
Stromspeicher für Photovoltaik
Solarstrom selbst nutzen und Stromkosten dauerhaft senken
Mit einem passenden Stromspeicher nutzen Sie deutlich mehr selbst erzeugten Solarstrom, senken Ihre Stromkosten und werden unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Speichergröße sinnvoll ist, welche Kosten realistisch sind und worauf Sie bei Planung und Wirtschaftlichkeit achten sollten.
Photovoltaikanlagen gehören inzwischen für viele zum Standard. Doch ohne Stromspeicher kann ein großer Teil des erzeugten Solarstroms gar nicht selbst genutzt werden. Tagsüber produziert die Anlage oft mehr Energie, als im Haushalt gerade benötigt wird – abends und nachts muss dagegen Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.
Ein Stromspeicher – auch Batteriespeicher oder PV-Speicher genannt – schließt diese Lücke. Er speichert überschüssigen Solarstrom und stellt ihn genau dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Dadurch steigt der Eigenverbrauch deutlich und die Abhängigkeit von steigenden Strompreisen sinkt.

Warum sich ein Stromspeicher lohnt
Wer heute eine Photovoltaikanlage installiert, verfolgt meist zwei Ziele: die eigenen Stromkosten dauerhaft zu senken und möglichst unabhängig vom Energieversorger zu werden. Genau dabei spielt der Stromspeicher eine zentrale Rolle.
Ohne Batteriespeicher wird der größte Teil des Solarstroms genau dann erzeugt, wenn viele Haushalte wenig Strom verbrauchen – nämlich mittags. Überschüssige Energie wird dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Dafür erhalten Betreiber zwar eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung, wirtschaftlich attraktiver ist jedoch meist der Eigenverbrauch. Denn jede selbst genutzte Kilowattstunde muss nicht zum aktuellen Strompreis eingekauft werden.
Ein Einfamilienhaus ohne Stromspeicher erreicht häufig einen Eigenverbrauch von etwa 25 bis 30 Prozent.
Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher und einem intelligenten Energiemanagement sind 50 bis 70 Prozent realistisch. Wie hoch der tatsächliche Eigenverbrauch ausfällt, hängt unter anderem von der Größe der Photovoltaikanlage, dem Stromverbrauch im Haushalt und dem individuellen Nutzungsverhalten ab.
Ein höherer Eigenverbrauch bringt gleich mehrere Vorteile:
- geringere Stromkosten,
- mehr Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen,
- bessere Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms,
- geringere CO₂-Emissionen.
Gerade in Kombination mit einer Wärmepumpe oder einer Wallbox für das Elektroauto kann ein Stromspeicher seine Vorteile besonders gut ausspielen. Denn dann stehen zusätzliche Verbraucher zur Verfügung, die bevorzugt mit eigenem Solarstrom betrieben werden können.
Kurz erklärt: Ein Stromspeicher speichert überschüssigen Solarstrom aus Ihrer Photovoltaikanlage und stellt ihn später – beispielsweise am Abend oder in der Nacht – wieder zur Verfügung. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und der Bezug von Netzstrom sinkt.
Kosten und Förderung von Photovoltaik und Stromspeichern

Die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Gleichzeitig sind moderne Systeme leistungsfähiger und langlebiger geworden. Dadurch hat sich ihre Wirtschaftlichkeit verbessert.
Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen
Die tatsächlichen Preise hängen von Hersteller, Montageaufwand, Speichergröße und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Als Orientierung gelten derzeit folgende Marktwerte:
- Photovoltaikanlage: etwa 1.200 bis 1.900 Euro pro kWp
- Stromspeicher (Lithium-Ionen): etwa 700 bis 1.500 Euro pro kWh Speicherkapazität
Zusätzlich können Kosten für Wechselrichter, Energiemanagement, Installation oder eine Wallbox anfallen.
Entscheidend ist jedoch nicht allein der Anschaffungspreis. Viel wichtiger ist, dass Photovoltaikanlage und Stromspeicher optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein überdimensionierter Speicher erhöht zwar den Autarkiegrad, rechnet sich wirtschaftlich aber häufig schlechter als ein passend ausgelegtes System.
