
Treppen fit fürs Alter machen
Barrierefrei wohnen: Staat und Pflegekasse unterstützen den Treppenumbau im eigenen Zuhause!
Wer den Lebensabend gerne im eigenen Zuhause verbringen möchte, kann es frühzeitig entsprechend ausstatten bzw. umbauen lassen. Das betrifft auch die Treppe, die im Alter schnell zur Hürde wird.
Staatliche Zuschüsse für den Treppenumbau
Der Staat unterstützt den altersgerechten Umbau finanziell mit günstigen KfW-Krediten – und zwar unabhängig vom Alter der Antragsteller. Darauf weist Thomas Köcher, Geschäftsführer der Treppenmeister-Partnergemeinschaft, hin. Und mit anerkanntem Pflegegrad zahlen Pflegekassen Zuschüsse für gezielte “Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen”.
KfW-Förderung nutzen
Beim KfW-Kredit Nr. 159 ("Altersgerecht umbauen") spielt das Alter der Antragsteller keine Rolle. So können auch vorausschauende jüngere Hausbesitzer, die ohnehin mit dem Gedanken an eine Treppenrenovierung spielen, die Förderung für den altersgerechten Treppenumbau in Anspruch nehmen.
Wichtig: Der Förderantrag muss eingereicht werden, bevor der Umbau in Auftrag gegeben wird.
Zuschüsse der Pflegekasse
Finanzielle Unterstützung gewährt auch die Pflegekasse. Sobald ein Mensch mit einem anerkannten Pflegegrad im Haushalt lebt, fördert sie nach § 40 Abs. 4 SGB XI Maßnahmen, die die Pflege zu Hause ermöglichen oder erleichtern. Der Zuschuss kann bis zu 4.180 Euro pro Person betragen.

So wird Ihre Treppe sicher und komfortabel
Zum Glück gibt es noch viele Möglichkeiten, die das Begehen einer Treppe erleichtern.
Mehr Halt
"Ein zweiter Handlauf, der an der Wand angebracht wird und gut zu umfassen ist, kann Stürze verhindern", so Köcher.


Bessere Sicht
Ein weiterer Punkt ist die Ausleuchtung: Farbige Markierungen an den Stufenvorderkanten lassen die einzelnen Absätze gut erkennen. Auch Wandspots auf Fußhöhe sorgen für ausreichend Helligkeit.
Rutschhemmung nachrüsten
Auch mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung kann die Treppe auch nachträglich noch ausgestattet werden - egal, ob die Oberflächen aus Holz, Stein oder Granit sind.

Steigung reduzieren
Haben Bewohner Beschwerden beim Gehen, lässt sich die Steigungshöhe der Stufe mit einer Halbstufe verringern. Sie ist leicht anzubringen.

Barrierefreiheit mit Treppenlift
Ansonsten sind Treppenlifte immer eine Möglichkeit, die Stockwerke im eigenen Zuhause trotz Behinderung zugänglich zu machen. Beide Maßnahmen werden von der KfW und der Pflegekasse gefördert.
Heute schon an morgen denken
"Solche Umbaumaßnahmen lohnen sich schon in jüngeren Jahren, wenn man noch nicht auf Barrierefreiheit angewiesen ist", findet Köcher.
Denn bequem zu begehende Treppen sind einfach eine Form von Komfort. Eine gute Beleuchtung schafft nicht nur Sicherheit, sondern setzt auch stimmungsvolle Akzente.

Die richtige Treppe von Anfang an planen
Wer beim Kauf einer neuen Treppe von vornherein für gute Begehbarkeit sorgen will, sollte das Augenmerk auf das Verhältnis von Steigung zu Auftritt legen. Empfohlen werden dabei 17:29 Zentimeter. Im Vergleich zu den sonst gängigen Maßen verbraucht das zwar etwas mehr Platz, macht die Treppe dafür aber von Anfang an fit fürs Alter.
Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Treppenmeister.
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