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Häuser aus Glas – moderne Transparenz

Modernes Bauen geht mit großen Glasflächen einher. Das sorgt für Transparenz und Helligkeit, ermöglicht ungehinderte Ausblicke und lässt Innen- und Außenbereich verschmelzen.

Kälteschutz war früher wichtiger als eine schöne Aussicht und helle Wohnräume, also fielen die Fenster klein aus.

Glücklicherweise müssen Bauherren solche Kompromisse heute nicht mehr eingehen – im Gegenteil: Große Glasflächen, wie z.B. eine komplette Glasfassade sind angesagt.

Rundflug über ein Haus mit viel Glas

Erleben Sie das Baufritz Haus Mommsen aus der Luft.

Bauen mit Glas vereint viele Funktionen, in erster Linie bringt es aber Licht und Sonne in die Räume. Gleichzeitig nimmt heute das Thema Energieeffizienz eine der wichtigsten Rollen beim Hausbau ein, sodass eine gute Wärmedämmung der Fenster und anderer Glasflächen als selbstverständlich vorausgesetzt werden muss.

Noch mehr Häuser aus Glas

Weitere außergewöhnliche Beispielhäuser mit viel Glas finden Sie in unserem Heft Das Einfamilienhaus (Ausgabe: 5-6/2020). Foto: Schanz

Energie sparen mit großen Fenstern

Dass Tageslicht in vielerlei Hinsicht gut für uns ist, haben zahlreiche Studien bewiesen. Aber auch energetisch lässt sich diese natürliche Ressource nutzen. Mit der richtigen Planung können Sie sich viel Sonne ins eigene Haus holen.

Wer heutzutage ein Haus baut, möchte in hellen Räumen leben und einen Panoramablick genießen. Vorbei sind die Zeiten der kleinen Fenster, die früher eingebaut wurden, damit möglichst wenig Wärme verloren geht.

Die Technik hat sich weiterentwickelt: Moderne dreifachverglaste Wärmeschutzfenster können in Bezug auf Dämmung mit anderen Materialien mithalten. Denn sie erreichen einen U-Wert von bis zu 0,5 W/m2K.

Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärme von Innen nach Außen verloren geht. Aber nicht nur diese Kennzahl ist wichtig. Der sogenannte g-Wert, der Gesamtenergiedurchlassgrad, misst, wie viel solare Energie von außen durch das Glas hindurchgelassen wird. Ein hoher g-Wert führt zu Energiegewinnen, geht aber automatisch mit einem hohen U-Wert einher.

Das heißt, im Sommer kommen die Sonnenstrahlen ungehindert herein,im Winter bleibt aber nicht so viel Wärme im Haus. Bei der Planung sollte deshalb genau überlegt werden, wo im Haus welche Fenster eingebaut werden.

Dennoch, moderne Fenster in einer Glasfassade schaffen die früher unvereinbare Kombination von guter Dämmung bei gleichzeitigem guten Gesamtenergiedurchlassgrad und hoher Lichtdurchlässigkeit.

So kann zum Beispiel auf der Südseite ein hoher g-Wert gewählt werden. Für andere Himmelsrichtungen mit weniger Sonnenlicht, wählt man Fenster mit einem niedrigeren Durchlasswert. Es gilt, die Vorteile der positiven Sonnenenergie stets mit dem Wärmeschutz abzuwägen.

Damit steigt beim Bauen mit Glas auch der Wohnkomfort, da die Temperatur auf der raumseitigen Glasoberfläche selbst an kalten Wintertagen kaum von der Raumtemperatur abweicht.

Sicht- und Sonnenschutz

Auch in unseren Breiten werden die Sommer immer heißer. Um die Energie der Sonne einerseits zu nutzen, sich aber andererseits vor sommerlicher Überhitzung zu schützen, kommt man um eine Beschattung der Fenster nicht herum.

Aber nicht nur zum Schutz vor Sonne und Hitze werden Rollos und Co. benötigt. Grundstücke werden knapper, Wohngebiete immer enger bebaut – man möchte den Blicken der Nachbarn entgehen. 

Abhilfe gegen die Hitze schafft ein außen angebrachter Sonnenschutz. Dieser ist grundsätzlich effektiver als ein innenliegender Sonnenschutz, da der die Sonnenstrahlen vor dem Auftreffen auf das Glas reflektiert.

Innenliegender Sonnenschutz schirmt auch einen Teil der Wärme ab und mindert blendendes Sonnenlicht. Doch vor allem als dekorativer Sichtschutz eignen sich diese Sonnenschutzprodukte sich ideal.

Darüber hinaus gibt es spezielles Isolierglas auf dem Markt. Dieses hat die Aufgabe, möglichst viel Wärme-Energie, die auf das Fenster trifft, vom Raum abzuhalten. Gleichzeitig sollte es eine hohe Durchlässigkeit für sichtbares Licht aufweisen.