Welche Förderungen gibt es?
Bundesweit existiert derzeit keine allgemeine Kaufprämie speziell für Stromspeicher. Dennoch können Sie von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren.
Dazu gehören unter anderem:
- zinsgünstige Kredite für energieeffizientes Bauen und Sanieren,
- regionale Förderprogramme von Bundesländern, Städten oder Kommunen,
- Förderprogramme für einzelne Komponenten wie Wärmepumpen oder Energiemanagementsysteme.
Zusätzlich profitieren viele private Betreiber weiterhin von steuerlichen Erleichterungen. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen sowie Batteriespeichern ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent.
Außerdem sind Erträge aus vielen kleineren Photovoltaikanlagen einkommenssteuerlich begünstigt. Welche Regelungen im Einzelfall gelten, sollte vor der Investition geprüft werden.
Wirtschaftlichkeit hängt vom Eigenverbrauch ab
Ob sich ein Stromspeicher lohnt, entscheidet nicht allein die Größe der Batterie. Ausschlaggebend ist vor allem, wie viel des erzeugten Solarstroms tatsächlich selbst genutzt werden kann.
Wer tagsüber häufig außer Haus ist, profitiert besonders von einem Speicher, weil der überschüssige Strom nicht verloren geht, sondern später genutzt werden kann.
Auch zusätzliche Stromverbraucher wie eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder intelligente Haushaltsgeräte können dazu beitragen, den Eigenverbrauch zu erhöhen und die Investition wirtschaftlicher zu machen.
So funktioniert ein Stromspeicher – Technik, Speichergröße und intelligentes Energiemanagement
So funktioniert eine Photovoltaikanlage
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Herzstück der Anlage sind die Solarmodule, die heute überwiegend aus monokristallinen Siliziumzellen bestehen. Trifft Sonnenlicht auf die Solarzellen, entsteht Gleichstrom.
Da Haushaltsgeräte mit Wechselstrom betrieben werden, übernimmt der Wechselrichter eine wichtige Aufgabe: Er wandelt den erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um und verteilt ihn dorthin, wo er benötigt wird.
Der erzeugte Solarstrom kann anschließend auf drei Arten genutzt werden:
- direkt im Haushalt verbraucht werden,
- in einem Stromspeicher zwischengespeichert werden oder
- ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Die Photovoltaikanlage produziert übrigens nicht nur bei strahlendem Sonnenschein Strom. Auch bei bewölktem Himmel oder diffusem Licht wird Energie erzeugt – wenn auch mit geringerer Leistung.
Gut zu wissen: Moderne Photovoltaikanlagen arbeiten sehr zuverlässig und erreichen eine Lebensdauer von 25 Jahren und mehr. Viele Hersteller geben Leistungsgarantien über diesen Zeitraum.

Batteriespeicher: Technik und Nutzen
Ein Stromspeicher speichert überschüssigen Solarstrom, der tagsüber nicht direkt verbraucht wird. Sobald die Photovoltaikanlage weniger oder keinen Strom mehr erzeugt – etwa am Abend oder in der Nacht –, gibt der Speicher die zuvor gespeicherte Energie automatisch wieder ab.
Heute kommen nahezu ausschließlich Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Sie haben sich aufgrund ihrer hohen Effizienz, langen Lebensdauer und geringen Wartungsanforderungen als Standard etabliert.
Die wichtigsten Vorteile eines Batteriespeichers:
- höherer Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms,
- geringerer Strombezug aus dem öffentlichen Netz,
- mehr Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen,
- automatische Nutzung des gespeicherten Stroms ohne manuelles Eingreifen,
- optimale Ergänzung zu Wärmepumpe und Wallbox.
Moderne Batteriespeicher erreichen einen hohen Wirkungsgrad und arbeiten weitgehend wartungsfrei. Viele Hersteller gewähren Garantien von zehn Jahren. In der Praxis halten hochwertige Speicher häufig deutlich länger, abhängig von Nutzung, Ladezyklen und Betriebsbedingungen.
