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Effizient bauen mit KfW 55

Für das KfW 55 Effizienzhaus gibt es seit Januar 2022 keine Förderung mehr. Seit 2023 ist das der KfW Effizienzhaus 55 Standard der Mindeststandard im Neubau.

KfW Effizienzhaus 55 ist nicht mehr förderfähig, die Bedingungen für die KfW Förderung haben sich seit 1.1.2023 wieder geändert. Die neue Förderung erfolgt in Form von zinsgünstigen Krediten – es sind keine Tilgungszuschüsse vorgesehen. Gefördert wird ein klimafreundliches Wohngebäude auf dem energetischen Standard eines Effizienzhaus 40 mit einem Kredit von 100.000 Euro, ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeitszertifikat mit einem Kredit von 150.000 Euro.

Die Komplettsanierung zum Effizienzhaus wird nur noch im Rahmen einer Kreditvergabe gefördert (zu beantragen über die KfW), die reine Zuschuss-Variante (über die BAFA) entfällt komplett. Mit einberechnet werden muss die max. mögliche Zinsvergünstigung mit einem Subventionswert von etwa 15 Prozent. Dadurch, dass Zinsen für Kredite stark gestiegen sind, bieten die günstigen, subventionierten Kredite der KfW wieder einen Vorteil - anders als in der Niedrigzinsphase.

Neue Förderung für den Neubau in drei Stufen

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wird neu geregelt. Das betrifft insbesondere die Zuschüsse im Neubaubereich, wo die Anpassungen 2023 im Förderprogramm "Klimafreundliches Bauen" münden.

Förderung gibt's nur noch für Effizienzhaus 40 oder für Effizienzhaus 40 in Verbindung mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG).

Das Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" ist ein staatliches Gütesiegel für Gebäude, mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat als Siegelgeber und akkreditierten Zertifizierungsstellen als Vergabestellen. Auch die Treibhausgasemissionen über das Gebäudeleben hinweg werden stärker berücksichtigt

Nicht betroffen ist übrigens die Bundesförderung von Einzelmaßnahmen in der Sanierung, die über die BAFA läuft – dazu gehört etwa der Heizungstausch, Fassadendämmung oder neue Fenster.

Die Förderungen im Bereich des Gebäudebestandes bleiben also zunächst unverändert bestehen – sowohl bei den Einzel- als auch bei den systematischen Maßnahmen. Das betrifft auch das KfW-Förderprogramm zur energetischen Sanierung von bestehenden Immobilien zum Effizienzhaus.

Effiziente Neubauten mit KfW 55 fördern lassen

Bei der Planung von Neubauten stellt sich für Bauherren die Frage, welchen Grad an Energieeffizienz der Neubau erreichen soll. Umweltfreundlich und nachhaltig bauen möchte jeder, wäre da nicht der Kostenfaktor.

Die Förderung durch die KfW Förderbank (KfW) ist für viele Bauherren der Anreiz, eine höhere Energieeffizienz zu erreichen. 

Was wird gefördert?

Grundsätzlich richtet sich die Höhe der potenziellen Förderung durch die KfW nach dem Grad der zu erreichenden Energieeffizienz. Zugrunde liegt die Relation zwischen dem Neubau und einem Referenzhaus, bei dem ein Optimum in puncto Energieeffizienz angenommen wird. Momentan muss ein geförderter Neubau eine Effizienz von 40 Prozent erreichen.

Haushersteller, Bauberater und Architekten zeigen Bauherren individuell auf, welche Maßnahmen sich im Rahmen der Förderung konkret umsetzen lassen und den Neubau energetisch bereichern.

Auch für die Gebäudehülle des Neubaus lassen sich im Rahmen der Förderung attraktive Maßnahmen oberhalb der Standardanforderungen des Gesetzgebers umsetzen. Wichtig ist, mit einer Energiebedarfsberechnung und weiteren etablierten Methoden Klarheit auf dem Weg zur individuell besten Förderung zu schaffen.

Wie wird gefördert?

Das Modell KfW 55 stellte die erste von drei Förderstufen dar. Grundsätzlich umfasste die Förderung den Abschluss spezieller Baukredite, die mit sehr guten Konditionen einhergingen. Den effektiven Jahreszins veröffentlicht die KfW jeweils auf ihrer Webseite. Beim Effizienzhaus 55 gewährte die KfW einen Tilgungszuschuss von 18.000 Euro je Wohneinheit bei einem max. Gesamtkredit von 120.000 Euro (Stand 24.1.2020).
Neben den reinen Baukosten, die bei energetisch besseren Maßnahmen anfallen, sollte der Spareffekt für Nebenkosten in den Folgejahren nach Einzug in den Neubau berücksichtigt werden.

Weitere Fördermodelle rund um die eigene Immobilie

Die KfW-Förderung ist die bekannteste Art, einen Baukredit zu günstigeren Konditionen abzuschließen. Bei der Konfiguration eines Hauses online oder der konkreten Planung mit einem Architekten sollte das Thema Kreditförderung unbedingt zur Sprache gebracht werden. Im fachkundigen Gespräch zeigt sich schnell, welche Formen der Förderung individuell sinnvoll sind. Es gilt den Mittelweg zwischen finanziellen Möglichkeiten und Energiebewusstsein zu finden.

Die KfW Förderbank hält weitere Fördermodelle für die Modernisierung und Sanierung von Bestandsimmobilien bereit. Bevor hier in eine energiebewusste Zukunft investiert wird, ist das individuelle Förderpotenzial jedes Mal abzuklären.

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