Fördermittel für Sanierer

Staatliche Förderprogramme bei einer Renovierung setzen zwei Schwerpunkte: die energetische Sanierung und den Umbau zur Barrierefreiheit.

Die Förderprogramme

Es gibt zwei Förderschwerpunkte, bei denen die Politik Eigentümern bei der Sanierung ihres Hauses unter die Arme greift.

  1. Die energetische Sanierung, um das Haus zukunftsfit zu machen. Das bringt nicht nur die Energiewerte, sondern auch die Finanzierung schneller in den grünen Bereich.
  2. Zweiter Förderschwerpunkt sind der barrierefreie Umbau und der Einbruchschutz.

Energetische Sanierung

40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudesektor. Bei Neubauten sorgen die Vorgaben der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) für ein Mindestmaß an Energieeffizienz. Im Altbau dagegen ist man darauf angewiesen, dass Hausbesitzer die Notwendigkeit einer energetischen Sanierung erkennen. Um ihre ökologischen Ziele zu erreichen, schafft die Politik finanzielle Anreize über Förderprogramme.

Attraktiver Klassiker

Bis 2020 werden jährlich weitere 300 Millionen Bundesmittel für das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ lockergemacht. Damit werden vor allem die Investitions- und Tilgungszuschüsse aufgestockt. Neu dazu kam ab 1. März 2013 ein Ergänzungskredit, der die Finanzierung von Heizungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt.

Die höchsten Beträge fließen für Hausbesitzer, die sich für die Komplettsanierung ihrer Immobilie zu einem KfW-Effizienzhaus entschließen. Bei den Förderstufen wird berücksichtigt, dass dieses Niveau im Altbau wesentlich schwerer zu erreichen ist.

Einen speziellen Status genießt das KfW-Effizienzhaus Denkmal. Hier sind vor allem die Anforderungen niedriger.

 

 

Zuschüsse bis 25 Prozent

„Energieeffizient Sanieren“ bietet zwei Programmvarianten:

  • In der Kreditvariante gibt es ein zinsvergünstigtes Darlehen je Wohneinheit.
  • Dazu kommen Tilgungszuschüsse, wenn das entsprechende KfW-Effizienzhaus-Niveau nachgewiesen wird.

Auch Einzelmaßnahmen wie Dämmung von Wänden, Dächern und Geschossdecken, die Erneuerung von Fenstern und Haustüren oder Investitionen in Lüftungs- oder Heizungsanlagen sind förderfähig. Auch hier gibt es maximale Kredit- bzw. Zuschusshöhen.

Beratung durch Experten

Wird der Förderantrag für ein KfW-Effizienzhaus 55 oder für ein denkmalgeschütztes Haus gestellt, ist die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen zwingend vorgeschrieben. In allen anderen Fällen der energetischen Sanierung ist es dem Bauherren freigestellt, ob er sich den Expertenrat holt. Immer wird dafür im Programmbereich „Baubegleitung“ ein Zuschuss gewährt: 50 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 4.000 Euro.

Tipp

Das Förderprogramm der KfW ist komplex und wird ständig angepasst. Wer Schwierigkeiten hat, sich zurecht zu finden oder detaillierte Fragen beantwortet haben möchte, ist gut beraten anzurufen. Kompetente Auskunft gibt es bei kostenfreien Servicenummern, von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr. Die Servicenummern findet sich unter Kontakt auf der Homepage der KfW. Foto: KfW-Bildarchiv

Alles für den Klimaschutz

Im Programm „Erneuerbare Energien Standard“ werden Investitionen in Photovoltaikanlagen unterstützt.

Der bereits erwähnte Ergänzungskredit im Programm „Energieeffizient Sanieren“ richtet den Fokus ebenfalls auf die erneuerbaren Energien. Bis zu 50.000 Euro Darlehen je Wohneinheit können in Kombination mit Investitionszuschüssen aus dem „Marktanreizprogramm“ des BAFA in Anspruch genommen werden. Gefördert werden beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen wie Pelletöfen, Scheitholzkessel oder Wärmepumpen.

Besonders innovative oder besonders effiziente Maßnahmen oder auch Maßnahmenkombinationen werden zudem mit Extra-Boni belohnt. Darüber hinaus gibt es beim BAFA Zuschüsse für den Einbau von Mini-Blockheizkraftwerken bis 20 kW elektrischer Leistung im Gebäudebestand.

Barrierefreier Umbau

Nicht immer sind energetische Fragen der treibende Faktor für Sanierungen. Ältere wollen oder müssen ihr Eigenheim so umgestalten, dass sie auch bei körperlichen Beeinträchtigungen den Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen können.

Im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ werden deshalb barrierereduzierende Maßnahmen im Bestand durch zinsvergünstigte Kredite je Wohneinheit gefördert.

Hier schließt sich der Kreis, an dessen Anfang das „KfW-Wohneigentumsprogramm“ steht. Über dieses Förderangebot kann jeder, der eine Gebraucht­immobilie zur Eigennutzung erwirbt, einen Kredit erhalten. Bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre erleichtern die Investition, die ganz im Sinne der Politik ist. Schließlich ist Wohneigentum ein anerkanntes und wichtiges Standbein der Altersvorsorge. 

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