Wie groß sollte ein Stromspeicher sein?
Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab:
- Jahresstromverbrauch,
- Größe der Photovoltaikanlage,
- Stromverbrauch über den Tagesverlauf,
- Nutzung einer Wärmepumpe,
- Elektroauto mit Wallbox,
- gewünschter Eigenverbrauch.
Als grobe Orientierung gilt:
Etwa 1 kWh Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch.
Für viele Einfamilienhäuser ergibt sich daraus eine sinnvolle Speichergröße von 5 bis 10 kWh.
Diese Faustregel ersetzt allerdings keine individuelle Planung. Ein zu kleiner Speicher kann überschüssigen Solarstrom nicht vollständig aufnehmen. Ein zu großer Speicher bleibt dagegen an vielen Tagen teilweise ungenutzt und erhöht die Investitionskosten unnötig.
Deshalb sollte die Speicherkapazität immer auf die Größe der Photovoltaikanlage und das persönliche Verbrauchsverhalten abgestimmt werden.
Eigenverbrauch und Autarkie: Was ist realistisch?
Viele Hersteller werben mit sehr hohen Autarkiegraden. In der Praxis lohnt sich jedoch ein genauer Blick auf die Zahlen.
Der Eigenverbrauch beschreibt den Anteil des erzeugten Solarstroms, der tatsächlich im eigenen Haushalt genutzt wird.
Der Autarkiegrad gibt dagegen an, wie viel des gesamten Strombedarfs durch die eigene Photovoltaikanlage gedeckt werden kann.
Typische Werte für ein Einfamilienhaus:
| System | Typischer Eigenverbrauch |
|---|---|
| Photovoltaikanlage ohne Stromspeicher | etwa 25–30 % |
| Photovoltaikanlage mit Stromspeicher | etwa 50–70 % |
Ein vollständiger Verzicht auf Netzstrom ist dagegen nur in Ausnahmefällen möglich. Besonders im Winter erzeugen Photovoltaikanlagen deutlich weniger Strom, während gleichzeitig der Energiebedarf vieler Haushalte steigt.
Wer zusätzlich eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto nutzt, kann den Eigenverbrauch weiter erhöhen. Gleichzeitig steigt aber auch der gesamte Strombedarf des Hauses.
Stromspeicher bei Stromausfall: Notstrom oder Ersatzstrom?
Viele Baufamilien wünschen sich einen Stromspeicher als Absicherung bei einem Stromausfall. Wichtig ist dabei, zwischen Notstrom und Ersatzstrom zu unterscheiden.
Ein normaler Batteriespeicher versorgt das Haus nicht automatisch, wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt.
Dafür sind zusätzliche technische Komponenten erforderlich.
Je nach System gibt es unterschiedliche Lösungen:
- Versorgung einzelner ausgewählter Stromkreise,
- Versorgung des gesamten Hauses,
- automatische Umschaltung bei Netzausfall,
- manuelle Aktivierung des Ersatzstrombetriebs.
Wer diese Funktion nutzen möchte, sollte sie bereits bei der Planung berücksichtigen. Eine spätere Nachrüstung ist zwar häufig möglich, verursacht jedoch zusätzliche Kosten.
Praxis-Tipp: Nicht jeder Stromspeicher verfügt serienmäßig über eine Ersatzstromfunktion.
Fragen Sie Ihren Fachbetrieb gezielt danach, wenn Ihnen eine Stromversorgung bei Netzausfällen wichtig ist.

Energiemanagement: Solarstrom intelligent nutzen
Ein moderner Stromspeicher entfaltet sein volles Potenzial erst zusammen mit einem intelligenten Energiemanagement.
Ein Energiemanagementsystem verknüpft Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und elektrische Verbraucher miteinander. Ziel ist es, möglichst viel selbst erzeugten Solarstrom direkt oder zeitversetzt im eigenen Haushalt zu nutzen.
