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Offene Küche: Gemütlich und praktisch

Eine offene Küche zeichnet sich durch einen Grundriss aus, der zum Wohnzimmer hin offen ist. Wir verraten, wie Sie eine offene Küche optimal gestalten und einrichten. 
 

Offen gestaltete Küchenkonzepte lassen den Koch- und den Wohnbereich auf ebenso angenehme wie praktische Weise miteinander verschmelzen.

Vorteile einer offenen Küche

Im Neubau gehört die offene Küche mittlerweile zum Standard. Der Trend geht zu maximal grenzenlosen Konzepten, die als Koch-Ess-Wohnbereich das ganze Familienleben begleiten und funktional wie optisch perfekt miteinander verschmelzen.

Die enorme Beliebtheit offener Küchen dürfte u.a. darauf zurückzuführen sein, dass das klassische Wohnzimmer immer mehr an Bedeutung verliert. Man nimmt lieber wieder am Küchen­tisch Platz als im Fernsehsessel. Und gutes Essen kommt ohnehin nie aus der Mode.

Kommunikation und Geselligkeit: Offene Küchenkonzepte machen das für alle Anwesenden möglich – auch für den oder die Kochende(n). Sicherlich ist das der Hauptgrund, weshalb sich diese Raumlösung so durchgesetzt hat. Eine separate Küche hält zwar Geräusche, Gerüche und Unordnung vom Wohnbereich fern. Aber wer kocht und aufräumt, verpasst immer alle Gespräche.

Wer es also kommunikativ und gesellig mag, häufig Gäste empfängt und sich gern in der Küche aufhält, ist mit einer offenen Küche bestens bedient. Doch bei der Planung sind einige Dinge zu beachten.

Konzepte für eine offene Küche

Grundsätzlich lassen sich zwei Lösungen bei offenen Küchenkonzepten unterscheiden:

  • Die Küche mit allen Funktionen wird ausschließlich an der Stirnwand als Küchenzeile bzw. in L-Form installiert, dann setzt meist eine Theke oder ‚Bar‘ die Grenze zum Wohn- oder Essbereich hin. Entsprechend hohe Hocker schaffen hier einen netten Platz zum Frühstücken oder den Espresso zwischendurch, mit Schubladen oder kleinen Schränken inklusive kann die Theke als zusätzlicher Stauraum dienen. Nachteil: Wer gerade an Spüle, Arbeitsplatte oder Herd hantiert, tut dies überwiegend mit dem Rücken zum Familientrubel.
     
  • Häufiger zu finden ist das zweite Konzept: die rundum zugängliche Kochinsel, die die meisten Funktionen und auch Stauraum für Töpfe, Pfannen und Co. beinhaltet. Hier kann jeder ‚ran‘ und mitmachen, ohne dem anderen im Weg herumzugehen. Die gesellige Theke zum Sitzen findet sich mittlerweile ebenfalls oft dabei, als Verlängerung der Insel.

Bei der Planung der offenen Küche können Sie wie bei der geschlossenen Variante zwischen verschiedenen Grundrissen wählen. Die Möbel können ein- oder zweizeilig angeordnet, bzw. in L- oder U-Form aufgestellt werden. Häufig bildet ein Tresen oder eine Kücheninsel den Abschluss zum Wohnzimmer, an dem Familienmitglieder oder Gäste Platz nehmen können.

Denken Sie bei der Küchenplanung an Ihre Arbeitsabläufe. Welcher Funktionsbereich soll auf welchen folgen? Gerne kommt bei offenen Küchen ein frei stehender Kochblock zum Einsatz, der den Vorteil hat, dass mehrere Personen gleichzeitig an ihm Platz finden.

Bei der Wahl der Geräte für die offene Küche sollte man darauf achten, dass diese besonders leise sind. Denn laute Spülmaschinen und Kühlschränke machen den Aufenthalt im angegliederten Wohnbereich weniger angenehm und gemütlich.

Da niemand von der Couch auf den Abwasch schauen mag, benötigt eine offene Küche viel und vor allem praktischen Stauraum. Schränke und Schubladen in hübschen Designs befinden sich idealerweise direkt in der Nähe von Spüle und Herd, sodass alle Küchenutensilien durch wenige Handgriffe verstaut sind.

Ordnung in der offenen Küche

Für beide Lösungen einer offene Küche gilt gleichermaßen, dass Kochdünste und Dampf gar nicht erst bis zum Sofa vordringen sollten, sondern gleich dort abziehen, wo sie entstehen. Damit keine Essensgerüche ins Wohnzimmer ziehen, muss die Dunstabzugshaube also leistungsstark sein.

