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Professionelle Dachreinigung – Seriöse Saubermänner

Wenn Moos auf dem Dach zum Problem wird, ist es Zeit für eine professionelle Dachreinigung. So läuft sie ab.

Patina trübt lediglich die Optik, viel Moos staut jedoch das Regenwasser. Wir zeigen mit Tipps vom Fachmann, wann eine Dachreinigung Sinn macht und wie sie ohne Schäden vonstatten geht. Hier schon ein Profi-Tipp vorweg: Vorsicht bei kurzfristiger Dachkosmetik!

Algen, Flechten und Vogelkot auf dem Dach ärgern viele Hausbesitzer. Während die Patina vor allem die Optik empfindlich stört, kann üppiger Moos- oder Pflanzenbewuchs Gift für die schützende Funktion sein.

Dachdeckermeister Andreas Harnacke zeigt den professionellen Weg für eine erfolgreiche Dachreinigung auf. Weiße Flecken, schmierige Grünbeläge – wenn Dächer in die Jahre kommen, bilden sich natürliche Rückstände auf den Oberflächen. Funktion und Lebensdauer werden davon häufig zwar nicht beeinflusst, der optische Gesamteindruck einer Immobilie schon.

„Eine sorgfältige Dachreinigung“, sagt Andreas Harnacke, „lohnt sich auf jeden Fall, wenn sowohl Optik als auch die schützende Funktion eines Daches beeinträchtigt sind.“

Das sei immer der Fall, wenn dichter Moosbewuchs das Ablaufen des Regenwassers behindert und dauerhaft Feuchtigkeit unter die Überdeckungen der Dacheindeckung oder Risse in den Platten in die Dämmung eindringen und dort schlimmstenfalls zur Schimmelbildung führen kann. „Dächer am Rande von Grünzonen oder unter Bäumen sind grundsätzlich betroffen“, weiß Harnacke.

Schwarze Schafe bei der Dachreinigung

Während fliegende Reinigungstrupps vorgeblich preiswerte Dachreinigungen mit einfachen Haushalts-Hochdruckreinigern inzwischen reihenweise an der Haustür oder über das Internet offerieren und dabei Dächer und Dämmung häufig mehr beschädigen als sanieren, haben Profis wie Andreas Harnacke eine eigene umweltschonende wie effektive Reinigungsmethode mit individuell steuerbaren rotierenden Doppeldüsen entwickelt – und damit selbst denkmalgeschützten Gebäuden und edlen Promi-Villen sensibel neuen Glanz verliehen.

„Außer Luft und Wasser“, sagt der Dachdeckermeister und Tüftler aus dem sauerländischen Bad Fredeburg in Schmallenberg, „kommt keinerlei Chemie zum Einsatz.“ Bei der nachhaltigen Grundreinigung spielen die richtige Balance zwischen den beiden Hauptelementen – ein Flächendruck von bis zu 320 Bar an den beiden Lanzenspitzen und profunde Materialkenntnis – die entscheidende Rolle.

Dabei achten ausgebildete Dachdecker sowohl auf die präzise Reinigungsrichtung als auch auf die sachverständige Bewegung auf Beton-, Ziegel- oder Schieferdächern: „Die Gefahr, durch Fehltritte intakte Dachflächen zu beschädigen oder durch falsche Lanzen Schmutzwasser in die Dämmung zu blasen, ist enorm groß“, weiß Harnacke, dessen Verfahren mit dem Deutschen Sanierungspreis ausgezeichnet wurde.

Tipp: Checkliste Reinigung

Bei Angeboten für eine Dachreinigung sollten Hausbesitzer auf folgende Punkte achten:

  • Werden die Arbeiten von ausgebildeten Dachdeckern durchgeführt?
  • Werden mögliche Dachschäden professionell ausgebessert?
  • Werden Speziallanzen eingesetzt, die keine Schäden an Dach und Dämmung verursachen?
  • Wird das gereinigte Dach mit ökologisch unbedenklichen Pflegemitteln und einem Langzeitschutz nachbehandelt?
  • Werden Fassaden und angrenzende Flächen vor Spritzwasser geschützt?
  • Werden Dachrinnen, Abläufe und Gehwege rund ums Haus anschließend gereinigt?

Beratung unter 02974/9 68 94 15, Ansprechpartner: Andreas Harnacke.
Foto: Idee Media

Geschulte Dachdecker-Augen

Viele seiner Reinigungsarbeiten führt er mithilfe eines Steigers oder eines 30 Meter-Auslegers von einem Schwebekorb aus: „So erreichen wir sicher selbst schwer zugängliche Schmutzstellen in Kehlen, hinter Kaminen und Dachgauben.“ Dabei stellen geschulte Dachdecker-Augen auch gleich fest, ob Dachsteine oder Abdeckungen beschädigt sind und in einem Arbeitsgang fachgerecht repariert werden können.

„Besonders gründlich, mit einer Reinigungswirkung von 96 Prozent, lassen sich wegen ihrer durchgehend robusten Oberflächenstruktur Schieferdächer und -fassaden reinigen”, so Harnacke. Deren natürlicher Glanz kann im Anschluss an die Reinigung noch mit einem ökologischen Pflegemittel für einen zweiten Lebensabschnitt verstärkt werden.

Vorsicht: Asbestdächer!

Keinesfalls selbst Hand anlegen auf dem Dach sollten die Hausherren. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks warnt aus mehreren Gründen vor einer Eigenleistung: „Heimwerker verkennen häufig die Absturzgefahr. Viele wissen nicht, dass das Reinigen von asbesthaltigen Faserzementdächern strikt verboten ist.“

Wer mit normalen Haushaltsreinigern auf Beton- oder Ziegeldächern agiert, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch die Haltbarkeit seines Daches: „Bei Betonsteinen wird mit unsensiblen Hochdruckreinigern die Oberfläche zerstört, der Stein sandet aus und ist nach der Reinigung anfälliger für Mikroorganismen. Bei Ziegeldächern können Risse in der Glasur entstehen. Eindringende Feuchtigkeit sorgt bei Frost für Brüche im Ziegel”, warnen Experten.

Kosmetik bringt wenig

Von einer Dachbeschichtung, um den Glanz alter Tage mit Farbe aufleben zu lassen, hält Andreas Harnacke wenig. Grundsätzlich möglich sei das zwar bei Beton- oder Ziegeldächern, der kosmetische Erfolg aber meist nur kurzfristig: „Die Farbe wird an den Stößen und auf Restflecken nicht dauerhaft halten und mit der Zeit abblättern.“

Aber auch eine noch so professionelle Dachreinigung hilft nicht immer: Sind Oberflächen bereits stark verwittert und durch feine Wurzeln angegriffen, Glasuren beschädigt, die Grünbildung hartnäckig oder sogar noch asbesthaltige Platten vorhanden „ist eine Neueindeckung häufig die bessere oder im Falle von Asbest sogar die einzige Wahl - langfristig gesehen oft auch die günstigere.“

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