Dabei analysiert das System unter anderem:
- den aktuellen Stromverbrauch,
- die Stromproduktion der Photovoltaikanlage,
- den Ladezustand des Batteriespeichers,
- Wetterprognosen,
- den Energiebedarf einzelner Geräte.
Dadurch können Verbraucher automatisch dann eingeschaltet werden, wenn besonders viel Solarstrom zur Verfügung steht.
Typische Beispiele sind:
- Wärmepumpen,
- Wallboxen zum Laden von Elektroautos,
- Waschmaschinen,
- Geschirrspüler,
- Warmwasserbereitung.
Moderne Systeme lassen sich zudem mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) und – je nach Anbieter – auch mit dynamischen Stromtarifen kombinieren. So kann das Energiemanagement entscheiden, ob der Batteriespeicher mit eigenem Solarstrom oder in günstigen Tarifzeiten aus dem Netz geladen wird.
Das erhöht nicht nur den Eigenverbrauch, sondern kann die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage zusätzlich verbessern.
Virtuelle Stromspeicher und Energie-Clouds: Eine sinnvolle Alternative?
Neben klassischen Batteriespeichern bieten einige Energieversorger sogenannte virtuelle Stromspeicher oder Energie-Clouds an. Dabei wird überschüssiger Solarstrom nicht physisch gespeichert.
Stattdessen speist die Photovoltaikanlage den Strom ins öffentliche Netz ein. Der eingespeiste Strom wird dem Betreiber anschließend – abhängig vom jeweiligen Tarifmodell – rechnerisch gutgeschrieben.
Im Winter oder bei geringer Solarstromproduktion kann diese Strommenge dann wieder bezogen werden. Allerdings handelt es sich nicht um den eigenen, zuvor erzeugten Strom, sondern um eine vertragliche Verrechnung.
Ob sich ein solches Modell lohnt, hängt von den Vertragsbedingungen ab.
Deshalb sollten Sie insbesondere auf folgende Punkte achten:
- monatliche Grundgebühren,
- Vertragslaufzeiten,
- Strompreise für den Rückbezug,
- Begrenzungen der nutzbaren Strommenge,
- Kündigungsfristen.
Ein klassischer Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch direkt im eigenen Haushalt. Energie-Clouds können eine Ergänzung sein, ersetzen einen Batteriespeicher jedoch nicht in jedem Fall. Vor einer Entscheidung lohnt sich deshalb ein sorgfältiger Kostenvergleich.

Photovoltaik und Wärmepumpe: Eine besonders effiziente Kombination
Eine Photovoltaikanlage entfaltet ihr volles Potenzial häufig erst in Kombination mit einer Wärmepumpe. Beide Technologien ergänzen sich sinnvoll: Während die Photovoltaikanlage klimafreundlichen Strom erzeugt, nutzt die Wärmepumpe diesen für Heizung und Warmwasserbereitung.
Besonders in den Sommermonaten kann ein großer Teil des Warmwassers mit selbst erzeugtem Solarstrom bereitgestellt werden. Dadurch sinken die Energiekosten zusätzlich.
Im Winter verändert sich die Situation jedoch: Dann benötigt die Wärmepumpe mehr Strom, gleichzeitig produziert die Photovoltaikanlage aufgrund kürzerer Tage und geringerer Sonneneinstrahlung weniger Energie. Deshalb sollte die Anlage immer auf den tatsächlichen Jahresbedarf abgestimmt werden.
Eine gute Gebäudehülle verbessert die Wirtschaftlichkeit
Wie effizient das Gesamtsystem arbeitet, hängt nicht nur von Photovoltaikanlage und Stromspeicher ab. Auch die energetische Qualität des Gebäudes spielt eine entscheidende Rolle.
Ein gut gedämmtes Haus benötigt weniger Heizenergie. Dadurch sinkt auch der Strombedarf der Wärmepumpe. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage und erhöht den Anteil des selbst genutzten Solarstroms.
Vor allem bei einer umfassenden Sanierung oder einem Neubau lohnt es sich daher, Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe und Dämmmaßnahmen gemeinsam zu planen.

Photovoltaik auf dem Dach: Welche Ausrichtung ist sinnvoll?
