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Fußbodenheizungen: wohlig warm und energiesparend zugleich

Kaum ein Neubau wird heutzutage noch ohne Fußbodenheizung ausgestattet. Das hat gute Gründe. Zudem ist auch eine Nachrüstung möglich.

Bei der Wahl zwischen den unterschiedlichen Heizmethoden entscheiden sich Bauherren immer häufiger zugunsten einer modernen Warmwasser-Fußbodenheizung. So wird heute fast jedes Ein- und Mehrfamilienhaus mit einem solchen Heizungs-System ausgestattet. Grund sind die zahlreichen Vorteile einer Fußbodenheizung, die den gestiegenen Komfortwünschen Rechnung tragen – und das in jedem Raum: vom Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer über die Küche bis hin zum Bad. 

Eine Fußbodenheizung schafft mit ihrer milden Strahlungswärme ein wohliges Raumklima im ganzen Haus. Dabei sorgen Einzelraumregler für individuelle Wunschtemperaturen in jedem Raum und zu jeder beliebigen Tageszeit. So kann es im Wohnzimmer im Vergleich zur Küche etwas wärmer sein, während im Flur bereits geringere Temperaturen ausreichen. Auch für einen angenehmen Schlaf ist durch die Nachtabsenkung gesorgt.

Ein weiterer Pluspunkt der „unsichtbaren“ Heizung ist die mit ihr mögliche freie Gestaltung der Räume. Da störende Heizkörper an der Wand, im Bereich der Fenster und in attraktiven Wohnbereichen entfallen, können Schränke und andere Möbel ohne Einschränkung platziert werden.

Auch der sparsame – und somit kostengünstige – Energieverbrauch fällt ins Gewicht: eine Fußbodenheizung schafft schon mit bis zu zwei Grad geringeren Raumlufttemperatur ein angenehmes Wohlfühlklima. Dazu trägt auch die besonders gleichmäßige Wärmeverteilung dieses Heizsystems bei – kalte Füße gehören der Vergangenheit an. Ein Punkt, der für den Einsatz auch in Kinderzimmern spricht. Auf einem angenehm temperierten Fußboden spielt es sich schließlich viel unbeschwerter und natürlich auch gesünder.

Und selbst ein Naturstein, Parkett oder ein heute handelsübliches Laminat wird von der darunterliegenden Heizung schnell erwärmt. Zudem macht die Fußbodenheizung aus energetischen Gesichtspunkten Sinn: Durch die niedrige Vorlauftemperatur ist dieses Heizungssystem besonders für die Kombination mit alternativen Wärmequellen interessant und geeignet.

Welche Arten von Fußbodenheizung gibt es?

Bei der Fußbodenheizung unterscheidet man generell zwischen zwei Arten:

  • elektrische Fußbodenheizung
  • wasserführende Fußbodenheizung

Die wasserführende Fußbodenheizung gibt es dabei als Nassystem und als Trockensystem.

Während bei der elektrischen Fußbodenheizung dünne Matten auf dem Estrich verlegt werden durch die Strom zum Heizen fließt, verlaufen bei der wasserführenden Heizung dünne Rohre, die mit heißem Wasser gefüllt sind durch den Boden.

Bei Nassystemen liegen die Rohre im Estrich. Der spezielle Heizestrich wirkt zudem selbst als Energiespeicher. Im Falle von Trockensystemen liegen die wasserführenden Rohre zwischen Estrich und Bodenbelag, was zu einer geringeren Aufbauhöhe führt. Zudem sind die Systeme leichter, weshalb sie auch für wenig belastbare Decken geeignet sind. 

 

Tipp: Was kostet eine Fußbodenheizung?

Pro Quadratmeter muss man - ohne Montage - mit Preisen zwischen 20 und 50 Euro rechnen, abhängig unter anderem von der Verlegedichte und der Regelung.