Um dem großen Wohn- und Esszimmer nicht den Eindruck von Weite zu nehmen, lassen sich hier statt einer herkömmlichen Dampfabzugshaube sogenannte Muldenlüfter oder Downdraft-Abzugshauben anbringen. Diese sind mittig, an der Längs- oder der Querseite ins Kochfeld eingelassen und ziehen Dampf und Kochgerüche effizient ein.

Natürlich kann man auch über einen zusätzlichen, geschlossenen Raum nachdenken, der neben der „Showküche“ als Schmutzküche für benutztes Geschirr, Essensreste und ähnliches dient – dieses Konzept mutet aber im Alltag doch etwas umständlich an und ist selbstverständlich eine Platz- bzw. Budgetfrage.

Ein ordentliches Mülltrennsystem unter der Spüle sollte aber unbedingt mit großzügigen Maßen eingeplant sein. Wer schon weiß, dass Ordnung nicht die größte eigene Stärke ist, plant am besten vollständig zu öffnende Schiebetüren als Raumabtrennung ein, zum Beispiel aus satiniertem Glas. Dann gilt fürs Aufräumen und Töpfe spülen: Alles kann, nichts muss – jedenfalls nicht sofort.

Schönes Gesamtbild: Offene Küche gestalten

Um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten, sollten Küche und Wohnbereich als Gesamtkonzept geplant werden.

Farben und Materialien sorgen für fließende Übergänge zwischen Küche und Wohnbereich. Es empfiehlt sich, ähnliche Farbtöne zu wählen und dafür zu sorgen, dass Materialien sich in beiden Bereichen wiederholen.

Ähnliche Farben und Materialien

Küchen gibt es heutzutage in zahlreichen Farb- und Materialvarianten. Ob klassisch weiß oder in moderner Marmoroptik, erlaubt ist was gefällt. Holz wirkt dabei besonders warm und wohnlich, wohingegen dunkle Fronten sehr jung und modern wirken

Die Küchenmöbel müssen mit den Möbeln im Wohnzimmer harmonieren, Farben und Materialien sollten sich in beiden Bereichen wiederfinden. Das Aufgreifen von Farbtönen und Materialien aus der Küche im Ess- und Wohnbereich ist also sinnvoll. Einige Hersteller bieten bereits Küchenmöbel und Wohnraummöbel aus einer einheitlichen Serie.

Einheitlicher Bodenbelag

Eine großzügige Raumwirkung und optische Verschmelzung von Kochen und Wohnen lässt sich einfach durch einen einheitlichen Bodenbelag umsetzen. Statt eines durchgehenden Fußbodenbelags erreicht man durch unterschiedliche Beläge eine optische Trennung.

Erfahren Sie mehr über Fußbodenbeläge für die Küche.

Licht in der offenen Küche

Eine durchdachte Lichtgestaltung kann eine offene Küche nicht nur zweckmäßig, sondern auch besonders wohnlich machen. Vor allem indirektes Licht und Hinterglas-Beleuch­tung sorgen für warme Lichteffekte ohne zu blenden.

Planen Sie eine ausreichende Beleuchtung Ihrer Arbeits­flächen zum Beispiel mithilfe von Punktstrahlern.

Küchengeräte für die offene Küche

In einer offenen Küche sollten die Küchengeräte möglichst unscheinbar untergebracht werden. So kann die Spülmaschine beispielsweise mit einer Front ausgestattet werden, sodass sie von außen unsichtbar wird. 

Kleingeräte verschwinden leicht in großen Schränken mit Tablarsystem und der Kühlschrank kann gar zum Designobjekt werden. Um Kühlschränke ideal in den Raum zu integrieren können sie alternativ, genau wie Spülmaschinen, hinter einer Front versteckt werden. So wirken Möbel und Geräte harmonisch

Doch neben der Optik steht auch die Funktionalität der Geräte im Vordergrund. Sofern möglich, sollten sie deshalb auf Arbeitshöhe montiert werden, um rückenschonendes Kochen zu ermöglichen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Geräte in ein Smart Home System zu integrieren, was die Abläufe automatisiert und vereinfacht. 

Fazit: Offene Küche

Zum einen sollte eine offene Küche über viel praktischen Stauraum verfügen, damit man aus dem Wohnzimmer nicht auf den Abwasch schauen muss. Um Küchengerüche zu vermeiden, sind leistungsstarke Dunstabzugshauben nötig. Grundsätzlich sollten Sie beim Kauf der Küchengeräte darauf achten, dass diese möglichst leise sind.

Bei Neubauten ist es wichtig, die Planung der Küche frühzeitig zu bedenken, damit alle Anschlüsse passend gelegt werden können. Eine Renovierung wiederum stellt die Besitzer vor andere Probleme, denn unter Umständen ist ein Durchbruch nötig, um eine offene Küche zu realisieren.

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