Die meisten Photovoltaikanlagen werden auf dem Dach installiert. Dabei beeinflussen Ausrichtung, Dachneigung und mögliche Verschattungen maßgeblich den Stromertrag.
Schrägdach
Ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einer Neigung von etwa 30 Grad erzielt häufig die höchsten Jahreserträge.
Doch auch Ost- und Westdächer können wirtschaftlich sein. Sie erzeugen zwar etwas weniger Strom, verteilen die Stromproduktion jedoch gleichmäßiger über den Tag. Das kann den Eigenverbrauch erhöhen, weil morgens und abends häufiger Solarstrom zur Verfügung steht.
Flachdach
Auf Flachdächern werden die Module in der Regel aufgeständert.
Dabei sollte auf Folgendes geachtet werden:
- Neigungswinkel von etwa 15 bis 35 Grad,
- ausreichender Abstand zwischen den Modulreihen,
- möglichst geringe Verschattung,
- statische Eignung des Daches.
Eine sorgfältige Planung sorgt dafür, dass sich die Module nicht gegenseitig verschatten und dauerhaft hohe Erträge liefern.
Praxis-Tipp: Nicht allein die maximale Stromproduktion entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Eine gleichmäßigere Stromerzeugung über den Tagesverlauf kann den Eigenverbrauch erhöhen und damit einen größeren finanziellen Vorteil bringen.

Photovoltaik an der Fassade: Strom erzeugen mit der Gebäudehülle
Photovoltaik muss nicht ausschließlich auf dem Dach installiert werden. Immer häufiger kommen Solarmodule auch an der Gebäudehülle zum Einsatz.
Diese Form wird als gebäudeintegrierte Photovoltaik (GIPV) bezeichnet.
Dabei übernehmen die Solarmodule gleichzeitig eine bauliche Funktion, beispielsweise als Fassadenverkleidung. Dadurch entstehen moderne Gestaltungsmöglichkeiten, die Stromerzeugung und Architektur miteinander verbinden.
Zu den Vorteilen gehören:
- hochwertige Gestaltung,
- Nutzung zusätzlicher Flächen zur Stromerzeugung,
- Kombination aus Fassadenbekleidung und Energiegewinnung,
- interessante Lösung für Neubauten und anspruchsvolle Sanierungen.
Im Vergleich zu optimal ausgerichteten Dachanlagen fallen die Stromerträge einer Fassadenanlage häufig geringer aus. Dafür kann sie insbesondere bei begrenzter Dachfläche oder besonderen architektonischen Anforderungen eine sinnvolle Ergänzung sein.
Auch dachintegrierte Photovoltaiksysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hier ersetzen die Solarmodule einen Teil der Dacheindeckung und fügen sich besonders harmonisch in das Erscheinungsbild des Hauses ein.
Worauf Sie bei der Planung eines Stromspeichers achten sollten
Ein Stromspeicher sollte niemals isoliert betrachtet werden. Erst das Zusammenspiel aller Komponenten entscheidet darüber, wie wirtschaftlich die Anlage arbeitet.
Vor der Anschaffung sollten deshalb unter anderem folgende Fragen geklärt werden:
- Wie hoch ist der jährliche Stromverbrauch?
- Wie groß soll die Photovoltaikanlage werden?
- Ist bereits eine Wärmepumpe oder Wallbox vorhanden?
- Soll das Elektroauto künftig mit Solarstrom geladen werden?
- Wird eine Ersatzstromfunktion gewünscht?
- Ist später eine Erweiterung geplant?
Je besser die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, desto höher ist in der Regel der Eigenverbrauch und desto wirtschaftlicher arbeitet das gesamte Energiesystem.
Fazit: Stromspeicher sinnvoll planen, nicht überdimensioniert
Ein Stromspeicher ist heute für viele Photovoltaikanlagen eine sinnvolle Ergänzung. Er ermöglicht es, deutlich mehr selbst erzeugten Solarstrom im eigenen Haushalt zu nutzen und den Strombezug aus dem öffentlichen Netz zu reduzieren.
