
Makeover Reihenhaus: Kleines Haus ganz groß
Dieses modernisierte Reihenhaus im Hamburger Stadtgebiet zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial selbst auf engstem Raum steckt. Nur vier Meter breit und ursprünglich in den 1930er-Jahren erbaut, präsentiert sich das Zuhause einer vierköpfigen Familie heute hell, klar und zeitgemäß.
Möglich wurde das durch eine umfassende Sanierung, viel Mut zu Farbe und eine Bauherrin, die ihr Herzensprojekt konsequent verfolgte. Vom Keller bis zum Dachboden wurde das fast 100 Jahre alte Haus technisch und gestalterisch auf den neuesten Stand gebracht.
Vom Sanierungsfall zum modernen Familienzuhause

Bevor an die Innenraumgestaltung zu denken war, stand eine grundlegende Erneuerung an. Neue Leitungen, eine zeitgemäße Heizungsanlage, zusätzliche Dämmung sowie ein tiefergelegter Keller schufen die Basis für ein modernes Wohnkonzept. Besonders das zuvor nahezu ungedämmte Dachgeschoss profitierte von den Maßnahmen.
Erst danach begann die eigentliche Transformation des Hauses – mit einem Farb- und Materialkonzept, das den Charakter des Altbaus bewahrt und zugleich den Anforderungen eines lebhaften Familienalltags mit Kindern und Hund gerecht wird.
Mut zur Farbe: Ein durchdachtes Gestaltungskonzept

Gemeinsam mit ihrem Malermeister entwickelte Daniela ein stimmiges Gestaltungskonzept, das mit gezielten Kontrasten arbeitet. Bereits im Eingangsbereich setzt ein helles Blau mit hohem Weißanteil die Bühne für einen markanten Eichenholzspiegel in Neon-Orange.
Küche und Wohnzimmer sind in einem warmen Beigeton gehalten, der je nach Raum in unterschiedlichen Glanzgraden ausgeführt wurde: samtig matt im Wohnbereich, leicht glänzend in der Küche.
Die robuste, abwischbare Farbe bringt nicht nur Alltagstauglichkeit, sondern auch spürbar mehr Licht in die schmalen Räume.
Wohnen auf vier Metern Breite – clever geplant

Trotz der begrenzten Grundfläche bietet das Reihenhaus vier Zimmer, eine großzügige Homeoffice-Nische und erstaunlich viel Stauraum.
Ein besonderes Highlight ist die maßgeschneiderte Treppe, die Ober- und Dachgeschoss verbindet. Aufgrund der engen Deckenöffnung und der zu überwindenden Raumhöhe schien eine klassische Lösung kaum möglich.
Doch die Bauherren ließen sich nicht entmutigen: Inspiration fanden sie im Tiny-House-Bereich und im Bootsbau. Daniela baute zunächst ein Modell aus Obstkisten – daraus entstand schließlich eine sportliche, platzsparende Treppe mit integrierten Schrankelementen, die Funktion und Design vereint und bei Besuchern regelmäßig für Gesprächsstoff sorgt.
Rückzugsorte unter dem Dach

Unter den Dachschrägen befinden sich heute das Elternschlafzimmer und ein kleines Bad. Dank der neuen Dämmung empfinden die Bewohner das Raumklima hier sowohl im Sommer als auch im Winter als äußerst angenehm.
Ein besonderer Blickfang sind die maßgefertigten Dachfenster aus England, die dem Raum zusätzlich Charakter verleihen. Ein zweites Badezimmer wurde im tiefergelegten Keller realisiert und überzeugt mit warmen Weiß- und Beigetönen sowie eleganten schwarzen Armaturen.
Strapazierfähige Wandmaterialien sorgen dafür, dass der Raum nicht nur stilvoll, sondern auch alltagstauglich bleibt.
Gute Ideen entstehen im Team

Rückblickend sei der Umbau auch von den vielen guten Ideen der beteiligten Handwerker geprägt gewesen, erzählt Daniela. Ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie aus einem schmalen Reihenhaus ein modernes, individuelles Zuhause entstehen kann – durch Kreativität, Mut und den Blick für durchdachte Lösungen.
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