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Schief mit Charme – Wie ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus zum kreativen Wohlfühlort wurde

Mit Häusern ist es manchmal wie mit Menschen: Man sieht sie zum ersten Mal – und ist sofort verliebt. Genau so erging es Katharina und Roland Eiche, als sie ihr denkmalgeschütztes Fachwerkhaus von 1764 zum ersten Mal betraten. 

Obwohl sich das Gebäude damals in einem schlechten Zustand befand, erkannten beide sofort seinen besonderen Charme. Heute ist daraus ein kreatives Zuhause voller Persönlichkeit geworden.

Ein Fachwerkhaus mit Geschichte

Das rund 260 Jahre alte Haus ist im Ort ein echter Blickfang. Die blau-weiße Fachwerkfassade steht unter Denkmalschutz und prägt das historische Erscheinungsbild bis heute. Seit über zwölf Jahren leben Katharina und Roland hier – und verwandelten das alte Gebäude Schritt für Schritt in ihr ganz persönliches Traumhaus.

Als die vier Kinder ausgezogen waren, entstand der Wunsch nach Veränderung und mehr Raum für eigene Ideen. Statt eines Neubaus entschieden sich die beiden bewusst für die Sanierung und kreative Weiterentwicklung des historischen Hauses.

 

 

Denkmalschutz außen, kreative Freiheit innen

Während die historische Fachwerkfassade erhalten bleiben musste, konnten sich die Bauherren im Inneren kreativ austoben. Mit viel Liebe zum Detail entstand ein Zuhause, das Alt und Neu harmonisch verbindet.

Katharina und Roland setzten dabei konsequent auf helle Farben, natürliche Materialien und individuelle Gestaltungsideen. Creme- und Weißtöne bringen Licht in die leicht schiefen Räume und lassen sie großzügiger wirken. 

„Die Helligkeit gibt auch Raum“, beschreibt das Paar den Effekt der hellen Gestaltung.

Schief und krumm – genau das macht den Charme aus

Viele würden versuchen, alte Häuser komplett zu begradigen und zu perfektionieren. Katharina und Roland entschieden sich bewusst dagegen.

Gerade die schiefen Wände, alten Balken und unperfekten Linien machen für sie den Charakter des Hauses aus. Alte Deckenbalken, Eisenträger und historische Elemente wurden erhalten und bewusst in die Gestaltung integriert. So blieb die Geschichte des Hauses spürbar.

Kreative Ideen mit persönlicher Handschrift

Besonders sichtbar wird die Individualität des Hauses in den vielen selbst gestalteten Details. Im Eingangsbereich entstand ein außergewöhnlicher Fliesenspiegel: Roland bevorzugte grafische Muster, Katharina eher florale Motive – also kombinierte das Paar kurzerhand beides.

Auch die auffällige Badezimmertür erzählt ihre eigene Geschichte. Das Wunschmodell vom Antiquitätenhändler war zu teuer, also baute Roland die Tür aus alten Schuppenbrettern einfach selbst nach und lackierte sie in kräftigem Pink.

Wohnen zwischen skandinavisch und urban

Im Obergeschoss treffen unterschiedliche Wohnstile aufeinander. Maritime Elemente, skandinavische Leichtigkeit und moderne Akzente verbinden sich mit der historischen Bausubstanz.

Jeder Raum besitzt seinen eigenen Charakter – und dennoch wirkt das Haus wie aus einem Guss. Katharina und Roland lieben genau diesen spannenden Mix aus Alt und Neu.

Kunst als Teil des Wohnkonzepts

Kreativität spielt im Alltag der beiden eine große Rolle. Viele Bilder und Kunstwerke stammen aus Rolands eigenem Atelier, denn der Malermeister malt leidenschaftlich gern.

Das Haus dient dabei nicht nur als Wohnort, sondern auch als Inspirationsquelle. Am großen Esstisch unter dem historischen Deckenbalken werden Ideen entwickelt, Gespräche geführt und gemeinsam Zeit verbracht.

Der Innenhof als kleines Urlaubsparadies

Besonders in den warmen Monaten wird der Innenhof zum Mittelpunkt des Hauses. Die selbst gebaute Veranda zählt zu den Lieblingsorten des Paares. Hier sitzen Katharina und Roland zusammen, genießen die Ruhe oder verbringen entspannte Sommerabende auf dem Tagesbett.

Mit Pflanzen, liebevollen Details und gemütlichen Sitzplätzen entstand ein geschützter Rückzugsort mitten im historischen Ensemble. Wer hier sitzt, vergisst schnell den Alltag.

Alte Details neu entdeckt

Bei der Sanierung kamen immer wieder historische Besonderheiten zum Vorschein. So entdeckte die Familie zufällig einen rund 150 Jahre alten Türspruch, der lange hinter einer Türzarge verborgen gewesen war. Roland restaurierte ihn sorgfältig und machte ihn wieder sichtbar.

Solche Entdeckungen zeigen, wie viel Geschichte in alten Häusern verborgen liegt – und wie spannend eine behutsame Sanierung sein kann.

Ein Haus, das lebt

Für Katharina und Roland ist ihr Zuhause kein abgeschlossenes Projekt. Das Haus entwickelt sich ständig weiter. Neue Ideen entstehen, Räume verändern sich, Details kommen hinzu.

„Das Ganze lebt. Und es ist nicht zu Ende, sondern geht immer weiter“, beschreibt das Paar seine besondere Beziehung zu dem historischen Fachwerkhaus.

 

 

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