Entscheidend ist jedoch nicht die größtmögliche Speicherkapazität, sondern die richtige Planung. Ein Batteriespeicher sollte immer auf den Stromverbrauch, die Größe der Photovoltaikanlage und weitere Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox abgestimmt werden.
Zusammen mit einem intelligenten Energiemanagement lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Das senkt langfristig die Stromkosten und macht Haushalte unabhängiger von steigenden Energiepreisen.
Wer bereits bei Neubau oder Sanierung alle Komponenten gemeinsam plant, schafft die Grundlage für ein zukunftssicheres und energieeffizientes Zuhause.
FAQs: Schnelle Antworten auf wichtige Fragen
Ja, in vielen Fällen lohnt sich ein Stromspeicher. Er erhöht den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms und reduziert den Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Besonders wirtschaftlich ist ein Batteriespeicher häufig in Kombination mit einer Wärmepumpe, einer Wallbox oder einem insgesamt höheren Stromverbrauch im Haushalt.
Für viele Einfamilienhäuser ist ein Stromspeicher mit einer Kapazität von 5 bis 10 kWh eine gute Wahl. Die passende Größe hängt vom Jahresstromverbrauch, der Leistung der Photovoltaikanlage und dem individuellen Verbrauchsverhalten ab. Ein größerer Speicher erhöht nicht automatisch die Wirtschaftlichkeit.
Eine vollständige Unabhängigkeit ist in einem normalen Einfamilienhaus nur selten erreichbar. Vor allem im Winter erzeugt eine Photovoltaikanlage deutlich weniger Strom, während gleichzeitig der Energiebedarf steigt. Mit einer gut geplanten Photovoltaikanlage, einem Stromspeicher und einem intelligenten Energiemanagement lässt sich der Eigenverbrauch jedoch deutlich erhöhen.
Moderne Lithium-Ionen-Stromspeicher erreichen häufig eine Lebensdauer von 15 Jahren oder mehr. Viele Hersteller gewähren Garantien von zehn Jahren oder auf eine bestimmte Anzahl von Ladezyklen. Die tatsächliche Lebensdauer hängt unter anderem von der Nutzung und den Betriebsbedingungen ab.
Kleine Photovoltaikanlagen für private Haushalte sind in vielen Fällen einkommensteuerfrei. Zudem entfällt häufig die Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation.
Ja. Photovoltaikanlagen erzeugen auch bei diffusem Licht Strom. Der Ertrag fällt bei Bewölkung zwar geringer aus als bei direkter Sonneneinstrahlung, die Anlage arbeitet aber weiterhin zuverlässig.
Ja. Die meisten modernen Photovoltaikanlagen lassen sich nachträglich mit einem Batteriespeicher erweitern. Voraussetzung ist, dass Wechselrichter und Anlagenkonzept dafür geeignet sind. Ein Fachbetrieb kann prüfen, welche Lösung für die bestehende Anlage sinnvoll ist.
Nicht automatisch. Viele Batteriespeicher schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Wer sein Haus auch während eines Stromausfalls versorgen möchte, benötigt eine spezielle Ersatzstrom- oder Notstromfunktion. Diese sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Ein Energiemanagementsystem steuert Photovoltaikanlage, Stromspeicher und elektrische Verbraucher automatisch. Dadurch wird möglichst viel selbst erzeugter Solarstrom direkt genutzt oder zwischengespeichert. Das erhöht den Eigenverbrauch und kann die Stromkosten weiter senken.
Ja. Auch ohne Batteriespeicher können Haushalte einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken und Stromkosten sparen. Ein Stromspeicher erhöht jedoch den Eigenverbrauch deutlich und verbessert häufig die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage.
Ein Stromspeicher speichert überschüssigen Solarstrom direkt im eigenen Haus. Eine Energie-Cloud speichert den Strom dagegen nicht physisch, sondern verrechnet eingespeiste und später bezogene Strommengen über ein Vertragsmodell. Welche Lösung wirtschaftlicher ist, hängt von den jeweiligen Konditionen ab.