Dieses Kunststück wird durch unterschiedliche Beschichtungen und Einfärbungen von Isoliergläsern gemeistert. Sonnenschutzgläser gibt es demnach in diversen Ausführungen: reflektierend oder absorbierend, mit augenfälliger Tönung oder farbneutral.

Ein modernes Belüftungs- und Heizungssystem z.B. eine Wärmepumpe, die im Umkehrbetrieb kühlt schafft im Zweifelsfall ebenfalls Abhilfe.

Infos zu Umweltschutz und Kennwerten sowie beispielhafte Häuser mit viel Glas finden Sie auf der nächsten Seite. 

Bauen mit Glas: Gut für Umwelt und Mensch

Die Sonne ist aber nicht nur gut für die Energiebilanz: Wissenschaftler weisen immer wieder darauf hin, dass natürliches Tageslicht das Immunsystem des Menschen stimuliert, seinen Bio-Rhythmus, Hormonhaushalt und Stoffwechsel steuert und insgesamt die Gesundheit, Stimmung und Leistungsbereitschaft fördert. Natürlichem Tageslicht ist also immer der Vorzug vor künstlichem Licht zu geben.

Im modernen Hausbau gibt es mit einer großen Glasfassade, Fenster- und Glastürenelementen, Wintergärten, Glaserkern, Lichtbändern, verglasten Giebelseiten, Glasdächern usw. viele Möglichkeiten der architektonischen Umsetzung.

Wichtige Kennwerte

Der U-Wert (früher k-Wert) gibt an, wie viel Heizwärme durch die Verglasung nach außen verloren geht. Je kleiner der Wert ist, desto geringer ist auch der Wärmeverlust und desto besser die Wärmedämmung. Die Maßeinheit ist W/(m2K). Einfachverglasungen erreichten 5,8 W/(m2K), ältere Isoliergläser etwa 3,0 W/(m2K), moderne Isoliergläser hingegen bis zu 0,5 W/(m2K) und besser.

Der g-Wert gibt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie durch das Glas ins Innere des Gebäudes gelangt. Je höher der Wert, desto stärker heizt sich das Gebäude bei starker Sonneneinstrahlung auf. Daher ist der Wert besonders interessant, wenn man im Sommer allzu starke Aufheizung vermeiden will (niedrige g-Werte bei Sonnenschutzglas), oder aber beim „Solaren Bauen“, wo man die Sonne im Winter gezielt als „Heizung“ nutzt.

Der TV-Wert in Prozent gibt die Lichtdurchlässigkeit eines Glases mit einer eigenen Zahl an. Je höher dieser Wert, desto mehr sichtbares Licht gelangt durch das Glas.

RW,P ist die maßgebliche Kennzahl beim Schallschutz des Glases, gemessen an Normgrößen in dB (Dezibel): Es gibt an, um wie viel dB der Außenlärm durch das Glas abgedämpft wird. Eine Reduzierung um 10 dB bedeutet bereits eine Halbierung des Lärms – moderne Schallschutzgläser erreichen heute bis zu 52 dB.

Häuser aus Glas Beispiele

Kampa Kubos 1.2520

Das Musterhaus Kubos 1.2520 von Kampa besteht aus zwei weißen, etwas verschoben aufeinander gesetzten Kuben, die sich über große Glasschiebetüren in Richtung Park hin öffnen.

Durch die raffinierte Verschiebung der Ebenen entsteht ein geschützter Terrassenbereich und Hauseingang auf unterer sowie eine weitläufige Dachterrasse auf der oberen Ebene. In einem Flachdachanbau, angepasst an das geradlinige Design des Haupthauses, ist eine Doppelgarage untergebracht.

BAUTAFEL:

Hausbezeichnung: Modernes Kubushaus im Bauhausstil mit viel Glas
Bauweise: Holztafelbauweise
Dach: Flachdach
Abmessungen: 16,04 m x 13,57 m
Wohnfläche: ca. 255 m2
Haustechnik: Luft-Wasser-Wärmepumpe als Splitgerät mit Komfortlüftung, Wärmerückgewinnung und Kühlfunktion, Fußbodenheizung, Photovoltaikanlage und Lithium-Ionen-Energiespeicher
Hersteller: Kampa GmbH, Kampa-Platz 1, 73432 Aalen/Waldhausen, Tel.: 0 73 67/9 20 92-0, www.kampa.de

Baufritz Haus Neubrander

Zwei befreundete, kinderlose Pärchen entschieden sich gemeinsam auf dem Hanggrundstück zu bauen. Entstanden sind zwei Ökohäuser mit identischem Konzept. Aufgrund der Hanglage sind die Passivhäuser mit Glasfassade unterkellert. 