Fußbodenheizung im Neubau

Kaum ein Neubau entsteht heutzutage noch ohne Fußboden- oder Wandheizung. Solche sogennanten Flächenheizungen liefern besonders viel Strahlungswärme und sind ideal bei Niedertemperatur-Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien, wie sie etwa die Wärmepumpe nutzt. Alte Heizkörper benötigten viel höhere Vorlauftemperaturen.

Aufgrund der großen Wärmeabgabeflächen liefern sie schon bei niedrigen Heizwassertemperaturen von 30 bis 35°C angenehme Strahlungswärme. Bezieht die Heizung die Umweltwärme aus temperaturstabilen Medien wie Erdreich oder Grundwasser, funktioniert im Sommer auch der umgekehrte Weg: Über die Flächenheizungen, in denen dann kühles Wasser zirkuliert, wird den Räumen etwas Wärme entzogen.

Fußbodenheizung nachrüsten im Altbau

Bei der Renovierung ist insbesondere die Höhe des Fußbodenaufbaus relevant. Die Hersteller haben darauf reagiert und bieten Systeme an, die nur wenige Zentimeter oder gar Millimeter benötigen. Damit entfällt das Kürzen von Türen und auch kunstvolle Holzsockel können erhalten bleiben. Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit, mit einem speziellen Verfahren nachträglich Vertiefungen für die Heizrohre in vorhandene Estriche zu fräsen.

Im Vergleich zu Nassestrich-Fußbodenheizungen verfügen die Trockensysteme über ein weitaus geringeres Gewicht, sodass die Statik des Hauses weniger belastet weniger belastet wird und eine Verlegung auch auf von Holzbalken getragenen Böden möglich ist. Wichtig ist auch, dass der Fußbodenbelag „fußbodenheizungsgeeignet" ist, das gilt für keramik- und Steinböden, aber auch für Teppich und Parkett. Da auf Heizkörper verzichtet werden kann, sind die Räume nun flexibler möblierbar

Eine weitere Modernisierungs-Alternative sind Wandheizungen, die einfach unter einer neuen Putzschicht oder Trockenbauplatten verschwinden. Je nach Wärmedämmung des Hauses muss man jedoch etwa 25 bis 50 Prozent der Wohngrundfläche als Heizfläche einkalkulieren. Da dies relativ viel ist, bringt eine Wandflächenheizung gewisse Einschränkungen bei der Einrichtung mit sich.

Kombination aus Heizkörper und Fußodenheizung

Neben den klassischen Fußbodenheizungen gibt es auch die Möglichkeit die neue Fußbodenheizung mit einem Anschlusselement über einen Heizkörper an den bestehenden Heizkreislauf anzuschließen. Dennoch können beide Heizungen wieterhin separat voneinander gesteuert werden. 

Tipp: Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Vorteile:

  • sanfte Wärme
  • keine Staubverwirbelungen (gut für Allergiker)
  • gleichmäßige Verteilung
  • Wärme von unten, wo man sie zuallererst braucht

Nachteile:

  • höherer Planungsaufwand, da fester Teil des Gebäudes
  • schwer regelbar
  • langsame Bereitstellung der Wärme

Der richtige Bodenbelag für Fußbodenheizungen

Als Fußbodenbelag bei einer Fußbodenheizung kommen viele Beläge infrage, von Naturstein undFliesen über Holz bis hin zu Kork, da sind keine Grenzen gesetzt. Experten raten dennoch dazu, dass der Wärmedurchlasswert unter 0,15 m2K/W bleiben sollte. Bei Holz z.B. kommt nur eine vollflächig verklebte, keine schwimmende Verlegung in Betracht.

Zu unterscheiden ist auch eine Warmwasser- von einer Elektro- Fußbodenheizung, da bei Letzterer häufig mehr als 28 °C Oberflächentemperatur beim Heizestrich auftreten kann, was viele Beläge nicht vertragen. Im Einzelfall berät der Fachhändler, welche Bodenbeläge für die Fußbodenheizung am besten geeignet sind. 

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