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Richtig lüften: So geht's

Richtig lüften im Sommer sowie im Winter ist nicht schwer. Mit 6 simplen Tricks gelangen Sie zu einem gesünderen Raumklima.

Richtig lüften im Sommer

An heißen Tagen empfehlen sich folgende Tipps zum Lüften:

  • Während der Tageshitze: Fenster zu und Sonnenschutz runter
    Denn: "Viele reißen in der Mittagshitze die Fenster auf und wundern sich, warum es danach noch wärmer ist", sagt Kevin Schöneck, Geschäftsführer von Fensterfabrik24.com
  • Morgens und abends: Wenn die Außentemperaturen niedriger sind, sollte man ausgiebig lüften. Dabei unbedingt achten, die über den Tag kühl gebliebenen Räume nicht "warmzulüften"
  • Richtig lüften statt Dauerlüften: Gekippte Fenster im Sommer führen eher zu einem Hitzestau als zu Abkühlung. Ideal ist ein kurzes, kräftiges Stoßlüften von fünf bis zehn Minuten – am besten mit Querlüftung (gegenüberliegende Fenster und Türen öffnen, damit ein Luftstrom entsteht)
  • Idealerweise außen liegenden Sonnenschutz wie Jalousien und Rollläden verwenden: Die Innenräume heizen sich dann so wenig wie möglich auf. 
  • Elektronische Geräte wie Fernseher oder Computer ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden.
  • Ventilatoren beim frühmorgendlichen Lüften verwenden, um kühle Luft überall im Raum zu verteilen.
  • Teppiche wo möglich einrollen: Ein Raum ohne Teppich kühlt schneller ab.

Richtig lüften im Winter

Hier sind unsere Tipps fürs Lüften im Winter: 

  • Mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit öffnen: Die verbrauchte Luft geht raus, frische Luft kommt in den Raum. Dabei sollten alle Fenster vollständig geöffnet werden, um einen ausreichenden Luftaustausch zu gewährleisten.
  • Heizung während des Lüftens abstellen: Eine aufgedrehte Heizung sorgt dafür, dass frische Luft nicht ausreichend in die Innenräume gelangen kann. Vor allem bei gekipptem Fenster blockiert die warme Luft im Raum die Frischluft von draußen.
  • Über eine Lüftungsanlage nachdenken: Sie kann Feuchtigkeit schnell abführen und hilft besonders in Küche und Bad.
  • Luftfeuchtigkeit im Raum niedrig halten: Das Trocknen von nasser Kleidung oder Handtüchern in den Wohnräumen möglichst vermeiden.

6 Tricks fürs richtige Lüften

1. Stoßlüften statt Dauerlüften

Der gängigste Fehler ist, die Fenster nur zu kippen anstatt sie fünf Minuten komplett zu öffnen. Denn bei gekippten Fenstern findet kaum Luftaustausch statt. Die verbrauchte Luft bleibt in der Wohnung. Bei dauergekipptem Fenster kühlen Wände und Möbel aus. An der kältesten Stelle, der Fensterlaibung, kondensiert dann die Feuchtigkeit aus der Raumluft – was ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel schafft.

2. Regelmäßig lüften

Nur durch tägliche Zufuhr von frischer Luft entsteht ein gesundes Raumklima. Vor allem in gut gedämmten Gebäuden mit perfekt schließenden Fenstern und isolierten Wänden muss ein Luftaustausch aktiv herbeigeführt werden. Entweder durch eine Lüftungsanlage oder regelmäßiges Stoßlüften.

3. Mit Durchzug lüften

Besonders effizient lüftet, wer in der Wohnung alle Fenster gleichzeitig öffnet. Der Luftaustausch ist optimal, ohne die Wände auszukühlen. Anschließend gleich wieder die Heizung einschalten, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt als kalte. Das schafft ein gesundes Raumklima.

4. Sofort lüften

Schimmel befällt zuerst Küche, Bad und Schlafzimmer, denn hier entsteht die meiste Luftfeuchtigkeit. Also gilt:

  • nach dem Duschen und Kochen gleich kräftig lüften

  • nach dem Aufstehen das Schlafzimmer intensiv lüften und auf mindestens 18 Grad Celsius heizen

  • sofort trocknen, wo intensiv Feuchtigkeit entsteht: etwa nasse Fenster oder Fliesen an Badewanne und Dusche

  • die Spülmaschine nach Beenden des Programms noch 30 Minuten geschlossen halten

Und beim Lüften darauf achten, dass Türen offenbleiben, siehe Punkt 3 zur Luftzirkulation.

Wer in der Wohnung Wäsche trocknet, sollte die Räume ausreichend heizen und besonders auf regelmäßiges Stoßlüften achten. Tipp: Wäsche in der Waschmaschine vorher gut ausschleudern.

5. Luftfeuchtigkeit beobachten

Beschlagene Fensterscheiben sind ein wichtiger Hinweis, dass nicht ausreichend gelüftet oder zu wenig geheizt wird. In unsanierten Bestandsbauten sind die Scheiben meist die kältesten Stellen im Raum. Zu hohe Luftfeuchtigkeit schlägt sich also hier ab.

Wie viel Feuchtigkeit gibt ein Mensch pro Tag ab?

Alles was lebt, scheidet Wasser an die Raumluft aus. Räume mit vielen, großblättrigen Zimmerpflanzen müssen also häufiger gelüftet werden. Sie geben viel Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab.

Ein Mensch verliert allein durch Atmung pro Tag bis zu 1,5 Liter Feuchtigkeit. Im Schlaf setzt der Körper zusätzlich Feuchtigkeit frei. Durch Kochen, Waschen und Duschen steigt die abgegebene Feuchtigkeit pro Person und Tag auf bis zu zehn Liter.

6. Richtig heizen

Im Wohnbereich ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius ideal. In weniger genutzten Räumen genügt eine niedrigere Temperatur: So reichen im Schlafzimmer nachts 16 bis 17 Grad Celsius. In der Küche heizen Herd und Kühlschrank mit.

Tipp: An gleichmäßig und flächendeckend erwärmten Wänden schlägt sich kein Kondenswasser ab. Schimmel hat keine Chance.

Bei der Möblierung sollte man darauf achten, Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zu verdecken. Sechs Zentimeter Abstand zwischen Außenwand und Möbelstück sind ideal, damit warme Raumluft zirkulieren kann und die Außenwände nicht zu kalt werden. 

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