Im Erdgeschoss befinden sich die Schlafräume. Sie verfügen über besonders hohe Decken und einen schönen Rundumblick. Im Wohnkeller realisierten die Pärchen offene Wohn-, Ess- und Kochbereiche. Außerdem gelangt man von dort auf die zwei separaten Terrassen, die zum Verweilen einladen. 

BAUTAFEL:

Hausbezeichnung: Häuser Neubrander
Abmessungen: 7,01 x 5,14 (jeweils)
Wohnfläche: ca. 118 m2 (jeweils)
Bauweise: Holztafelbau mit Großelementen
Fassade: Credo Holzverschalung in Silbergrau 
Dach: Satteldach 22°
Jahresprimärenergiebedarf: 25 kWh/m2a (tatsächlich); 51,8 kWh/m2a (maximal)
Haustechnik: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Voll-Werte-Lüftung PLUS, Elektrosmog-Schutzhülle
Hersteller: Bau-Fritz GmbH & Co. KG, Alpenweg 25 87746 Erkheim, 

Gussek Bungalow Algarve

Das Herzstück des Bungalow Algarve bildet ein übereck angeordneter Koch-, Ess- und Wohnbereich. Dieser schließt sich offen an die zentral angeordnete Diele an. Große, bodentiefe Schiebefenster vermitteln den Eindruck, als gäbe es keine Grenzen zum traumhaft angelegten Garten. Von der Küche zweigt straßenseitig ein Hauswirtschafts- und Technikraum ab, über den man direkt in die Doppelgarage gelangt.

Vis-à-vis zum Eingang führt die Diele in die „Privatgemächer“. Der Schlafbereich wurde als Wohlfühloase und Rückzugsort realisiert. Direkt an das Schlafzimmer angebunden sind ein Ankleidezimmer und der luxuriöse Wellnessbereich mit Duschbad und exklusiver Sauna.

Den Bungalow Grundriss ergänzt das Gästezimmer mit WC. Der Bungalow erreichte beim Wettbewerb „Deutscher Traumhaus-Preis 2015“ den 3. Platz in der Kategorie "Bungalows". 

BAUTAFEL:

Hausbezeichnung: Haus Algarve
Wohnfläche: 182,86 m2
Abmessungen: 20,17 m x 17,00 m 
Bauweise: Fertigbauweise
Fassade: massive GUSSEK-Hybrid-Außen- wand mit Putz auf Porenbetonsteinen 
Dach: Flachdach mit 2° konstruktivem Gefälle zur Entwässerung
Energiestandard: KfW-Effizienzhaus 55 
Jahresprimärenergiebedarf: 27,2 kWh/(m2a)
Haustechnik: Luft-/Wasser-Wärmepumpe, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage Preis: auf Anfrage
Hersteller: GUSSEK HAUS Franz Gussek GmbH & Co. KG, Euregiostraße 7, 48527 Nordhorn,
Tel 0 59 21/174-0, vertrieb@gussek-haus.de, www.gussek-haus.de

Arge Villa mit Flachdach

Das neue Haus orientiert sich an den Strandhausvillen, wie sie von der Ostsee bekannt sind. Von allen Etagen ist ein unverstellter Seeblick möglich – ein atemberaubendes Panorama.

Das Zuhause der Familie erstreckt sich über drei Ebenen. Das Untergeschoss ist der Hauptwohnbereich, der sich zum Garten, dem Beachvolleyballplatz und zum See hin öffnet. Der offene Wohn-, Ess- und Kochbereich ist mit Backup-Küche und Vorratskammer ausgestattet.

Im Außenbereich ist der Beachvolleyballplatz ein ganz wichtiger und viel genutzter Ort der Freizeitgestaltung. Gleich dahinter geht es weiter zum See mit eigenem Steg. Ein weiteres Highlight ist das Penthouse im Obergeschoss. Es wird am Wochenende vom ältesten Sohn bewohnt.

BAUTAFEL:

Hausbezeichnung: Villa mit Flachdach
Wohnfläche: 365 m2 + 85 m2 Nebengebäude 
Abmessungen: 14,92 m x 13,38 m 
Bauweise: massiv
Fassade: Putz
Dach: Flachdach 
Jahresprimärenergiebedarf: 64,08 kWh/(m2a)
Haustechnik: Gas-Brennwerttherme inkl. Zirkulationsleitungen, solare Brauchwassererwärmung, Fußbodenheizung
Hersteller: ARGE-HAUS Massivbau GmbH, Am Kreuzgraben 5, 18146 Rostock, Tel.: 03 81/81 72 73-0, info@arge-haus.de, www.arge-haus.de

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