Vorbesitzer des 90er-Jahre-Bads hatten sich für einen fast wandhohen Fliesenspiegel im Bad entschieden. In den 90ern sah man in Fliesen vor allem eine wasserfeste, pflegeleichte Wandverkleidung.

Diese Eigenschaften besitzen Fliesen heute immer noch, allerdings ist ihre Gestaltungsvielfalt stärker in den Vordergrund gerückt. Und die Erkenntnis, dass sie mit anderen Arten der Wandverkleidung gut harmonieren.

Sachlichen Purismus im Stil der Bauherrin betonen die großformatigen, trendstarken Bodenfliesen in Betonoptik. Einen noch stärkeren Kontrast zum klaren, schlichten Weiß der Sanitärobjekte setzt die Wandfarbe, ein abwaschbarer Lack.

Grau ist die Trendfarbe überhaupt und hier das i-Tüpfelchen, um zu zeigen, dass nach der Renovierung des 90er-Jahre-Bads die Neunzigerjahre weit hinter sich gelassen wurden und das Badezimmer ganz eindeutig Komfort und Design der heutigen Zeit widerspiegelt.

Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen die elf Schritte der Umbau-Arbeiten des 90er-Jahre-Bads. Außerdem erfahren Sie, welche Produkte bei der Renovierung um Bad eingesetzt wurden.

Umbau-Arbeiten

Hier stellen wir Ihnen die elf Schritte der Umbau-Arbeiten vor:

Schritt 1: 

Zuerst wurden die Fliesen von den Wänden abgeschlagen. Da diese in einem dicken Mörtelbett lagen, musste der Handwerker die Fliesen mit einem Bohrhammer von den Wänden entfernen.

Schritt 2: 

Das Abflussrohr für die bodenebene Dusche wurde erneuert. Rohrleitungen im Bad wurden neu verlegt, um Wege zu verkürzen und um auf die hässlichen Absätze am Rand verzichten zu können.

Schritt 3:

Das neue WC wurde mittels Vorwandinstallation angeschlossen. Rechts davon befindet sich der Versorgungsstrang mit Wasseruhren, der später in Trockenbauweise verkleidet wurde und einen kleinen Wandvorsprung neben dem WC darstellt.

Schritt 4:

Bei Heißwasserleitungen – ob Brauchwasser (Heizung) oder Trinkwasser – müssen die Kupferrohre unbedingt mit einer Isolierschicht gegen Wärmeverluste gedämmt werden.

Schritt 5:

Eine Unterputzinstallation für die Duscharmatur lässt die Technik in der Wand verschwinden.

Schritt 6:

Die Verlegung von Estrich auf einer Trennschicht, hier PE-Folie, verhindert ein Aufsteigen von Feuchtigkeit. Randdämmung grenzt Estrich von den Wänden ab. Alter Estrich und Bodenfliesen wurden entfernt.

Schritt 7:

Ausgleichender Nass-Estrich ist gegossen inkl. Gefälle für die bodenebene Dusche. Um auf den sehr unebenen Wänden eine glatte Fläche für den Wandlack zu schaffen, kamen feuchtraumgeeignete Gipsplatten (grün) zum Einsatz.

Schritt 8:

Die Bodenfliesen werden ins Kleberbett verlegt. Gearbeitet wird von der Tür zum Fenster.

Schritt 9:

Der Leitungsschacht ist verkleidet und wesentlich kleiner als der alte. Die Anschlüsse an den Heizungskreislauf für den Heizkörper ragen aus dem Boden.

Schritt 10:

Gerade im Bereich von Spritzwasser, wie hier in der Dusche, wird der Wandbereich mit Dichtanstrich, Dichtbändern und Dichtmanschetten vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt.

Schritt 11:

Nur im Bereich der Dusche wurden Wände verfliest. Hier kam das gleiche Material wie am Boden zum Einsatz. Nach dem Verfugen wird der Fliesenbelag mit einem Schwammbrett diagonal saubergewaschen, ohne die Fugen zu beschädigen.

Produkte des renovierten 90er-Jahre-Bads

  • Bette: Badewanne BetteLux Oval Silhouette V 175 x 80 cm in Weiß für Eckeinbau, mit Schürze
  • Emco: Waschtisch emco asis, Mineralguss in Optiwhite mit Schublade + Ordnungssystem sowie LED-Lichtspiegel emco asis prestige mit umlaufender Beleuchtung und Farbwechsel mit Touch-Sensor
  • Steuler: Wand- und Bodenfliese C-ment. Farbe: Kiesel, Format 60 x 60 cm
  • Oberwasser: Duschwand faltbar, Floatglas
  • Villeroy & Boch: WC Avento
  • Zehnder: Designheizkörper Quaro, Grau Aluminium Metallic als Raumteiler
  • Ausführender Sanitär-Fachbetrieb: Heizung & Sanitär Kleinke, Ahrensburg

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