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Seniorenresidenz wird zum modernen Bed & Breakfast

Zwei mit Stil und Farbgefühl

Ursi und Dennis reisen leidenschaftlich gern. Auf ihren vielen Trips rund um die Welt haben sie nicht nur Länder und Kulturen kennengelernt, sondern auch die besondere Atmosphäre von Bed & Breakfasts schätzen gelernt. 

Persönliche Begegnungen, individuelle Einrichtung und spürbare Liebe zum Detail – all das ließ in ihnen einen Traum reifen: ein eigenes Gästehaus.

„Uns war klar: Das perfekte Haus zu finden, wird nicht leicht. Aber wir wussten auch – wenn wir das hinkriegen, kriegen wir alles hin!“, erzählt Ursi lachend.

Die Idee vom eigenen Gästehaus

Was die beiden auf Reisen besonders berührte, war das Gefühl von Nähe und Individualität. Nicht anonym, nicht austauschbar – sondern Gastgeber, die ihre Räume mit Herz gestalten. Genau das wollten Ursi und Dennis selbst schaffen.

„Wenn wir im Ausland unterwegs waren, war uns die persönliche Begegnung mit den Gastgebenden genauso wichtig wie der Austausch mit anderen Reisenden“, erklärt Ursi. 

Ebenso beeindruckt waren sie stets von der besonderen Einrichtung vieler Bed & Breakfasts – von Räumen, die Geschichten erzählen.

Wie im Film: Das Haus findet seine neuen Bewohner

Dann geschah etwas, das man eher aus Filmen kennt: Die beiden bewarben sich für ein Haus, das sie in ein Bed & Breakfast verwandeln wollten. Die damalige Eigentümerin antwortete mit einem handgeschriebenen Brief – und gab Ursi und Dennis den Zuschlag.

Der Grund: Auch sie wollte, dass das Haus weiterlebt. Mit Menschen, die seine Geschichte respektieren und zugleich ein neues Kapitel aufschlagen.

Hier ist die Geschichte von Dennis und Ursi

Charakter bewahren statt austauschen

Das 265 Quadratmeter große Jugendstilhaus in Basel, erbaut 1896, diente einst als Seniorenresidenz. Bei der Sanierung war schnell klar: Modernisieren ja – aber nicht um jeden Preis.

„Wer braucht Marmor, wenn er Terrazzo haben kann?“, sagt Ursi schmunzelnd. Als unter dem Marmorboden alter Terrazzo zum Vorschein kam, war die Entscheidung gefallen. Der Marmor musste weichen.

Stuckdecken, Holzvertäfelungen, alte Fliesen, wunderschöne Holzböden und eine charmante Durchreiche zwischen Küche und Esszimmer – all diese Elemente sollten unbedingt erhalten bleiben.

Licht, das das Haus verbindet

Ein echtes Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes – ist das große Oberlicht. Es durchflutet das gesamte Treppenhaus und die angrenzenden Räume mit Tageslicht und verbindet die Etagen auf besondere Weise.

„Solche Elemente findet man heute kaum noch“, betont Ursi. Gerade im Erdgeschoss prägen sie den einzigartigen Altbau-Charakter des Hauses.

Kein Weiß, bitte!

Im zweiten Obergeschoss befindet sich das Gästestockwerk – und hier wurde bewusst mit Konventionen gebrochen. Weiße Wände? Keine Option.

Stattdessen entwickelten Ursi und Dennis ein durchdachtes Farbkonzept: 

Jedes Gästezimmer ist in einem eigenen, gedeckten Farbton gestaltet, jedes Bad in einer passenden Partnerfarbe. Öffnet man die Türen, entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das sofort wirkt.

Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad und sind echte farbliche Unikate.

Farben mit Persönlichkeit

Ursi und Dennis wussten genau, was sie wollten – und nahmen sich Zeit dafür. Statt zu verreisen, studierten sie Farbkarten. Die Umsetzung überließen sie schließlich Profis.

Die Möbelstücke wurden nach und nach gesammelt, oft direkt in der Stadt gefunden. Jedes einzelne erzählt seine eigene Geschichte. Die Farbwahl orientiert sich an diesen Möbeln – nicht umgekehrt.

Ursi malt selbst und war lange der Meinung, dass zurückhaltende Wandfarben besser für Kunst seien. Heute sagt sie lachend: 

„Ich bin überzeugte Knallfarben-Anhängerin.“

Ein Haus mit Seele

Das private Wohnzimmer bleibt der persönliche Rückzugsort der Gastgeber. Die Gäste hingegen erleben Räume mit Charakter, Farbe und Geschichte.

Oder wie Dennis es auf den Punkt bringt:

„Was uns an Häusern mit Altbau-Charme begeistert, ist, dass keines aussieht wie das andere. Jedes hat seine eigene Geschichte.“

Und genau diese Geschichte schreiben Ursi und Dennis nun weiter – Tag für Tag, Zimmer für Zimmer.

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