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Landhausstil: Jenseits der Stadtgrenzen

Rustikale Architektur und behagliche Innenräume: Tauchen Sie ein in die gemütliche Welt des Landhausstils.

Angesichts teurer Grundstücks- und Mietpreise in den Städten zieht es wieder viele Menschen aufs Land. Gleichzeitig sehnen sich Hausbesitzer in Zeiten der Digitalisierung in den eigenen vier Wänden nach Geborgenheit und Behaglichkeit. Der Landhausstil entspricht diesem Trend sowohl hinsichtlich der Architektur als auch der Innenausstattung.

Bayerische bis skandinavische Gemütlichkeit

Bayerische Gemütlichkeit mit Geranien auf dem Holzbalkon und einem Kachelofen im Wohnzimmer ist nur eine der vielen Facetten der Landhausarchitektur, die mit ihrem warmen „Zuhause“-Gefühl bereits über Jahrzehnte viele Anhänger begeistert.

Von der eleganten englischen Villa über die preußischen Anwesen, die sich beim Lesen von Theodor Fontanes Klassikern vor das innere Auge schieben, vom Klassizismus bis zum Jugendstil, von der mediterran angehauchten Toskana-Variante bis zum amerikanischen Südstaaten-Haus mit großer Holzveranda oder zum fröhlich roten Schwedenhäuschen, von repräsentativ bis rustikal hat dieser Stil viele Richtungen in sich vereint.

Im ursprünglichen Sinn ist ein Landhaus einfach ein „ländlich stilisiertes“, freistehendes Wohnhaus auf dem Land, mit einem mehr oder weniger großen Gartengrundstück. Meist waren es wohlhabende Familien, die in der Umgebung größerer Städte ein solches Haus – bis Anfang des 19. Jahrhunderts in der Regel nur im Sommer – mit ihrer Dienerschaft bewohnten.

Große Vielfalt an Landhäusern

Nahezu jeder Fertighaushersteller hat mindestens ein solches gemütlich anmutendes Haus mit teilweiser oder kompletter Holzfassade, Klappläden und Sprossenfenstern oder im Villenstil mit Walmdach und ländlich-romantisch stilisierter Inneneinrichtung im Programm. Ob es dann im Inneren letztlich der „gut bäuerliche“ oder der „gut bürgerliche“ Einrichtungsstil oder auch die moderne Interpretation von Holzausbau und – möbeln sein wird, ist dem persönlichen Geschmack überlassen, denn auch da sind die Facetten des Landhausstils zahlreich.

„Landhaus“ steht für Tradition und bleibende Werte. In der heutigen schnelllebigen Zeit strahlt er wie kein anderer Wohn- und Architekturstil Ruhe und Gemütlichkeit, Geborgenheit für die Familie und Verlässlichkeit aus. Wie groß dabei das (geographische) Spektrum des Architekturstils ist, zeigen unsere Häuser.

Menschen bevorzugen oft abhängig vom Landstrich, in dem sie wohnen, unterschiedliche Bauweisen – das gilt auch für den Landhausstil, der sich je nach Region stark unterscheidet.

Dem liegen nicht nur persönliche Präferenzen, sondern ganz pragmatische Erwägungen zugrunde. Gebaut wurde von jeher mit dem Material, das reichlich vorhanden war. Entsprechend setzte man also

  • im Norden traditionell auf Ziegel- oder Kalksandstein
  • im Süden eher auf den Rohstoff Holz.

Auch Witterungseinflüsse spielten bei der Entscheidung für Baumaterial und Bauweise eine Rolle. So finden sich in Gegenden, die regelmäßig Wetterphänomenen wie Hochwasser ausgesetzt sind, eher Stein- als Holzhäuser und in sonnenverwöhnten Landstrichen Häuser mit breitem Dachüberstand und rundum laufenden Vordächern.

Norddeutsche Landhausstil Tradition

Früher errichtete man in Regionen mit größeren Lehm- und Tonvorkommen in erster Linie Ziegelbauten. Um das Gesamtbild aufrechtzuerhalten, werden auch heute im norddeutschen Raum noch oft Landhäuser mit rotem Klinker, weißem Giebel, Dachuntersichten und Sprossenfenstern gebaut.

Typisch sind die wetterbedingt steilen Dächer, die ein Abfließen des Wassers im regenreicheren Norden begünstigen. Für das Gebiet rund um Nord- und Ostseeküste sind 
Reetdächer kennzeichnend. Mancherorts, wie zum Beispiel in Kampen auf Sylt, ist ein Reetdach in der Ortsgestaltungssatzung sogar vorgeschrieben. Die meist weit herabgezogene Eindeckung hält im Sommer die Hitze ab und wärmt im Winter.

Regionaler Landhausstil

Lesen Sie mehr über die regionalen Unterschiede des Landhausstils in Nord- und Süddeutschland. Foto: Gussek Haus

Süddeutscher Landhausstil

Vorherrschend in südlichen Regionen ist Waldgebiet und entsprechend dazu der Hausbau mit Holz. Holzhäuser im Landhausstil, meist aus Fichte, Tanne oder Lärche, sind nicht nur Inbegriff von Behaglichkeit, sondern punkten primär durch Nachhaltigkeit: Denn das während des Wachstums im Holz gespeicherte Kohlendioxid bleibt in verbautem Zustand dauerhaft gebunden.

Außerdem achten zertifizierte Forstbetriebe laut der PEFC darauf, dass dem Wald eine zeitliche Erholungsfrist eingeräumt wird, damit er auf Dauer erhalten bleibt. Als beispielhaft für das Voralpenland gilt der oberbayerische Bauernhof mit Satteldach, breitem Dachüberstand sowie ausladenden, blumengeschmückten Holzbalkonen.

Mediterrane Architektur

Da es in deutschen Landen zunehmend wärmer wird, findet sich im Süden auch immer häufiger der Architekturstil desMittelmeerraums. Kennzeichnend für diesen sind Dächer mit geringer Neigung, oftmals Walm- oder Zeltdächer, und breitem Dachüberstand, der die Innenräume vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt. Eingedeckt werden sie üblicherweise mit traditionellen, stark gewölbten Mönch- und Nonnenziegeln in kräftigem Orange oder Rot.

Die Fassade besteht häufig aus Naturstein oder Kalk- und Lehmputz in warmen Tönen wie Gelb, Ocker oder Terrakotta. Der Hauseingang weist oft ein Vordach auf, das von Rundsäulen getragen wird und sich in einem rund um das Haus laufenden Säulengang fortsetzt. Auch dieser verhindert in den Sommermonaten, dass sich das Innere des Hauses zu stark aufheizt.

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