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Erker, Zwerchgiebel, dritter und vierter Giebel ... für mehr Haus

Erker, Zwerchgiebel, Zwerchhaus erweitern die Wohnfläche und prägen die Ansicht eines Hauses.

Unterschied Erker, Zwerchgiebel, Zwerchhaus ...

Ein Erker ist ein Anbau, der über die Hausfassade hinausragt, um den Wohnraum zu erweitern. Ursprünglich befanden sich Erker im oberen Stockwerk. Heute nennt man auch ebenerdige Anbauten (Ausluchten) Erker.

Erstreckt sich der Erker vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss bezeichnen wir dies als Zwerchhaus. Der Abschluss kann ein Flachdach oder eine große Satteldachgaube sein, die rechtwinklig zum First des Hauses hin angeordnet und fast ebenso hoch ist. Giebel eines Zwerchhauses ist der Zwerchgiebel, eine Dachauffaltung an der Traufseite eines Hauses mit senkrecht zum Hauptdach verlaufenden First. (Zwerch = quer)

Erker werden gern großzügig verglast – und damit zum Wintergarten. Erker bieten sich als architektonisches Gestaltungsmittel an, oft wechseln Farbe und Material an der Fassade. Auf einem Flachdacherker kann ein Balkon oder eine Dachterrasse entstehen.

Zwerchgiebel - was ist das?

Ein zusätzlicher dritter Giebel quer zur Längsseite des Hauses wertet jedes Heim auf: Er steigert den Wohnkomfort durch mehr Licht, mehr Raumhöhe, mehr Wohnfläche im Dachgeschoss. 

Die traufseitigen Räume unter dem Dach werden normalerweise über Dachflächenfenster oder Gauben belichtet. Wem dies noch nicht genug ist, für den ist ein dritter Giebel möglicherweise die Lösung. Der Zwerchgiebel – auch Quergiebel, Friesengiebel oder Widerkehr – unterscheidet sich von der Dachgaube durch seine firstnahe Höhe und durch seine Lage in einer Ebene mit der Fassade.

Zwerch bedeutet quer und bezieht sich auf die zum First des Hauses hin rechtwinklige Anordnung des zusätzlichen Giebels. Neben einer besseren Belichtung des Dachgeschosses gewinnt man  Kopffreiheit und Wohnfläche. Zudem beschert die Dachauffaltung durch ihre Größe dem Haus eine deutlich eindrucksvollere Optik, als dies über eine normale Dachgaube möglich ist. Die architektonische Gestaltung sowie die Funktion innerhalb des Grundrisses können unterschiedlich ausfallen.

Zwergiebel auf der Eingangsseite oder auf der Gartenseite

Steht das Haus mit der Traufseite zur Straße, kann der dritten Giebel an dieser Stelle eine repräsentative Eingangssituation schaffen. Oder das Treppenhaus ist hier untergebracht, das dann unter dem Dach zusätzlich belichtet würde.

Ordnet man den Zwerchgiebel der Gartenseite zu, tun sich weitere interessante Nutzungsmöglichkeiten auf. Zum einen kann das Dachgeschoss alleine betroffen sein: Dahinter liegende Räume – etwa Kinderzimmer – werden durch mehr Kopffreiheit aufgewertet. Schaltet man einen Balkon davor, bekommen sie auch gleich einen bequemen Zugang auf den Freisitz in luftiger Höhe. Zum anderen kann mit einer geschossübergreifenden Giebelverglasung eine Art Wintergarten mit Galerie geschaffen werden, von dessen Transparenz sowohl Parterre als auch Obergeschoss profitieren.

Beispiel für Zwerchgiebel und Erker mit Flachdach

Dieser Zwerchgiebel an der Traufseite schließt mit einem Flachdach ab und setzt damit einen Kontrapunkt zum Satteldach. Im Quergiebel findet der Esstisch einen idealen Standort. Im Obergeschoss schafft der Zwerchgiebel im Elternschlafzimmer eine luftige Raumhöhe, die unter dem Satteldach so nicht möglich gewesen wäre. Auf der westlichen Giebelseite erweitert ein weiterer Erker mit Flachdach das Erdgeschoss, ein großes Fenster mit Sitzbank lädt dort zum Aufenthalt ein. 

Zwerchgiebel mit Erker

Zieht man den gesamten Gebäudeteil etwas vor, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Im Erdgeschoss entsteht ein attraktiver Erker und die Wohnfläche unter dem Dach vergrößert sich nochmals um einige Quadratmeter. Im Außenbereich könnte neben dem Fassadenvorsprung eine geschützte Terrasse angelegt werden.

Es besteht überdies die Möglichkeit, gar keinen richtigen Zwerchgiebel, sondern nur ein Zwerchdach einzuplanen. Darunter könnte dann ein großzügiger Balkon sitzen. Dieser wäre vor Wind und Wetter geschützt und auch ein besonders heißer Sommersonntag ließe sich im Schatten des Zwerchdaches müßig verbringen. Aber auch eine Kombination „unten Erker, oben Loggia mit Dach“ hat ihren Reiz.

 

Vierter Giebel ist auch möglich

Durch den Zwerchgiebel eröffnen sich plötzlich eine Menge neuer Gestaltungsideen. Bei der Genehmigung von Häusern mit drittem Giebel – ob mittig zur Fassade oder einseitig verschoben – gibt es in der Regel von Seiten der Behörde keine Probleme. Die entscheidenden Kriterien sind Traufhöhe und Firsthöhe des Hauptdaches. Und auch die Nachbarn werden gegen eine etwas größere Dachauffaltung kaum etwas einzuwenden haben.

Wer es sich leisten kann, setzt vielleicht sogar noch einen dran – konstruktiv ist auch ein vierter Giebel an der gegenüberliegenden Traufseite möglich.

Beispiel: Landhaus mit zwei Zwerchgiebeln

Traditionelle Architektur-Elemente wie das Satteldach, die sichtbaren Sparren und Pfetten, aber vor allem auch die beiden Quergiebel verleihen dem Musterhaus Heßdorf ländlichvon Kampa seinen typischen Landhausstil. Ein Quergiebel bildet den großzügigen Eingangsbereich mit Diele und Treppenhaus, der als firsthoch offene Galerie einen luftigen Empfang bietet. Der zweite Erker auf der Gartenseite erweitert den Wohn- und Essbereich und schafft hier durch die Verglasung eine Art Wintergarten. 

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